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19 Kasım 2015

SOS-Kinderdörfer: Patensuche im Wartezimmer

(Mynewsdesk) Kooperation mit TV-Wartezimmer mit 11 Projektfilmen, Nachrichten & Patenspot ausgebaut


Das große Leid der Kriegs- und Flüchtlingskinder ist längst in Europa angekommen: Die Gewalt in Syrien bedroht das Leben unzähliger Kinder, tausende stranden täglich an der EU-Grenze. Und in Griechenland lebt aufgrund der Krise mittlerweile schon jedes dritte Kind in Armut.


Mit dem Slogan „Werden Sie Pate: Helfen ab 50 Cent pro Tag!“ ruft ein neuer Patenspot der SOS-Kinderdörfer weltweit im TV-Wartezimmer®-Programm im Dezember zur Unterstützung auf. Denn eine SOS-Patenschaft ermöglicht einem Kind ein liebevolles, sicheres Zuhause in einem der über 560 SOS-Kinderdörfer weltweit. „Als Europas größtes Gesundheits-Netzwerk liegt uns auch das Wohl von Kindern und Jugendlichen am Herzen. Somit ist für uns die Unterstützung der SOS-Kinderdörfer weltweit selbstverständlich, damit Kinder gesund und glücklich in einer Familie und Gemeinschaft aufwachsen können“, erklärt Markus Spamer, Gründer und Geschäftsführer von TV-Wartezimmer®, der ein nachhaltiges, soziales Engagement als Teil seiner langfristigen Unternehmensstrategie sieht.


Die seit fast fünf Jahren bestehende Kooperation zwischen den SOS-Kinderdörfern weltweit und TV-Wartezimmer® wurde nun weiter ausgebaut: Mittlerweile stellen bereits elf Filme mit etwa drei Minuten Spielzeit, die im TV-Wartezimmer®-Rahmenprogramm im monatlichen Wechsel auf allen Standorten ausgestrahlt werden, die Arbeit der SOS-Kinderdörfer weltweit vor – teilweise mit überraschenden Einblicken für den Laien, wie weit die Spanne der Arbeit der Kinderhilfsorganisation reicht. Ergänzend dazu werden monatlich aktualisierte SOS-Kinderdörfer-Nachrichten á ca. 90 Sekunden gezeigt mit je drei Meldungen über die Arbeit der SOS-Kinderdörfer bzw. aktuelle Ereignisse.


„Wir freuen uns sehr, dass unser kompetenter Medienpartner TV-Wartezimmer neben unseren informativen Filmen und aktuellen News über die SOS-Arbeit nun auch einen Patenaufruf einem breiten Publikum vorstellt!“, erklärt Dr. Wilfried Vyslozil, Vorstand der SOS-Kinderdörfer weltweit. „Die SOS-Kinderdörfer leisten seit über 60 Jahren dringend erforderliche Hilfe für extrem arme Kinder und Familien – in ihren Heimatländern, in Krisengebieten und auf der Flucht. Da sich diese Arbeit hauptsächlich über private Spenden finanziert, verdanken unzählige Kinder in Not die Hilfe und Chance auf eine bessere Zukunft Paten und Spendern.“


München, 19. November 2015


Diese Pressemitteilung (http://www.mynewsdesk.com/de/sos-kinderdoerfer-weltweit/pressreleases/sos-kinderdoerfer-patensuche-im-wartezimmer-1256587) wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im SOS-Kinderdörfer weltweit (http://www.mynewsdesk.com/de/sos-kinderdoerfer-weltweit).


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Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit 560 Kinderdörfern und fast 1.900 SOS-Zusatzeinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 134 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.


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SOS-Kinderdörfer: Patensuche im Wartezimmer

16 Eylül 2015

Weltkindertag: SOS-Kinderdörfer auf RiC

(Mynewsdesk) München – Der Weltkindertag am 20. September auf RiC steht ganz im Zeichen der Kinder. In Kurzreportagen geben Kinder aus aller Welt Einblick in ihr Leben, erzählen von ihren Wünschen und nehmen den Zuschauer mit zu landestypischen Bräuchen. Ein kompletter Sendetag wird so zu einer Weltreise zu den spannendsten Kindergeschichten vor Ort.


Die Your Family Entertainment AG (YFE) kooperiert bereits seit drei Jahren mit den  SOS-Kinderdörfern weltweit und zeigt auf RiC, wie bedeutsam die Hilfsorganisation für das Wohl von Kindern aus der ganzen Welt sind. Am diesjährigen Weltkindertag am 20. September dreht sich das Programm bei RiC ab 10 Uhr um die unterschiedlichen Lebenswelten von Kindern quer durch die Kontinente. Kurzreportagen bringen den Alltag der Kinder näher, zeigen ihre persönlichen Hobbys und landestypischen Spiele, aber auch die Herausforderungen, denen sich schon die Kleinsten jeden Tag aufs Neue stellen müssen.


„Die humanitäre Hilfe der SOS-Kinderdörfer mit unserem Kinder-und Familiensender RiC zu unterstützen, liegt uns besonders am Herzen. Dadurch möchten wir unseren kleinen Zuschauern vermitteln, wie wichtig die Familie und ein liebevolles Zuhause ist“, sagt Stefan Piëch, CEO der YFE AG.


„Kinder sind sehr interessiert an den Lebenswelten von Kindern auf anderen Kontinenten“, sagt der Vorstand der SOS-Kinderdörfer weltweit, Dr. Wilfried Vyslozil. „Wenn sie die Möglichkeit erhalten, diese fremden Welten zu erfahren, wecken wir ihre Neugier auf andere Kulturen und die Welt wächst ein bisschen zusammen. Daher freuen wir uns sehr, dass RiC die Filme über Kinder aus aller Welt ausstrahlt.“


RiC unterstützt mit seinem edukativen Programm verantwortungsvolles Kinderfernsehen und setzt Anreize zur Förderung der Kreativität. Durch die Kurzreportagen wird gezeigt, wie Kinder weltweit sowohl den Alltag als auch ganz besondere Momente erleben.


Die Reportagen beleuchten die Vielfalt der Lebenswelten in den SOS-Kinderdörfern weltweit. Dazu gehört zum Beispiel das kulturelle Miteinander, das in jedem Dorf und in jeder SOS-Familie verankert ist. Die Kinder feiern gemeinsam religiöse Feste, egal welcher Religion und Ethnie sie angehören: Zum Beispiel Ostern in Indonesien, Weihnachten in Nairobi und das hinduistische Lichterfest Diwali in Indien.

Wussten Sie, dass in Nairobi das Schmücken der Haare zu Weihnachten üblich ist? Die kleine Kinia nimmt den Zuschauer mit zum Friseur, wenn sie sich rote Zöpfe fürs Fest flechten lässt.


Schule und Bildung sind Schwerpunkte, die für die SOS-Kinderdörfer weltweit zentrale Bedeutung haben. So beschäftigt sich eine eigene Filmreihe mit dem Schulalltag der Kinder in Lateinamerika und Asien. Sie zeigt, welchen beschwerlichen Schulweg die Kinder teilweise gehen müssen und welche Berufswünsche sie für ihre Zukunft haben.

Aber auch die Hilfe in Krisengebieten, kleine Fluchten aus einem traumatischen Alltag werden in den Kurzreportagen gezeigt. In Palästina erhalten die Kinder durch das Projekt skate aid wieder Mut und Selbstvertrauen. Mädchen und Jungen stellen sich auf die Bretter und üben in einem eigens für sie gebauten Skateboardpark. Für ein paar Stunden sind sie einfach spielende, tobende Kinder und können so ihre Sorgen vergessen.


Über RiC


RiC ist der Kinderkanal fu?r den deutschsprachigen Raum mit beliebten, europäischen Programmen, der unverschlu?sselt u?ber Astra 19.2 im Free-TV viele Kabelkanäle und via Live-Stream unter www.rictv.de (http://www.rictv.de), www.rictv.at (http://www.rictv.at) und www.rictv.ch (http://www.rictv.ch) abrufbar ist. RiC startete im September 2012 und gehört zur Your Family Entertainment AG, deren Vorstand Dr. Stefan Piëch den Sender gegru?ndet hat. Zielgruppe: Kinder von 3-13 Jahren und Haushaltsfu?hrende.


Durch das umfangreiche Knowhow und die sorgsam getroffene Auswahl an hochwertigen Inhalten positioniert RiC sich als das dritte private Kinder- und Familienprogramm im deutschsprachigen Raum. Sowohl die kindgerechte Senderpräsentation, als auch die entschleunigten Inhalte machen RiC zu einem Gegenpol im vorherrschend amerikanisch und asiatisch geprägten Angebot.


Empfang


Satellit: Astra 19,2°E, Transponder: 117, Frequenz: 12,692 GHz, Polarisation: Horizontal, Symbolrate: 22.000, Code Rate (FEC): 5/6


DVB-T: MEDIA BROADCAST


Mobil/IPTV: A1 Telekom Austria, A1 App,H3G, 3Mediabox, Magine, TV-Spielfilm Live-App, Vodafone Mobile TV, Zattoo, XBOX


Live Stream: www.rictv.de (http://www.rictv.de), www.rictv.at (http://www.rictv.at) und www.rictv.ch (http://www.rictv.ch)


facebook.com/RiCtvde


RiC Themenkanal bei watchmi: Hörzu, TV DIGITAL, Amazon Fire TV Stick


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Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit 550 Kinderdörfern und mehr als 1.800 SOS-Zusatzeinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 133 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.


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Weltkindertag: SOS-Kinderdörfer auf RiC

14 Ağustos 2015

Zwischen Bangen und Hoffen/ Räumung der Siedlungen im Gaza-Streifen vor 10 Jahren 2 Perspektiven

(Mynewsdesk) Foto: Samy Ajjour, Leiter der SOS-Kinderdörfer Gaza.


Vor 10 Jahren, am 15.August 2005, wurde begonnen die Siedlungen der Israelis im Gaza-Streifen zu räumen, mit dem Ziel extremistische Siedler zu verbannen. Anlässlich dieses Jahrestages erzählen Nelly Geva, Direktorin der SOS-Kinderdörfer in Israel und Samy Ajjour, Direktor der SOS-Kinderdörfer in Gaza von ihren Befürchtungen und Hoffnungen zur aktuellen Lage.


Vor 10 Jahren wurden die jüdischen Siedlungen im palästinensischen Gazastreifen geräumt. Welchen Einfluss hatte das auf das Leben der beiden Völker?


Israel- Nelly Geva: Nicht alle Siedler waren religiöse Fanatiker. Viele waren normale Familien, die in dem Gebiet schlicht Landwirtschaft betrieben und es liebten dort zu leben. Einen großen Einfluss auf die israelische Gesellschaft hatte die Räumung aber nicht. Nur auf die kleinen, fanatischen Gruppierungen unter den Siedlern – ihre Gedanken und Handlungen wurden immer extremer.


Gaza- Samy Ajjour: Für die Bevölkerung in Gaza hatte die Räumung sowohl positive als auch negative Auswirkungen. Das Reisen im Land wurde erleichtert, weil die Grenzkontrollen der Siedlungen aufgelöst wurden. Außerdem konnten wir das Land der Siedler wieder selbst bewirtschaften, was den Leuten Einnahmen brachte. Aber viele Siedlungen werden heute auch als Trainingslager militanter, politischer Gruppierungen benutzt. Das ist eine sehr beängstigende Entwicklung. Und wir sind isoliert. Solange die Siedler noch da waren, war die Versorgung besser, weil Israel Lieferungen in den Gazastreifen erlaubte. Heute sorgen Blockaden an den Grenzen dafür, dass Trinkwasser, Elektrizität, Baumaterial oder medizinische Güter immer knapper werden.


Alle Hoffnungen auf Frieden ruhen auf der nächsten Generation. Was unternehmen Sie, um den Kindern Toleranz und Respekt vor anderen Kulturen und Religionen zu lehren?


Gaza- Samy Ajjour: Natürlich wünschen sich alle Palästinenser Frieden. Aber in den letzten 10 Jahren wurde das Leben der Menschen in Gaza durch die Kriege immer wieder beeinträchtigt und bedroht. Viele haben Familienmitglieder verloren, ihre wirtschaftliche Existenz. Das macht die Friedensarbeit sehr schwierig. Dennoch bemühen wir uns natürlich sehr darum in der Schule und bei den täglichen Aktivitäten, Toleranz und Respekt anderen gegenüber immer wieder in den Fokus zu rücken. Wir hoffen auf die Zukunft!


Israel- Nelly Geva: Die SOS-Kinderdörfer in Israel sind ein Querschnitt der israelischen Gesellschaft. Hier leben Kinder, die aus den verschiedensten sozialen Verhältnissen kommen. Toleranz wird bei uns groß geschrieben. Das bringen wir den Kindern von Anfang an im täglichen Miteinander bei.


Kürzlich haben extremistische Siedler ein Familienhaus abgebrannt. Dabei starb ein Baby. Sind Sie besorgt, was als nächstes passieren wird? Befürchten Sie, dass die Situation wieder eskaliert, wie es letzten Sommer der Fall war?


Israel- Nelly Geva: Das war wirklich ein schrecklicher Vorfall. Auf beiden Seiten muss die Gesellschaft lernen die Extremisten unter Kontrolle zu bringen. Nur so können die Völker zusammen kommen. Israelische Sicherheitskräfte haben vor kurzem extremistische Juden festgenommen und in ganz Israel sind die Menschen auf die Straße gegangen, um gegen diese Brutalität und Menschenverachtung zu protestieren. Diese deutliche Reaktion gibt Hoffnung, dass weiterer Terror vermieden werden kann.


Gaza – Samy Ajjour: Unsere Erfahrung lässt da Schlimmes befürchten. Keine Seite, weder die Israelische noch die Palästinensische, unternimmt wirklich etwas, um die extremistischen Bewegungen sowohl in Israel als auch in Gaza zu stoppen.


Haben Sie schon Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um die Kinder zu beschützen, falls wieder Kämpfe ausbrechen?


Gaza – Samy Ajjour: Gleich nachdem Vorfall mit dem brennenden Haus, haben wir Notfallpläne erstellt. Die SOS-Schutzräume wurden vorbereitet, Evakuierungspläne für den Fall von Beschuss oder Bombardierung erstellt und die SOS-Kinder und ihre Mütter haben für den Ernstfall trainiert. Wir versuchen alles, um die Kinder und die Mitarbeiter bestmöglich zu schützen. Aber wir leben in Gaza, hier gibt es keine Sicherheit!


Israel – Nelly Geva: Für alle Kinder in Israel existieren bereits Notfallpläne. Trotz aller guten Hoffnungen, werden die Notfallmaßnahmen aktuell mit den Kindern aus den Kinderdörfern eingeübt. Die israelischen Kinder lernen von klein auf, wie man sich bei einem Luftangriff verhalten muss und wo der nächste Schutzraum ist.


Diese Pressemitteilung (http://www.mynewsdesk.com/de/sos-kinderdoerfer-weltweit/pressreleases/zwischen-bangen-und-hoffen-raeumung-der-siedlungen-im-gaza-streifen-vor-10-jahren-2-perspektiven-1202911) wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im SOS-Kinderdörfer weltweit (http://www.mynewsdesk.com/de/sos-kinderdoerfer-weltweit).


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Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit 550 Kinderdörfern und mehr als 1.800 SOS-Zusatzeinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 133 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.


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Zwischen Bangen und Hoffen/ Räumung der Siedlungen im Gaza-Streifen vor 10 Jahren 2 Perspektiven

3 Temmuz 2015

Griechenland: Mit dem Grexit droht Unheil für tausende Familien/ Interview mit dem Leiter der SOS-Kinderdörfer Griechenland George Protopapas

Griechenland: Mit dem Grexit droht Unheil für tausende Familien/ Interview mit dem Leiter der SOS-Kinderdörfer Griechenland George Protopapas(Mynewsdesk) Foto: George Protopapas, Leiter der SOS-Kinderdörfer Griechenland. Bild: SOS-Archiv


Athen – Langzeitarbeitslosigkeit, geschlossene Banken und der drohende Grexit. Viele Griechen sind in Panik. Zurzeit bitten fünfzigmal so viele Familien die SOS-Kinderdörfer um Hilfe als noch vor der Krise. Berichtet der Leiter der SOS-Kinderdörfer in Griechenland, George Protopapas, im Interview.


Herr Protopapas, Griechenland steckt seit Jahren in der Krise. Wie sehr leiden griechische Familien unter der Krise?

Aktuell ist die Situation in den meisten Familien sehr angespannt. Die Ungewissheit, wie es für Griechenland weitergeht, ist für die Familien eine extreme psychische Belastung. Außerdem drohen viele Familien auseinanderzubrechen, weil sie dem Druck von Langzeitarbeitslosigkeit und Armut nicht standhalten können. Viele Eltern sind seit drei oder vier Jahren arbeitslos und haben überhaupt keine Perspektive. Darunter leiden besonders die Kinder. Viele werden verlassen oder vernachlässigt.


Seit dem Wochenende hat sich die Situation verschlimmert. Was würde ein Grexit für Griechenland bedeuten?

Der Grexit ist seit dem Wochenende kein fernes Szenario mehr, sondern womöglich nahende Zukunft. Das wird die soziale Not in Griechenland drastisch verschlimmern. Ich befürchte für die Familien das Schlimmste. Noch mehr Menschen werden ihre Arbeit verlieren. Ein Grexit wird meiner Meinung nach die Wirtschaft in Griechenland wieder auf den Stand der 60er Jahre katapultieren. Die staatliche Sozialhilfe wird zusammenbrechen. Es wird Massenarbeitslosigkeit geben. Ich denke, es wird ähnlich sein wie in manchen osteuropäischen Ländern in den Jahren nach dem Zusammenbruch des Kommunismus.


Wie ist die Situation in den Hilfsprogrammen der SOS-Kinderdörfer?

Immer mehr Familien suchen die Hilfe von SOS. Zurzeit unterstützen wir fünfzigmal so viele Familien wie vor der Krise. Es haben schon tausende Eltern bei uns angefragt, ob sie ihre Kinder in einem der Kinderdörfer in Obhut geben könnten. Viele Eltern haben einfach nicht mehr das Geld, ordentlich für ihre Kinder zu sorgen. Manchmal fehlt sogar das Geld für Essen.


Die SOS-Kinderdörfer finanzieren sich durch Spenden. Sind die Spenden zurückgegangen?

Natürlich! Woher sollen denn die Spenden kommen? Viele Unternehmen sind Pleite gegangen. Die Arbeitslosigkeit ist gigantisch. Gerade im Bereich der privaten Spenden rechnen wir damit, dass 65 Prozent der Spenden wegfallen. Nun sind die Banken geschlossen. Jeder kann nur 60 Euro abheben. Wenn man eine vier- oder fünfköpfige Familie ernähren muss, dann bleibt nicht mehr viel zum Spenden übrig. Die kleinen Spenden von Familien werden also völlig wegfallen. Aber gerade jetzt brauchen wir dringend Geld, um viele arme Familien zu unterstützen.


Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft des Landes?

Ich wünsche mir, dass wir diese große Herausforderung meistern. Dafür müssen wir genau analysieren, was uns in diese Schwierigkeiten gebracht hat. Da müssen wir ansetzen und das Land verändern. Unsere Kinder brauchen eine Zukunft!


München, 02.07.15


Weitere Informationen:

Louay Yassin

Pressesprecher

SOS-Kinderdörfer weltweit

Tel.: 089/179 14-259

E-Mail: louay.yassin@sos-kd.org

www.sos-kinderdoerfer.de


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Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit 550 Kinderdörfern und mehr als 1.800 SOS-Zusatzeinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 133 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.


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18 Mayıs 2015

SOS-Dokumentarfilmpreis für Toto and his sisters Rumänischer Filmemacher Alexander Nanau bei DOK.fest ausgezeichnet

SOS-Dokumentarfilmpreis für Toto and his sisters Rumänischer Filmemacher Alexander Nanau bei DOK.fest ausgezeichnet(Mynewsdesk) Filmemacher Alexander Nanau (2.v.r) nimmt den SOS-Filmpreis beim DOK.Fest in München in Empfang. Personen von links nach rechts: Peider Defilla, Geschäftsführer B.O.A. Videoflimkunst, Michaela Braun, stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats SOS-Kinderdörfer weltweit, Alexander Nanau und der Moderator des Dok. Fests.


(https://www.xing.com/profile/PeiderA_Defilla)München – Der Dokumentarfilmpreis der SOS-Kinderdörfer weltweit geht 2015 an den rumänischen Filmemacher und Emmy-Preisträger Alexander Nanau für seinen Dokumentarfilm „Toto and his sisters“. Der Preis wurde im Rahmen des 30. Internationalen Dokumentarfilmfestival München (DOK.fest) am 16. Mai verliehen. Ziel des SOS-Preises ist es, den Blick von Filmemachern und der Öffentlichkeit stärker auf das kulturelle Umfeld zu lenken, in dem Kinder aufwachsen.


„Eine der größten Herausforderungen bei „Toto and His Sisters“ war es die Geschichte so zu erzählen, dass Zuschauer sich mit den jungen Protagonisten identifizieren können. Die Anerkennung des Films durch den SOS-Kinderdörfer-Filmpreis ist für mich wie ein Gütesiegel seitens einer Organisation, die seit Jahrzehnten darum kämpft, die Geschichten von Kindern aus fremden Kulturen begreifbar zu machen“, sagte Preisträger Alexander Nanau nach der Verleihung.


In „Toto and his sisters“ erzählt Nanau die schockierende Geschichte des 10-jährigen Toto, der am Rande der rumänischen Gesellschaft lebt. Seine Mutter sitzt in Haft, die ältere Schwester Ana (17) spritzt Heroin und die zweite Schwester Andrea (15) flieht immer wieder aus der vermeintlichen Familie. Der kleine Toto kämpft tagtäglich darum, seine Würde in diesem unfassbar harten Umfeld zu behalten. Er befreit sich in kleinen Schritten, begleitet von einem erwachsenen Freund, aus diesem Milieu, indem er Tanzen, Lesen und Schreiben lernt.


„Schonungslos zeigt der Film, was es für Kinder heißt, wenn die Drogensucht die gesamten Familienbande zerstört. Manchmal ist Familie für Kinder auch der gefährlichste Ort der Welt“, urteilte die Jury über den Film. „Die große Leistung des Films besteht in der Nähe zu seinen Protagonisten und der Intensität mit der die Zuschauer in diese Welt eintauchen. Ein berührender, schockierender Film, aber auch ein mutiger und hoffnungsvoller Film, der die kindliche Souveränität zum Thema macht.“


Die Jury war unter anderem besetzt mit Prof. Dr. Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, Sonja Scheider, Dokumentarabteilung BR/Arte, Preisträgerin des Deutschen Fernsehpreises und Redakteurin des Oscar-prämierten Dokumentarfilms „Citizenfour“, Prof. Peter Arens, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Kultur, Geschichte und Wissenschaft.

Der Dokumentarfilmpreis der SOS-Kinderdörfer weltweit (München) wird zum zweiten Mal verliehen. Er ist mit 3000 Euro dotiert und wird von B.O.A. Videofilmkunst GmbH, München, gestiftet.


„Die Arbeit der SOS-Kinderdörfer bedeutet mehr, als Kindern ein Zuhause zu geben. Es geht auch um die Stärkung des Umfeldes, in dem die Kinder aufwachsen, um den Erhalt kindlicher Lebens- und Kulturräume. Das Dokumentieren dieser kindlichen Lebenswelten möchten wir mit dem Preis voran- und damit auch diese Kulturräume den Menschen näher bringen“, begründete Dr. Wilfried Vyslozil, Vorstand der Hilfsorganisation, die Verleihung des Preises.


Das DOK.fest in München ist eines der großen Festivals in Europa für den internationalen, künstlerisch anspruchsvollen und gesellschaftlich relevanten Dokumentarfilm.


Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Aus dem ersten Kinderdorf in Imst/Tirol entstand eine global agierende Organisation. Sie ist heute mit 555 Kinderdörfern und mehr als 1.800 weiteren SOS-Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 134 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.


Weitere Fragen an:

Christine Kehrer

Head of TV/Video

SOS-Kinderdörfer weltweit

Ridlerstraße 55, 80339 München

Tel.: +089/179 14-262

christine.kehrer@sos-kd.org


www.sos-kinderdoerfer.de


Diese Pressemitteilung (http://www.mynewsdesk.com/de/sos-kinderdoerfer-weltweit/pressreleases/sos-dokumentarfilmpreis-fur-toto-and-his-sisters-rumaenischer-filmemacher-alexander-nanau-bei-dok-fest-ausgezeichnet-1162039) wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im SOS-Kinderdörfer weltweit (http://www.mynewsdesk.com/de/sos-kinderdoerfer-weltweit).


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Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit 550 Kinderdörfern und mehr als 1.800 SOS-Zusatzeinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 133 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.


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