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3 Temmuz 2015

Griechenland: Mit dem Grexit droht Unheil für tausende Familien/ Interview mit dem Leiter der SOS-Kinderdörfer Griechenland George Protopapas

Griechenland: Mit dem Grexit droht Unheil für tausende Familien/ Interview mit dem Leiter der SOS-Kinderdörfer Griechenland George Protopapas(Mynewsdesk) Foto: George Protopapas, Leiter der SOS-Kinderdörfer Griechenland. Bild: SOS-Archiv


Athen – Langzeitarbeitslosigkeit, geschlossene Banken und der drohende Grexit. Viele Griechen sind in Panik. Zurzeit bitten fünfzigmal so viele Familien die SOS-Kinderdörfer um Hilfe als noch vor der Krise. Berichtet der Leiter der SOS-Kinderdörfer in Griechenland, George Protopapas, im Interview.


Herr Protopapas, Griechenland steckt seit Jahren in der Krise. Wie sehr leiden griechische Familien unter der Krise?

Aktuell ist die Situation in den meisten Familien sehr angespannt. Die Ungewissheit, wie es für Griechenland weitergeht, ist für die Familien eine extreme psychische Belastung. Außerdem drohen viele Familien auseinanderzubrechen, weil sie dem Druck von Langzeitarbeitslosigkeit und Armut nicht standhalten können. Viele Eltern sind seit drei oder vier Jahren arbeitslos und haben überhaupt keine Perspektive. Darunter leiden besonders die Kinder. Viele werden verlassen oder vernachlässigt.


Seit dem Wochenende hat sich die Situation verschlimmert. Was würde ein Grexit für Griechenland bedeuten?

Der Grexit ist seit dem Wochenende kein fernes Szenario mehr, sondern womöglich nahende Zukunft. Das wird die soziale Not in Griechenland drastisch verschlimmern. Ich befürchte für die Familien das Schlimmste. Noch mehr Menschen werden ihre Arbeit verlieren. Ein Grexit wird meiner Meinung nach die Wirtschaft in Griechenland wieder auf den Stand der 60er Jahre katapultieren. Die staatliche Sozialhilfe wird zusammenbrechen. Es wird Massenarbeitslosigkeit geben. Ich denke, es wird ähnlich sein wie in manchen osteuropäischen Ländern in den Jahren nach dem Zusammenbruch des Kommunismus.


Wie ist die Situation in den Hilfsprogrammen der SOS-Kinderdörfer?

Immer mehr Familien suchen die Hilfe von SOS. Zurzeit unterstützen wir fünfzigmal so viele Familien wie vor der Krise. Es haben schon tausende Eltern bei uns angefragt, ob sie ihre Kinder in einem der Kinderdörfer in Obhut geben könnten. Viele Eltern haben einfach nicht mehr das Geld, ordentlich für ihre Kinder zu sorgen. Manchmal fehlt sogar das Geld für Essen.


Die SOS-Kinderdörfer finanzieren sich durch Spenden. Sind die Spenden zurückgegangen?

Natürlich! Woher sollen denn die Spenden kommen? Viele Unternehmen sind Pleite gegangen. Die Arbeitslosigkeit ist gigantisch. Gerade im Bereich der privaten Spenden rechnen wir damit, dass 65 Prozent der Spenden wegfallen. Nun sind die Banken geschlossen. Jeder kann nur 60 Euro abheben. Wenn man eine vier- oder fünfköpfige Familie ernähren muss, dann bleibt nicht mehr viel zum Spenden übrig. Die kleinen Spenden von Familien werden also völlig wegfallen. Aber gerade jetzt brauchen wir dringend Geld, um viele arme Familien zu unterstützen.


Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft des Landes?

Ich wünsche mir, dass wir diese große Herausforderung meistern. Dafür müssen wir genau analysieren, was uns in diese Schwierigkeiten gebracht hat. Da müssen wir ansetzen und das Land verändern. Unsere Kinder brauchen eine Zukunft!


München, 02.07.15


Weitere Informationen:

Louay Yassin

Pressesprecher

SOS-Kinderdörfer weltweit

Tel.: 089/179 14-259

E-Mail: louay.yassin@sos-kd.org

www.sos-kinderdoerfer.de


Diese Pressemitteilung (http://www.mynewsdesk.com/de/sos-kinderdoerfer-weltweit/pressreleases/griechenland-mit-dem-grexit-droht-unheil-fur-tausende-familien-interview-mit-dem-leiter-der-sos-kinderdoerfer-griechenland-george-protopapas-1187332) wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im SOS-Kinderdörfer weltweit (http://www.mynewsdesk.com/de/sos-kinderdoerfer-weltweit).


Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/syf9q1


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Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit 550 Kinderdörfern und mehr als 1.800 SOS-Zusatzeinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 133 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.


Kontakt

SOS-Kinderdörfer weltweit

Louay Yassin

Ridlerstr. 55

80339 München

089 17914 259

louay.yassin@sos-kd.org

http://shortpr.com/syf9q1



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8 Ocak 2015

Die "Salzburger Wärmestube" hilft - SalzburgerInnen helfen mit!

Die "Salzburger Wärmestube" hilft - SalzburgerInnen helfen mit! -

Wärme und Geborgenheit für bedürftige Menschen


Die
Salzburger Wärmestube


Der Weg in die Armut ist oft schneller beschritten als man es sich vorstellen kann. Arbeitslosigkeit, Einkommenseinbußen, unterdurchschnittliche Erwerbseinkommen bei überdurchschnittlich hohen Lebenshaltungskosten, (Aus-)Bildungsstand, Schicksalsschläge, die Folgen der Wirtschaftskrise – sehr schnell geht es nur noch ums nackte Überleben.

Als private Initiative hilft die “salzburger wärmestube” Menschen in Not mit dem Notwendigsten in vielen Belangen und wird tatkräftig von den Bürgern des gesamten Bundeslandes unterstützt. Die Zahl jener, die hierher kommen, steigt dramatisch – Jahr für Jahr!


Die Menschen zählen auf Unterstützung!


Der Verein “salzburger wärmestube” bringt jeden Donnerstag und am Wochenende hunderte, warme Mahlzeiten auf den Tisch. Auch an Feiertagen, wenn andere Einrichtungen geschlossen haben, sind die Türen geöffnet. Bis Jahresende werden es heuer insgesamt knapp 14.000 Essensausgaben sein.

Die Bilanz ist erschreckend und macht nachdenklich: Die “salzburger wärmestube” verzeichnet innerhalb des Jahres einen Anstieg von 22%! Im Vorjahr waren es knapp 20%. Was sich nicht geändert hat, sind die Rahmenbedingungen, in denen die “salzburger wärmestube” das Pensum an Hilfe bewältigt.


Anlaufstelle für Essen und noch vieles mehr


Die Menschen, die die “salzburger wärmestube” aufsuchen, sind obdachlos oder bedürftig.

Menschen unterschiedlichsten Alters, Schicht oder Nationalität kommen – aus finanzieller Not – mehrmals im Monat hierher essen. Den Hauptanteil nehmen Menschen zwischen 25 und 50 Jahren ein. Jene, die hierherkommen, suchen und finden einen Ort der Begegnung, ein soziales Netz und wenigstens ein paar Stunden Wärme und Geborgenheit. Für alltägliche Bedürfnisse, wie duschen oder Wäsche waschen, ist hier ebenso gesorgt.

Was augenscheinlich ins Gewicht fällt, ist der steigende Bedarf und die Inanspruchnahme von Unterstützung im Umgang mit Behörden. Sei es der Weg zum Sozialamt, zum Finanzamt, zur Polizei oder auch wenn es um Wohnungssuche geht, hilft die “salzburger wärmestube” weiter. Und das hat sich herumgesprochen.


Mit 10 Euro ein wenig Wärme spenden – an Salzburger Christkindlmärkten


Auch heuer besteht wieder die Möglichkeit, die “salzburger wärmestube” am Salzburger Christkindlmarkt und am Adventzauber Hellbrunn zu unterstützen. Alle Spendenfreudigen haben die Möglichkeit, für 10 Euro ein Wärmekissen in Form eines Herzens zu erstehen. Der Erlös dieser Aktion geht wie auch alle anderen Spenden zu 100% an die Initiative! Als Höhepunkt der Spendenaktion hat sich auch heuer wieder DJ Ötzi bereit erklärt, in Rahmen des Adventzaubers Hellbrunn ein Benefizkonzert zu geben – 22.12. um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei!


Privatinitiative zum großen Teil von Salzburgern unterstützt


Selbstverständlich ist die “salzburger wärmestube” als Privatinitiative auf die Hilfe und Unterstützung von Spendern angewiesen. Ohne die großzügige und unbürokratische Hilfe unserer Spender könnten wir nicht helfen. Und trotzdem wird die Not vieler Menschen Jahr für Jahr größer. Einrichtungen wie die “salzburger wärmestube” sind für viele oft der letzte Anker in der Gesellschaft. Mehr denn je platzen wir manchmal wirklich aus allen Nähten”, sagt Johannes Orsini-Rosenberg, Vizeobmann des Vereins.

“Was uns sehr positiv überrascht, ist der große Anteil der Spenden aus dem gesamten Bundesland Salzburg. 30-40% der gesamten Geldspenden des vergangenen Jahres werden von SalzburgerInnen geleistet! Das freut uns besonders”, so Orsini-Rosenberg. Dazu kommt ein großer Anteil von Natural-Spenden und Service-Spenden bzw. Arbeitsdienste wie z.B. die Mithilfe in der Küche der “salzburger wärmestube” und selbstverständlich die Untersützung einiger Sponsoren – Salzburger Unternehmen – mit deren Hilfe die Initiative immer mehr einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden kann.


Mit dem Bus gut erreichbar


Zu finden ist die “salzburger wärmestube” in der Ignaz-Harrer-Str. 83a in einem Nebengebäude im Einfahrtsbereich der Christian-Doppler-Klinik, die Obuslinie 4 hält ganz in der Nähe.


Spendenkonto

“salzburger wärmestube”

Bank: Salzburger Sparkasse

IBAN: AT76 2040 4000 4092 1728

BIC: SBGSAT2SB


Kontakt für Fragen und die Koordination von Sachspenden

Johannes Orsini-Rosenberg, Tel. 0664 103 00 00

Ernst Flatscher, Tel. 0650 510 36 20


Mehr Infos unter: http://www.waermestube.at/


Die “salzburger wärmestube” bringt an jedem Wochenende, genau in jenen Zeiten, in denen andere Einrichtungen nicht geöffnet sind, täglich bis zu 250 warme Mahlzeiten auf den Tisch und gibt bedürftigen Menschen unterschiedlichster Schicht und Alters einen Ort der Begegnung, ein soziales Netz und zumindest ein paar Stunden Wärme und Geborgenheit. Auch für alltägliche Bedürfnisse wie duschen oder fürs Wäschewaschen ist mit entsprechenden Einrichtungen gesorgt.


Kontakt

Salzburger Wärmestube

Johannes Orsini-Rosenberg

Ignaz-Harrer-Str. 71

5020 Salzburg

+43 (0)664 103 00 00

marie@orsini-rosenberg.info


http://www.waermestube.at



Die "Salzburger Wärmestube" hilft - SalzburgerInnen helfen mit!