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19 Kasım 2015

SOS-Kinderdörfer: Patensuche im Wartezimmer

(Mynewsdesk) Kooperation mit TV-Wartezimmer mit 11 Projektfilmen, Nachrichten & Patenspot ausgebaut


Das große Leid der Kriegs- und Flüchtlingskinder ist längst in Europa angekommen: Die Gewalt in Syrien bedroht das Leben unzähliger Kinder, tausende stranden täglich an der EU-Grenze. Und in Griechenland lebt aufgrund der Krise mittlerweile schon jedes dritte Kind in Armut.


Mit dem Slogan „Werden Sie Pate: Helfen ab 50 Cent pro Tag!“ ruft ein neuer Patenspot der SOS-Kinderdörfer weltweit im TV-Wartezimmer®-Programm im Dezember zur Unterstützung auf. Denn eine SOS-Patenschaft ermöglicht einem Kind ein liebevolles, sicheres Zuhause in einem der über 560 SOS-Kinderdörfer weltweit. „Als Europas größtes Gesundheits-Netzwerk liegt uns auch das Wohl von Kindern und Jugendlichen am Herzen. Somit ist für uns die Unterstützung der SOS-Kinderdörfer weltweit selbstverständlich, damit Kinder gesund und glücklich in einer Familie und Gemeinschaft aufwachsen können“, erklärt Markus Spamer, Gründer und Geschäftsführer von TV-Wartezimmer®, der ein nachhaltiges, soziales Engagement als Teil seiner langfristigen Unternehmensstrategie sieht.


Die seit fast fünf Jahren bestehende Kooperation zwischen den SOS-Kinderdörfern weltweit und TV-Wartezimmer® wurde nun weiter ausgebaut: Mittlerweile stellen bereits elf Filme mit etwa drei Minuten Spielzeit, die im TV-Wartezimmer®-Rahmenprogramm im monatlichen Wechsel auf allen Standorten ausgestrahlt werden, die Arbeit der SOS-Kinderdörfer weltweit vor – teilweise mit überraschenden Einblicken für den Laien, wie weit die Spanne der Arbeit der Kinderhilfsorganisation reicht. Ergänzend dazu werden monatlich aktualisierte SOS-Kinderdörfer-Nachrichten á ca. 90 Sekunden gezeigt mit je drei Meldungen über die Arbeit der SOS-Kinderdörfer bzw. aktuelle Ereignisse.


„Wir freuen uns sehr, dass unser kompetenter Medienpartner TV-Wartezimmer neben unseren informativen Filmen und aktuellen News über die SOS-Arbeit nun auch einen Patenaufruf einem breiten Publikum vorstellt!“, erklärt Dr. Wilfried Vyslozil, Vorstand der SOS-Kinderdörfer weltweit. „Die SOS-Kinderdörfer leisten seit über 60 Jahren dringend erforderliche Hilfe für extrem arme Kinder und Familien – in ihren Heimatländern, in Krisengebieten und auf der Flucht. Da sich diese Arbeit hauptsächlich über private Spenden finanziert, verdanken unzählige Kinder in Not die Hilfe und Chance auf eine bessere Zukunft Paten und Spendern.“


München, 19. November 2015


Diese Pressemitteilung (http://www.mynewsdesk.com/de/sos-kinderdoerfer-weltweit/pressreleases/sos-kinderdoerfer-patensuche-im-wartezimmer-1256587) wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im SOS-Kinderdörfer weltweit (http://www.mynewsdesk.com/de/sos-kinderdoerfer-weltweit).


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Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit 560 Kinderdörfern und fast 1.900 SOS-Zusatzeinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 134 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.


Kontakt

SOS-Kinderdörfer weltweit

Louay Yassin

Ridlerstr. 55

80339 München

089 17914 259

louay.yassin@sos-kd.org

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SOS-Kinderdörfer: Patensuche im Wartezimmer

3 Temmuz 2015

Griechenland: Mit dem Grexit droht Unheil für tausende Familien/ Interview mit dem Leiter der SOS-Kinderdörfer Griechenland George Protopapas

Griechenland: Mit dem Grexit droht Unheil für tausende Familien/ Interview mit dem Leiter der SOS-Kinderdörfer Griechenland George Protopapas(Mynewsdesk) Foto: George Protopapas, Leiter der SOS-Kinderdörfer Griechenland. Bild: SOS-Archiv


Athen – Langzeitarbeitslosigkeit, geschlossene Banken und der drohende Grexit. Viele Griechen sind in Panik. Zurzeit bitten fünfzigmal so viele Familien die SOS-Kinderdörfer um Hilfe als noch vor der Krise. Berichtet der Leiter der SOS-Kinderdörfer in Griechenland, George Protopapas, im Interview.


Herr Protopapas, Griechenland steckt seit Jahren in der Krise. Wie sehr leiden griechische Familien unter der Krise?

Aktuell ist die Situation in den meisten Familien sehr angespannt. Die Ungewissheit, wie es für Griechenland weitergeht, ist für die Familien eine extreme psychische Belastung. Außerdem drohen viele Familien auseinanderzubrechen, weil sie dem Druck von Langzeitarbeitslosigkeit und Armut nicht standhalten können. Viele Eltern sind seit drei oder vier Jahren arbeitslos und haben überhaupt keine Perspektive. Darunter leiden besonders die Kinder. Viele werden verlassen oder vernachlässigt.


Seit dem Wochenende hat sich die Situation verschlimmert. Was würde ein Grexit für Griechenland bedeuten?

Der Grexit ist seit dem Wochenende kein fernes Szenario mehr, sondern womöglich nahende Zukunft. Das wird die soziale Not in Griechenland drastisch verschlimmern. Ich befürchte für die Familien das Schlimmste. Noch mehr Menschen werden ihre Arbeit verlieren. Ein Grexit wird meiner Meinung nach die Wirtschaft in Griechenland wieder auf den Stand der 60er Jahre katapultieren. Die staatliche Sozialhilfe wird zusammenbrechen. Es wird Massenarbeitslosigkeit geben. Ich denke, es wird ähnlich sein wie in manchen osteuropäischen Ländern in den Jahren nach dem Zusammenbruch des Kommunismus.


Wie ist die Situation in den Hilfsprogrammen der SOS-Kinderdörfer?

Immer mehr Familien suchen die Hilfe von SOS. Zurzeit unterstützen wir fünfzigmal so viele Familien wie vor der Krise. Es haben schon tausende Eltern bei uns angefragt, ob sie ihre Kinder in einem der Kinderdörfer in Obhut geben könnten. Viele Eltern haben einfach nicht mehr das Geld, ordentlich für ihre Kinder zu sorgen. Manchmal fehlt sogar das Geld für Essen.


Die SOS-Kinderdörfer finanzieren sich durch Spenden. Sind die Spenden zurückgegangen?

Natürlich! Woher sollen denn die Spenden kommen? Viele Unternehmen sind Pleite gegangen. Die Arbeitslosigkeit ist gigantisch. Gerade im Bereich der privaten Spenden rechnen wir damit, dass 65 Prozent der Spenden wegfallen. Nun sind die Banken geschlossen. Jeder kann nur 60 Euro abheben. Wenn man eine vier- oder fünfköpfige Familie ernähren muss, dann bleibt nicht mehr viel zum Spenden übrig. Die kleinen Spenden von Familien werden also völlig wegfallen. Aber gerade jetzt brauchen wir dringend Geld, um viele arme Familien zu unterstützen.


Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft des Landes?

Ich wünsche mir, dass wir diese große Herausforderung meistern. Dafür müssen wir genau analysieren, was uns in diese Schwierigkeiten gebracht hat. Da müssen wir ansetzen und das Land verändern. Unsere Kinder brauchen eine Zukunft!


München, 02.07.15


Weitere Informationen:

Louay Yassin

Pressesprecher

SOS-Kinderdörfer weltweit

Tel.: 089/179 14-259

E-Mail: louay.yassin@sos-kd.org

www.sos-kinderdoerfer.de


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Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit 550 Kinderdörfern und mehr als 1.800 SOS-Zusatzeinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 133 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.


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Louay Yassin

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http://www.pr-gateway.de/media/primage/262139.jpgGriechenland: Mit dem Grexit droht Unheil für tausende Familien/ Interview mit dem Leiter der SOS-Kinderdörfer Griechenland George Protopapas

18 Mayıs 2015

SOS-Dokumentarfilmpreis für Toto and his sisters Rumänischer Filmemacher Alexander Nanau bei DOK.fest ausgezeichnet

SOS-Dokumentarfilmpreis für Toto and his sisters Rumänischer Filmemacher Alexander Nanau bei DOK.fest ausgezeichnet(Mynewsdesk) Filmemacher Alexander Nanau (2.v.r) nimmt den SOS-Filmpreis beim DOK.Fest in München in Empfang. Personen von links nach rechts: Peider Defilla, Geschäftsführer B.O.A. Videoflimkunst, Michaela Braun, stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats SOS-Kinderdörfer weltweit, Alexander Nanau und der Moderator des Dok. Fests.


(https://www.xing.com/profile/PeiderA_Defilla)München – Der Dokumentarfilmpreis der SOS-Kinderdörfer weltweit geht 2015 an den rumänischen Filmemacher und Emmy-Preisträger Alexander Nanau für seinen Dokumentarfilm „Toto and his sisters“. Der Preis wurde im Rahmen des 30. Internationalen Dokumentarfilmfestival München (DOK.fest) am 16. Mai verliehen. Ziel des SOS-Preises ist es, den Blick von Filmemachern und der Öffentlichkeit stärker auf das kulturelle Umfeld zu lenken, in dem Kinder aufwachsen.


„Eine der größten Herausforderungen bei „Toto and His Sisters“ war es die Geschichte so zu erzählen, dass Zuschauer sich mit den jungen Protagonisten identifizieren können. Die Anerkennung des Films durch den SOS-Kinderdörfer-Filmpreis ist für mich wie ein Gütesiegel seitens einer Organisation, die seit Jahrzehnten darum kämpft, die Geschichten von Kindern aus fremden Kulturen begreifbar zu machen“, sagte Preisträger Alexander Nanau nach der Verleihung.


In „Toto and his sisters“ erzählt Nanau die schockierende Geschichte des 10-jährigen Toto, der am Rande der rumänischen Gesellschaft lebt. Seine Mutter sitzt in Haft, die ältere Schwester Ana (17) spritzt Heroin und die zweite Schwester Andrea (15) flieht immer wieder aus der vermeintlichen Familie. Der kleine Toto kämpft tagtäglich darum, seine Würde in diesem unfassbar harten Umfeld zu behalten. Er befreit sich in kleinen Schritten, begleitet von einem erwachsenen Freund, aus diesem Milieu, indem er Tanzen, Lesen und Schreiben lernt.


„Schonungslos zeigt der Film, was es für Kinder heißt, wenn die Drogensucht die gesamten Familienbande zerstört. Manchmal ist Familie für Kinder auch der gefährlichste Ort der Welt“, urteilte die Jury über den Film. „Die große Leistung des Films besteht in der Nähe zu seinen Protagonisten und der Intensität mit der die Zuschauer in diese Welt eintauchen. Ein berührender, schockierender Film, aber auch ein mutiger und hoffnungsvoller Film, der die kindliche Souveränität zum Thema macht.“


Die Jury war unter anderem besetzt mit Prof. Dr. Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, Sonja Scheider, Dokumentarabteilung BR/Arte, Preisträgerin des Deutschen Fernsehpreises und Redakteurin des Oscar-prämierten Dokumentarfilms „Citizenfour“, Prof. Peter Arens, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Kultur, Geschichte und Wissenschaft.

Der Dokumentarfilmpreis der SOS-Kinderdörfer weltweit (München) wird zum zweiten Mal verliehen. Er ist mit 3000 Euro dotiert und wird von B.O.A. Videofilmkunst GmbH, München, gestiftet.


„Die Arbeit der SOS-Kinderdörfer bedeutet mehr, als Kindern ein Zuhause zu geben. Es geht auch um die Stärkung des Umfeldes, in dem die Kinder aufwachsen, um den Erhalt kindlicher Lebens- und Kulturräume. Das Dokumentieren dieser kindlichen Lebenswelten möchten wir mit dem Preis voran- und damit auch diese Kulturräume den Menschen näher bringen“, begründete Dr. Wilfried Vyslozil, Vorstand der Hilfsorganisation, die Verleihung des Preises.


Das DOK.fest in München ist eines der großen Festivals in Europa für den internationalen, künstlerisch anspruchsvollen und gesellschaftlich relevanten Dokumentarfilm.


Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Aus dem ersten Kinderdorf in Imst/Tirol entstand eine global agierende Organisation. Sie ist heute mit 555 Kinderdörfern und mehr als 1.800 weiteren SOS-Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 134 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.


Weitere Fragen an:

Christine Kehrer

Head of TV/Video

SOS-Kinderdörfer weltweit

Ridlerstraße 55, 80339 München

Tel.: +089/179 14-262

christine.kehrer@sos-kd.org


www.sos-kinderdoerfer.de


Diese Pressemitteilung (http://www.mynewsdesk.com/de/sos-kinderdoerfer-weltweit/pressreleases/sos-dokumentarfilmpreis-fur-toto-and-his-sisters-rumaenischer-filmemacher-alexander-nanau-bei-dok-fest-ausgezeichnet-1162039) wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im SOS-Kinderdörfer weltweit (http://www.mynewsdesk.com/de/sos-kinderdoerfer-weltweit).


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Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit 550 Kinderdörfern und mehr als 1.800 SOS-Zusatzeinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 133 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.


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Louay Yassin

Ridlerstr. 55

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31 Mart 2015

Hoffnungen liegen auf internationaler Geberkonferenz für Syrien

Hoffnungen liegen auf internationaler Geberkonferenz für Syrien (Mynewsdesk) Bild: Der Chef des Nothilfeteams der SOS-Kinderdörfer in Damaskus, Ahmad Mahmoud Hussein beim Besuch eines Binnenflüchtlingcamps in Damaskus.


Damaskus/München Die Zahl der Asylanträge für die Industrieländer hat mit geschätzten 866.000 einen alarmierenden Höchststand erreicht. Mehr Asylbewerber gab es seit 1992 nicht mehr. Die meisten Flüchtlinge kommen derzeit aus Syrien. Die Not der Menschen dort spitzt sich weiter zu. Es fehlt an Lebensmitteln, Medizin, Schulbildung, Arbeit und vor allem Sicherheit.

Der Chef des Nothilfeteams der SOS-Kinderdörfer in Damaskus, Ahmad Mahmoud Hussein, spricht über die Lage vor Ort und appelliert an die internationale Gemeinschaft auf der Geberkonferenz in Kuwait: “Nur mit zuverlässiger finanzieller Hilfe kann den 12 Millionen syrischen Flüchtlingen geholfen werden”.


Wie ist die allgemeine Lage in Damaskus?


Hussein: In den umkämpften Gebieten sind die Menschen gefangen. Nur die wenigen, die noch eine Arbeit haben und dafür in andere Bezirke müssen, dürfen die Checkpoints nach Nerven aufreibenden Kontrollen passieren. Wir haben häufig keinen Zugang zu den Familien aufgrund der Gefechte der Kriegsparteien.


Was bedeutet das für die Kinder?


Hussein: Viele Eltern schicken ihre Kinder auch während der Feuerpausen nicht mehr zur Schule. Es ist schlicht zu gefährlich. Die Kinder werden an den Checkpoints der jeweiligen Kriegsparteien befragt. Kommt dabei raus, dass die Eltern die Gegenseite unterstützen, kann das schlimme Konsequenzen für alle haben.


Wie ist die Versorgungslage in den umkämpften Gebieten?


Hussein: Schlecht. Die Leute sind abhängig von Hilfslieferungen. Es gibt zwar noch Läden, aber dort ist häufig nichts mehr zu bekommen, weil die Versorgungswege abgeschnitten sind. Wenn es Waren gibt, sind sie meist unerschwinglich. Verschärft wird die Notlage der Menschen durch die hohe Arbeitslosigkeit oder weil der Versorger umgekommen ist. Oft müssen Großfamilien von einem Dollar am Tag leben.


Können die Hilfsorganisationen den Bedarf decken?


Hussein: Leider nicht. Wir können nur unterstützen, aber es ist nie genug. Die Not ist einfach zu groß. Mehr als 12 Millionen Syrer sind auf Hilfe angewiesen. Unsere Hoffnung liegt auf dringend notwendigen finanziellen Zusagen der internationalen Gemeinschaft der heutigen Geberkonferenz in Kuwait. Nur so können die Menschen in Syrien und in den Flüchtlingscamps der Nachbarstaaten unterstützt werden.


Wie verschafft sich das SOS-Nothilfeteam Zugang zu den umkämpften Gebieten um Lebensmittel zu verteilen?


Hussein: Das geht nur über zähe Verhandlungen mit beiden Kriegsparteien im Vorfeld einer Mission. Da die SOS-Kinderdörfer schon lange vor Ort arbeiten und Leute in den betreffenden Vierteln kennen, wissen beide Seiten, dass wir neutral sind und jedem helfen. (mehr …)



http://www.prmaximus.de/template/media/mod_article/article/123216_0_400.jpgHoffnungen liegen auf internationaler Geberkonferenz für Syrien