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27 Kasım 2015

Zwei AGRAVIS-Groß- und Außenhändler schließen mit Note 1 ab

Mit „sehr gut“ haben die beiden Auszubildenden der AGRAVIS Raiffeisen AG (http://www.agravis.de), David Major und Felix Achtermann, ihre Ausbildung zum Groß- und Außenhändler bestanden. Die Industrie- und Handelskammer ehrte die besten Auszubildenden jetzt im Rathaus von Münster. Obwohl beide dieselbe Ausbildung machten, sind sie nun auf ganz verschiedenen Wegen unterwegs.


David Major ist 22 Jahre alt, kommt aus Münster-Roxel und arbeitet seit Anfang dieses Jahres im Bereich Futtermittelspezialprodukte (https://www.agravis.de/de/tiere/futtermittel/index.html). Er kümmert sich um die Disposition und Abwicklung von Kundenaufträgen aus dem Ausland. „Mein Job ist sehr vielfältig und oft weiß ich nicht, was mich am Telefon erwartet“, erzählt der junge Kaufmann. Er bearbeitet nicht nur Kundenaufträge aus dem Ausland, sondern kümmert sich auch um Rechnungen, Preislisten, Transportdokumente und Bescheinigungen für das Zollamt. „Wenn wir etwa in den Sudan oder nach Saudi-Arabien liefern, brauchen wir eine entsprechende Bescheinigung“, erklärt der 22-Jährige.


Felix Achtermann kommt aus Warendorf und hat ebenfalls seine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann mit „sehr gut“ bestanden. Er ist seit Juni dieses Jahres bei der Veravis GmbH (http://www.veravis.de/home/), eine Tochtergesellschaft der AGRAVIS Raiffeisen AG, im Bereich Energiemanagement tätig. Parallel zur täglichen Arbeit studiert er im Rahmen des Dualen Studiums Betriebswirtschaftslehre an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Münster. Zurzeit kümmert er sich vor allem um interne und externe Energie-Audits, also um Dokumente, die den Energieverbrauch nachweisen, und um Terminkoordination mit den Standorten und Behörden. „Meine Kollegen trauen mir viel zu und ich finde es toll, dass ich das Unternehmen bei dem gesamten Energiemanagement-Prozess begleiten darf“, meint Felix Achtermann.


Zwei ganz verschiedene Wege, die sich für die beiden 22-Jährigen ergeben haben. Ab 2017 möchte Felix Achtermann weiter studieren und vielleicht sogar ins Ausland gehen. Falls sich diese Pläne mit AGRAVIS verbinden lassen, wäre das eine tolle Lösung für ihn. David Major hingegen möchte gern im Bereich Futtermittelspezialprodukte bei der AGRAVIS bleiben und weitere Aufgaben und Verantwortung übernehmen.


Als großer Arbeitgeber (https://www.agravis.de/de/jobs_karriere/index.html) in der Region hat die AGRAVIS Raiffeisen AG vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten anzubieten. Der AGRAVIS-Konzern hat mehr als 6.000 Mitarbeiter, aktuell sind 533 davon Auszubildende. Das entspricht aktuell einer Ausbildungsquote von rund 9 Prozent. Die Bandbreite an Ausbildungsmöglichkeiten bei dem zweitgrößten deutschen Agrarhandelsunternehmen ist groß. Sie reicht von kaufmännischen Berufen über die gewerblich-technische Sparte sowie chemisch-pharmazeutische Berufe bis hin zu dualen Studiengängen. Insgesamt stehen 16 Ausbildungsgänge zur Wahl. Eine Ausbildungs-Webseite (https://www.agravis.de/de/jobs_karriere/azubiportal/index.html) mit allen wichtigen Informationen sowie einem von Auszubildenden selbst mitentwickelten Imagefilm unterstützt die zielgruppenspezifische Ansprache der Schülerinnen und Schüler.


Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Kernsegmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie, Bauservice und Raiffeisen-Märkte.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG erwirtschaftet mit 6.100 Mitarbeitern 7,4 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit rund 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Unternehmenssitze sind Hannover und Münster.

www.agravis.de


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AGRAVIS Raiffeisen AG

Bernd Homann

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bernd.homann@agravis.de

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Zwei AGRAVIS-Groß- und Außenhändler schließen mit Note 1 ab

24 Kasım 2015

Spezialaufträge in den AGRAVIS-Techniken nehmen zu: "Anders ist angesagt"

Kundenwünsche können sehr individuell und speziell sein. Das stellte auch Nils Zalter von der AGRAVIS Technik BvL GmbH (http://www.agravis-technik-bvl.de/de/bvl/navi/aktuelles_33/) in Meppen unlängst fest. Ein Kunde aus den Niederlanden, der demnächst nach Kanada auswandern wird, kam in die Werkstatt und suchte einen Schlepper, der bodenschonend arbeitet. Das gesamte Team der AGRAVIS-Technik (https://www.agravis.de/de/technik/index.html) machte sich ans Werk. Sie bauten mit der Unterstützung des Unternehmens „Soucy Track“ ein neues Fahrwerk unter den Schlepper. Mit diesen raupenähnlichen Rädern wird das Gewicht des Schleppers besser verteilt und es ermöglicht eine schonendere Bodenbearbeitung. Glücklich ließ der Kunde das Gefährt in die Niederlande und später nach Kanada verschiffen, wo er es auf seiner Farm einsetzen will.


Spezialaufträge in der Technik-Gruppe der AGRAVIS Raiffeisen AG (http://www.agravis.de) nehmen pro Jahr um rund 3 Prozent zu. „Verkäufer müssen heute den individuellen Kundenwünschen nachkommen und dazu die Produkte noch preislich attraktiv anbieten“, erklärt Dieter Ressemann, Leiter für Kommunaltechnik bei der AGRAVIS Technik Münsterland GmbH (http://www.agravis-technik-muensterland.de/de/tml/navi_muensterland/aktuelles_19/). Er verzeichnet immer mehr individuelle Anfertigungen. „Neulich hatte ich eine Kundin, die einen Aufsitzmäher mit einem riesigen Fangkorb suchte. Zudem sollte die Maschine für den Winterdienst geeignet sein. Wir versuchen immer, die Kundenwünsche zu erfüllen.“


Eine ganz besondere Herausforderung waren die Anfragen von Frank Schwellnus. Der 54-Jährige verlor durch einen Unfall seinen rechten Arm und links blieb ihm nur der Oberarm. Trotzdem ist er voll berufsfähig und arbeitet seit vielen Jahren als Garten- und Landschaftspfleger in Gelsenkirchen. Dabei gehört das Fahren von verschiedenen Maschinen zu seinen Aufgaben. Die Mitarbeiter der AGRAVIS Technik Münsterland GmbH vermittelten Kontakt zum Hersteller. Das Hersteller-Team baute einen Kommunaltraktor mit einer spiegelverkehrten Steuerung, sodass er alles mit links bedienen kann. Die Mitarbeiter der AGRAVIS Technik rüsteten zusätzlich noch andere Geräte für den Kunden um. „Es sind vor allem die Kleinigkeiten, an die wir denken müssen“, betont Andreas Günnewig, der Frank Schwellnus berät und mit ihm nach neuen Lösungen und Möglichkeiten sucht.


Woher wissen die Technik-Mitarbeiter, was zu tun ist? Haben sie eine Spezialausbildung bekommen? „Die Basis unserer Kundenberater ist eine gute und qualifizierte Landmaschinen-Ausbildung. Bei Sonderwünschen ist Erfahrung gefragt. Vor allem kommt oft die Frage auf, welche Komponenten wir miteinander verbauen können und welche nicht. Wenn es mal ganz speziell wird, müssen wir auch manchmal Sachverständige hinzuziehen, die dann ihren Rat mit einbringen. Bisher haben wir aber immer eine Lösung gefunden“, erklärt Dieter Ressemann.


Auch bei der AGRAVIS Technik Sachsen-Anhalt/Brandenburg GmbH (http://www.agravis-technik-sa-brb.de/de/tsab/navi_sachsen_anhalt/startseite_6/index.html) stellt Volker Karbstein einen erhöhten Bedarf an Sonderanfertigungen für Kunden fest. „Es kommt immer häufiger vor, dass wir Standard-Maschinen umrüsten. Speziell für den Wald- oder Forsteinsatz statten wir oft die Kabinen der Fahrzeuge mit Schutzgittern aus“, beschreibt er seine Herausforderungen im Technik-Alltag. Dazu kämen noch Kunden, die ihre Maschine in ihrer Lieblingsfarbe haben möchten. „Das ist, als wenn Sie ein Auto kaufen. Kunden stecken da emotional ganz tief drin“, erklärt Karbstein. So ließen sie vor einigen Wochen eine Sämaschine in schwarz umlackieren.


„Es ist mittlerweile ein ganzer Strauß an Sonderausstattungen geworden, den wir unseren Kunden anbieten, um ihren Wünschen nachzukommen“, erklärt Gerd Schulz, Geschäftsführer der AGRAVIS Technik Holding GmbH. Dieser Trend war auch auf der Agritechnica, der weltgrößten Messe für Landtechnik in Hannover im November, spürbar. Landmaschinen werden nicht nur immer größer, sondern auch immer individueller. Dabei wird die enge Zusammenarbeit zwischen den Herstellern und Händlern immer wichtiger.


Die AGRAVIS Technik-Gruppe:

Die AGRAVIS Technik-Gruppe ist einer der führenden Handels- und Servicepartner rund um Landtechnik in Deutschland. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der Bereich einen Umsatz von 791 Mio. Euro. Rund 2.300 Mitarbeiter, davon 400 Auszubildende, sind in diesem Geschäftsfeld tätig. Sie leisteten im vergangenen Jahr 2,1 Millionen Servicestunden und verkauften 2.069 Traktoren an über 100 Standorten.


Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Kernsegmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie, Bauservice und Raiffeisen-Märkte.

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20 Kasım 2015

Weihnachtszeit: AGRAVIS-Adventskalender 2015 geht online

Es ist nicht mehr zu übersehen und zu überhören: Die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Die AGRAVIS Raiffeisen AG (http://www.agravis.de) wird auch in diesem Jahr wieder den beliebten Online-Adventskalender (https://www.agravis.de/de/ueber_agravis/konzern/aktionen_1/adventskalender/index.html) auf der Konzern-Website anbieten. Für vorweihnachtliche Stimmung und 24 Tage Spannung sorgen ab dem 1. Dezember wieder tolle Preise von AGRAVIS-Bereichen und Marken. Erstmals gibt es zudem einen großen Extrapreis, der unter allen Mitspielern verlost wird.


Die Nutzer können täglich mit einem Mausklick ein Türchen öffnen. Jeweils eine Marke beziehungsweise ein Bereich des Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmens präsentieren dort den Gewinn des Tages. Wer gewinnen möchte, muss nur eine Frage beantworten und die Antwort per Kontaktformular senden. Mit etwas Glück können die Mitspieler Preise wie etwa einen Gutschein für den Onlineshop raiffeisenmarkt24.de (http://www.raiffeisenmarkt24.de/), ein Tablet-Computer, aktuelle Smartphones, unter anderem ein Cat® S30 – ein modernes LTE-Smartphone mit echter Rugged-Ausstattung, oder Gartengeräte gewinnen. Am Ende wird unter allen Mitspielern noch ein Extragewinn, ein hochwertiger Rasentrecker, verlost.


Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Kernsegmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie, Bauservice und Raiffeisen-Märkte.

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15 Kasım 2015

"AGRAVIS-Cup bot Werbung für den Reitsport"

„Der AGRAVIS-Cup 2015 (https://www.agravis.de/de/ueber_agravis/konzern/sponsoring/agravis_cup/#ad-image-0) bot Werbung für den Reitsport.“ So fasste Dirk Bensmann, Vorstandsmitglied der AGRAVIS Raiffeisen AG (http://www.agravis.de), das viertägige Hallenturnier in der Oldenburger EWE-Arena zusammen. Das Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmen war zum zweiten Mal Titelsponsor dieser traditionsreichen Veranstaltung. „Schon im zweiten Jahr ist der AGRAVIS-Cup ein fester Begriff. Wir haben großartigen Sport gesehen und eine tolle Stimmung in der Halle erlebt“, sagte Bensmann.


Er überreichte zum Abschluss des Hallenturniers Maurice Tebbel einen Scheck über 1.000 Euro. Tebbel war der punktbeste Nachwuchsreiter bei den drei S-Springen während des AGRAVIS-Cups. Er zählt damit auch zum Favoritenkreis auf den AGRAVIS-Zukunftspreis 2016. Dieser Wettbewerb für Springreiter unter 25 Jahren, den die AGRAVIS im vergangenen Jahr ins Leben gerufen hat und auch damals Maurice Tebbel gewann, wird deutlich aufgewertet. Mit Nörten-Hardenberg wird neben Oldenburg und Münster ein drittes Turnier in die Wertung genommen. Ebenfalls neu: Der AGRAVIS-Zukunftspreis wird mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.


„Der Start im neuen Modus erfolgt im Januar 2016 beim K+K Cup in Münster, das Finale wird dann ab dem kommenden Jahr jeweils beim AGRAVIS-Cup in Oldenburg ausgetragen“, erläuterte Dirk Bensmann. „Ich bin schon sehr gespannt, ob Tebbel auch dann wieder vorne dabei sein wird oder andere Reiter aus der Garde der Top-Talente in den Fokus rücken.“ Die Ehrung jetzt beim AGRAVIS-Cup in Oldenburg war eine einmalige Sonderlösung, um in den neuen zeitlichen Rhythmus zu gelangen.


„Ich finde es sehr gut, dass die AGRAVIS-Gruppe ihr Engagement im Reitsport vor allem unter dem Gesichtspunkt der Nachwuchsförderung betrachtet“, erklärte der Junioren-Bundestrainer Markus Merschformann. „Nach meiner Überzeugung wird der Stellenwert des AGRAVIS-Zukunftspreises mit dem weiterentwickelten Konzept nochmals erhöht.“


„Insgesamt haben wir beim AGRAVIS-Cup 2015 spannende Wettbewerbe im Springen und in der Dressur gesehen“, sagte Bensmann. Neben vielen nationalen und internationalen Stars der Reitsportszene bot der AGRAVIS-Cup auch zahlreichen jungen Talenten aus der Region eine Bühne, um vor großem Publikum ihr Können zu zeigen. „Mir hat sehr gefallen, wie emotional das Publikum gerade auch die jungen Reiter immer wieder unterstützt hat“, beschrieb der AGRAVIS-Vorstand die gute Stimmung auf den Rängen. „Für mich haben die vier Tage erneut gezeigt, dass der Reitsport in Oldenburg und Umgebung eine enorme Breitenwirkung hat. Durch unsere Präsenz und die Unterstützung der regionalen Genossenschaften haben wir beim AGRAVIS-Cup vielerlei Kontakte mit Kunden und Geschäftspartnern pflegen können.“


Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Kernsegmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie, Bauservice und Raiffeisen-Märkte.

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11 Haziran 2015

Anhaltende Trockenheit führt zu Sorgenfalten bei Landwirten

Anhaltende Trockenheit führt zu Sorgenfalten bei LandwirtenEine alte Bauernregel sagt: „Mai kühl und nass, füllt dem Bauern Scheun’ und Fass.“ Kühl war es im vergangenen Monat. Und obwohl es der Juni als Nachfolger mit der Wärme sehr gut meint, war das Frühjahr insgesamt zu trocken. Die ausbleibenden Niederschläge treiben den Landwirten fast überall in Deutschland daher die Sorgenfalten auf die Stirn.


„Aktuell ist es viel zu trocken“, sagt daher auch Franz Schulze Eilfing. Der Leiter der Pflanzenbau-Beratung bei der AGRAVIS Raiffeisen AG (http://www.agravis.de) war in den vergangenen Wochen im gesamten Arbeitsgebiet der AGRAVIS unterwegs, um sich selbst einen Eindruck von der Lage zu verschaffen.


Besonders extrem sei die Lage in Brandenburg und in Sachsen-Anhalt, die Region nördlich von Hannover sei betroffen, ebenso wie das Münsterland, Westfalen allgemein sowie auch die Soester Börde – trotz guter Böden. „Die Böden beziehungsweise die Pflanzen müssen auf Reserven aus den Wintermonaten zurückgreifen“, erklärt Schulze Eilfing. Doch diese seien zu gering, um die Pflanzen dauerhaft optimal zu versorgen.


Gerade in der aktuellen Wachstumsphase benötigten die Pflanzen ständig ausreichend Wasser, um die Nährstoffe aus dem Boden sowie aus dem Dünger aufnehmen und verwerten zu können. Doch die Reserven im Boden seien gering, so dass die ersten Betriebe um ihre Erträge fürchten und in einigen Anbaugebieten von Notreife die Rede ist. „Das bedeutet, dass die Körner des Getreides nicht so groß sind wie üblich und sie auch nicht so viele Nährstoffe enthalten.“ Besonders im Osten Deutschlands, wo rein statistisch ein Regendefizit von mehr als 50 Prozent besteht, werden zunehmend Ernteeinbußen befürchtet.


Gerade Standorte mit leichten Böden melden laut Schulze Eilfing die ersten Trockenschäden im Weizen, bei der Sommergerste sowie im Roggen und Raps. „Es warten alle in der Landwirtschaft im Moment auf Regen. Auf einen schönen, durchaus länger anhaltenden Landregen.“ Stelle sich der in den nächsten Tagen ein, sehe er noch Chancen für eine gute Ernte. Ob jedoch die prognostizierte Rekordmenge von mehr als 47 Mio. Tonnen Getreide am Ende der Saison von den Feldern geholte werde, und ob die Preise trotz der aktuellen Lage stabil blieben, sieht er skeptisch: „Der Markt ist sehr volatil und wir müssen auch die internationalen Erntemengen im Blick behalten.“


Einige Betriebe wollen sich nicht auf die Wetterwende verlassen und gehen dazu über, ihre Felder künstlich zu bewässern. Für einen Beregnungsdurchgang ist allerdings ein Kostenaufwand von rund 100 bis 150 Euro pro Hektar nötig. Und doch greifen gerade Landwirte mit sehr leichten und sandigen Böden auf diese Möglichkeit zurück. „Ob und welches Beregnungsverfahren der Landwirt für seinen Betrieb auswählt, hängt von verschiedenen Kriterien ab“, erläutert der Experte.


Die AGRAVIS Raiffeisen AG bietet neben der Pflanzenbau-Beratung (http://www.agravis.de/de/pflanzen/pflanzenbauberatung/index.html) auch moderne Beregnungstechnik verschiedener Hersteller an. „Die Wetter-Extreme nehmen zu und die Winterfeuchte fehlt den Kulturen, darum wird immer mehr auf Beregnungstechnik gesetzt“, weiß Bernd Tiede, AGRAVIS-Verkaufsberater Beregnungstechnik. Die Nachfrage ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – hat sich aber verändert. Die Landwirte investieren derzeit besonders in energie- und wassersparende Technik.


Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Kernsegmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie, Bauservice und Raiffeisen-Märkte.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG erwirtschaftet mit 6.100 Mitarbeitern 7,4 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit rund 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Unternehmenssitze sind Hannover und Münster.

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http://www.pr-gateway.de/media/primage/260075.jpgAnhaltende Trockenheit führt zu Sorgenfalten bei Landwirten

3 Mart 2015

Lamb Weston / Meijer veröffentlicht Ergebnisse seines Nachhaltigkeitsprogramms

Führender Kartoffelverarbeiter macht deutliche Fortschritte mit Strategieplan bis 2020


Lamb Weston / Meijer veröffentlicht Ergebnisse seines Nachhaltigkeitsprogramms(NL/4483336463) Kruiningen (NL) / Hollabrunn (AT), 3. März 2015 – Lamb Weston / Meijer, der führende Hersteller von Tiefkühlkartoffelprodukten und getrockneten Kartoffelflocken, veröffentlichte heute seinen mittlerweile dritten Nachhaltigkeitsbericht. Der Report unterstreicht den deutlichen Fortschritt des Nachhaltigkeitsprogramms des Unternehmens zwischen 2012 und 2014 in jedem Teil der Wertschöpfungskette, vom Feld bis auf den Tisch. Die wichtigsten Ergebnisse sind eine direkte Wassereinsparung von 7% bzw. 285 Millionen Liter Wasser pro Jahr, die Reduzierung des direkten Energieverbrauchs um 21% pro Jahr und eine bessere Verwertung der Kartoffeln um 4,3% pro Jahr im Vergleich zur Ausgangssituation in 2008. Mit diesen Ergebnissen ist Lamb Weston / Meijer auf gutem Kurs, um seine Nachhaltigkeitsziele bis 2020 zu erreichen. Der vollständige Bericht ist online verfügbar: www.lambweston-sustainable.com/de


Die Nachhaltigen Sechs

Das Nachhaltigkeitsprogramm von Lamb Weston / Meijer fokussiert auf sechs Bereiche, die maßgeblichen Einfluss auf die Kernaktivitäten des Unternehmens haben. Diese sind: Wasser, Energie und Emissionen, Kartoffel und Abfälle, Mitarbeiter, Lebensmittelsicherheit und Qualität, Ernährung und Gesundheit.


Auf seinem Weg die Nachhaltigkeitsziele bis ins Jahr 2020 zu erreichen, kann das Kartoffeln verarbeitende Unternehmen bereits große Fortschritte verzeichnen. Im Vergleich zum Jahr 2008 wurde zum Beispiel jährlich die Menge von 114 olympischen Schwimmbecken Frischwassers eingespart, eine Reduzierung des jährlichen Energieverbrauchs in Höhe von 11.000 holländischen Haushalten ermöglicht und mit einer besseren Verwertung 51.600 Tonnen weniger Kartoffeln verbraucht, um die gleiche Menge des Endprodukts herzustellen. So wurde auch in der österreichischen Anlage in Hollabrunn hochmoderne Technologie installiert, die automatisch Fremdmaterial aus dem Verarbeitungsprozess mit einem Luftstrahl entfernt, um gleichbleibende Produktqualität zu garantieren.


Zusätzlich geht keinerlei Müll auf Deponien. Heute werden 99,7% der Nebenprodukte und Abfälle wiederverwertet, das entspricht 300.000 Tonnen, zumeist Biomüll aus Kartoffeln. Gesündere Frittieröle, weniger Salz und innovative Produktentwicklung tragen zur Herstellung eines Produktes bei, dass globalen Ernährungstrends gerecht wird.


Gemeinsame Wertschöpfung

Bas Alblas, CEO von Lamb Weston / Meijer, sagt: Wenn wir wirklich nachhaltig werden wollen, müssen wir die gesamte Wertschöpfungskette betrachten. Deshalb glauben wir an gemeinsame Wertschöpfung bei allem was wir tun. Wenn wir langfristig relevant sein wollen, müssen wir mit einer Vielzahl von Interessengruppen auf unterschiedliche Art und Weise zusammenarbeiten. Gemeinsame Wertschöpfung ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Und wir betrachten es als unsere Aufgabe, in unserer Branche eine aktive und führende Rolle im Bereich nachhaltiger Entwicklung zu spielen.


Online Nachhaltigkeitsbericht 2012-2014

Der gesamte Nachhaltigkeitsbericht entspricht dem GRI (Global Reporting Initiative) G4 Core Level, während die Kapitel Wasser, Energie und Emissionen und Kartoffel & Abfälle das G4 Comprehensive Level reflektieren. Eine Zusammenfassung des Reports, verfügbar in sechs Sprachen, ist online verfügbar. Der nächste Nachhaltigkeitsbericht wird im Jahr 2017 veröffentlicht.


Über Lamb Weston / Meijer

Lamb Weston / Meijer ist einer der drei führenden Kartoffel verarbeitenden Hersteller in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA Region). Das Unternehmen hat seine Position erreicht, indem es auf Qualität, Service, Innovation und kontinuierliche Verbesserung achtet. Lamb Weston / Meijer hat seinen Hauptsitz in Kruiningen (Niederlande) und produziert hochwertige Tiefkühlkartoffelprodukte und getrocknete Kartoffelflocken an fünf Standorten in den Niederlanden (3), Grobritannien (1) und Österreich (1). Die wichtigsten Geschäftsbüros befinden sich in den Niederlanden (Breda) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (Dubai). Die 1.200 Mitarbeiter des Unternehmens in der EMEA Region verarbeiten jährlich 1,2 Millionen Tonnen Kartoffeln mit einer Produktionskapazität von 700.000 Tonnen Kartoffelendprodukt. Zusammen mit ConAgra Foosd verkauft Lamb Weston diese Produkte unter der Marke in mehr als 100 Ländern an QuickService-Systemgastronomie, Restaurantbetriebe, den Einzelhandel und diverse Bereiche der Lebensmittelindustrie.


Kontakt

Sebastian Hesse | Big Bang & Whisper

Sebastian Hesse

Winsstr. 61

10405 Berlin

030-69202499

info@bigbangandwhisper.com

www.bigbangandwhisper.de



http://www.pr-gateway.de/media/primage/250549.jpgLamb Weston / Meijer veröffentlicht Ergebnisse seines Nachhaltigkeitsprogramms

28 Ocak 2015

Raps 2.0 - Was muss der Raps der Zukunft leisten?

Raps 2.0 - Was muss der Raps der Zukunft leisten? -

UFOP-Fachforum mit optimistischem Ausblick auf Erzeugung und Vermarktung


Anlässlich ihrer Mitgliederversammlung 2014 hat die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) in Würzburg ein mit rund 100 Teilnehmern sehr gut besuchtes öffentliches Fachforum durchgeführt. Experten aus Züchtung, Sortenprüfwesen, Anbau, Pflanzenschutz, Ölsaatenverarbeitung, Tierernährung und Markt diskutierten entlang der Wertschöpfungskette die wichtigste heimische Ölsaat in zahlreichen Facetten einschließlich der politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe und der künftigen Nachfrage nach Produkten der Öl- und Eiweißpflanzen.


Bernt Farcke vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erläuterte die Position der Bundesregierung in der Biokraftstoffpolitik. Obwohl die Bundesregierung Biokraftstoffen grundsätzlich unterstützend gegenübersteht, fehlen aus Sicht der Biokraftstoffbranche konkrete Vorgaben zur Sicherstellung des bisherigen Marktanteils von Biodiesel und Pflanzenölkraftstoffen aus Raps. Eine Strategie, die vorrangig auf Abfall- und Reststoffe als Rohstoffe setzt, wird den Anforderungen und Interessen der deutschen Ölsaatenerzeuger nicht gerecht. Stephan Kleiner vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie stellte mit “RapsTrak200″ ein jüngst gestartetes Programm zur Förderung der klimaschonenden Treibstoffversorgung land- und forstwirtschaftlicher Arbeitsmaschinen in Bayern vor. Damit ist die Erwartungshaltung verbunden, regionale Wertschöpfungsketten zu stärken sowie die heimische Eiweißfuttermittelproduktion zu unterstützen. Prof. Dr. Jürgen Krahl, Hochschule Coburg, fasste die Anforderungen an die Forschungsförderung aus Sicht der Kraftfahrzeugforschung zusammen.


In der Diskussion wurde von den Praktikern die fehlende Verlässlichkeit bei den politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe beklagt: Während in der Vergangenheit Biokraftstoffe der ersten Generation durchaus als sehr gut geeigneter Lösungsansatz zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele angesehen wurden, stehen in letzter Zeit vorrangig kritische Sichtweisen und Bedenken im Fokus der Betrachtungen. Darüber hinaus zeigte sich deutlich, dass in Deutschland – im Gegensatz zur Motorenforschung – eine systematische Kraftstoffforschung fehlt. Um die Marktanteile für Biokraftstoff aus Raps künftig sicherzustellen, adressierte das UFOP-Fachforum sowohl bei der Verlässlichkeit des politischen Willens als auch bei der Unterstützung der Biokraftstoffforschung erheblichen Handlungsbedarf.


Im Bereich “Anbau und Züchtung” führte Prof. Dr. Bernhard C. Schäfer von der Fachhochschule Südwestfalen in die Diskussion mit den Podiumsteilnehmern Alois Aigner und Prof. Dr. Michael Zellner, Landesanstalt für Landwirtschaft Bayern, Dr. Martin Frauen, Norddeutsche Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke KG, und Dr. Herbert Siedler, Amt für Landwirtschaft und Ernährung Würzburg, ein. Als Herausforderungen für den Rapsanbau konnten die Verbesserung der N-Effizienz sowie eine bessere Kontrolle und Bekämpfung von Schadinsekten und Pilzkrankheiten sowie die Anpassung an den Klimawandel identifiziert werden. Die Rapszüchtung lieferte einen positiven Ausblick: Während der Ertrag zur Ernte 2014 mit 44,5 Dezitonnen je Hektar im bundesweiten Mittel einen neuen historischen Rekord darstellt, ist das Ertragspotenzial noch längst nicht ausgeschöpft. Aktuell im Zuchtgarten stehende Zuchtlinien lassen ein Ertragsniveau in der Praxis von 6 Tonnen je Hektar und mehr bei gleichzeitig sehr hohen Ölgehalten über 45 Prozent erwarten. In der Diskussion berichtete Prof. Dr. Michael Zellner über die aktuelle Einschätzung beim Auftreten der Herbstschädlinge in Bayern. Aktuelle Erhebungen belegen zwar ein durch den milden Winter 2013/14 bedingtes regional hohes Auftreten des Rapserdflohs. Allerdings ist dieser durch Flächenspritzungen mit Pyrethroiden gut kontrollierbar. Mittel- und langfristig bedarf ein erfolgreiches Resistenzmanagement gegen bedeutende Rapsschädlinge sowohl unterschiedlicher Bausteine in der Bekämpfungsstrategie als auch der Verfügbarkeit verschiedener Wirkstoffklassen.


Der dritte Block der Veranstaltung setzte sich mit der Nachfrage nach Produkten der Öl- und Eiweißpflanzen auseinander. Wienke von Schenck, AMI Bonn, dokumentierte in ihrem einführenden Vortrag die Entwicklung des heimischen Rapsanbaus vor dem Hintergrund des weltweit steigenden Bedarfs an Ölen und Fetten sowie pflanzlichem Protein. So konnte Rapsextraktionsschrot als wichtigstes heimisches Eiweißfuttermittel im abgelaufenen Wirtschaftsjahr bei der Einsatzmenge in Deutschland erstmals nahezu mit Sojaextraktionsschrot gleichziehen. Prof. Dr. Hubert Spiekers von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft Grub bestätigte den hohen Futterwert von Rapsfuttermitteln gemäß zahlreicher Fütterungsversuche. Demnach setze man sowohl bundesweit als auch bei der Eiweißinitiative Bayern auf deren verstärkten Einsatz bei Rind, Schwein und Geflügel. Auf ganz neue Wertschöpfungsmöglichkeiten neben dem immer beliebter werdenden Rapsspeiseöl machte Dr. Michael Raß, Teutoburger Ölmühle Ibbenbüren, in der Podiumsdiskussion aufmerksam: Das hochwertige Aminosäurenmuster des Rapses legt die Herstellung von Proteinisolaten für die menschliche Ernährung nahe. Die Voraussetzung hierfür habe die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Ende letzten Jahres mit der sogenannten Novel Food-Zulassung geschaffen. Jetzt sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis erste Proteingewinnungsanlagen hierzulande gebaut sowie hochwertige Rapsproteine in den Rezepturen von Sportlernahrung, Getränken und Grundnahrungsmitteln Eingang finden werden.


In der Diskussion wurde die ganze Bandbreite bei der Nutzung von Rapsprotein aufgezeigt. Demnach existieren sowohl für das klassische Rapsextraktionsschrot als auch für standardisierte Rapskuchen oder Spezialprodukte aus geschälter Rapssaat bereits heute breite und vielfältige Einsatzmöglichkeiten bei allen landwirtschaftlichen Nutztieren. Insbesondere der Trend im Lebensmitteleinzelhandel zur Auslobung von Gentechnikfreiheit führt zu einem Wettbewerbsvorteil von heimisch erzeugtem Raps. Darüber hinaus ist auch vor diesem Hintergrund ein hohes Wachstumspotenzial für pflanzliche Proteine in der Humanernährung zu sehen.


Der UFOP-Vorsitzende Wolfgang Vogel fasste in seinem Fazit die intensiven Diskussionen im Fachforum zusammen: “Raps in Deutschland hat in den letzten 25 Jahren wahre Überflieger-Qualitäten gezeigt. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Erfolgsgeschichte – trotz der identifizierten Herausforderungen – fortgeschrieben werden kann und wird.”


Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.


Firmenkontakt

Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.

Herr Stephan Arens

Claire-Waldoff-Str. 7

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Raps 2.0 - Was muss der Raps der Zukunft leisten?

19 Ocak 2015

Raps 2.0 - Was muss der Raps der Zukunft leisten?

Raps 2.0 - Was muss der Raps der Zukunft leisten? -

UFOP-Fachforum mit optimistischem Ausblick auf Erzeugung und Vermarktung


Anlässlich ihrer Mitgliederversammlung 2014 hat die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) in Würzburg ein mit rund 100 Teilnehmern sehr gut besuchtes öffentliches Fachforum durchgeführt. Experten aus Züchtung, Sortenprüfwesen, Anbau, Pflanzenschutz, Ölsaatenverarbeitung, Tierernährung und Markt diskutierten entlang der Wertschöpfungskette die wichtigste heimische Ölsaat in zahlreichen Facetten einschließlich der politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe und der künftigen Nachfrage nach Produkten der Öl- und Eiweißpflanzen.


Bernt Farcke vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erläuterte die Position der Bundesregierung in der Biokraftstoffpolitik. Obwohl die Bundesregierung Biokraftstoffen grundsätzlich unterstützend gegenübersteht, fehlen aus Sicht der Biokraftstoffbranche konkrete Vorgaben zur Sicherstellung des bisherigen Marktanteils von Biodiesel und Pflanzenölkraftstoffen aus Raps. Eine Strategie, die vorrangig auf Abfall- und Reststoffe als Rohstoffe setzt, wird den Anforderungen und Interessen der deutschen Ölsaatenerzeuger nicht gerecht. Stephan Kleiner vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie stellte mit “RapsTrak200″ ein jüngst gestartetes Programm zur Förderung der klimaschonenden Treibstoffversorgung land- und forstwirtschaftlicher Arbeitsmaschinen in Bayern vor. Damit ist die Erwartungshaltung verbunden, regionale Wertschöpfungsketten zu stärken sowie die heimische Eiweißfuttermittelproduktion zu unterstützen. Prof. Dr. Jürgen Krahl, Hochschule Coburg, fasste die Anforderungen an die Forschungsförderung aus Sicht der Kraftfahrzeugforschung zusammen.


In der Diskussion wurde von den Praktikern die fehlende Verlässlichkeit bei den politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe beklagt: Während in der Vergangenheit Biokraftstoffe der ersten Generation durchaus als sehr gut geeigneter Lösungsansatz zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele angesehen wurden, stehen in letzter Zeit vorrangig kritische Sichtweisen und Bedenken im Fokus der Betrachtungen. Darüber hinaus zeigte sich deutlich, dass in Deutschland – im Gegensatz zur Motorenforschung – eine systematische Kraftstoffforschung fehlt. Um die Marktanteile für Biokraftstoff aus Raps künftig sicherzustellen, adressierte das UFOP-Fachforum sowohl bei der Verlässlichkeit des politischen Willens als auch bei der Unterstützung der Biokraftstoffforschung erheblichen Handlungsbedarf.


Im Bereich “Anbau und Züchtung” führte Prof. Dr. Bernhard C. Schäfer von der Fachhochschule Südwestfalen in die Diskussion mit den Podiumsteilnehmern Alois Aigner und Prof. Dr. Michael Zellner, Landesanstalt für Landwirtschaft Bayern, Dr. Martin Frauen, Norddeutsche Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke KG, und Dr. Herbert Siedler, Amt für Landwirtschaft und Ernährung Würzburg, ein. Als Herausforderungen für den Rapsanbau konnten die Verbesserung der N-Effizienz sowie eine bessere Kontrolle und Bekämpfung von Schadinsekten und Pilzkrankheiten sowie die Anpassung an den Klimawandel identifiziert werden. Die Rapszüchtung lieferte einen positiven Ausblick: Während der Ertrag zur Ernte 2014 mit 44,5 Dezitonnen je Hektar im bundesweiten Mittel einen neuen historischen Rekord darstellt, ist das Ertragspotenzial noch längst nicht ausgeschöpft. Aktuell im Zuchtgarten stehende Zuchtlinien lassen ein Ertragsniveau in der Praxis von 6 Tonnen je Hektar und mehr bei gleichzeitig sehr hohen Ölgehalten über 45 Prozent erwarten. In der Diskussion berichtete Prof. Dr. Michael Zellner über die aktuelle Einschätzung beim Auftreten der Herbstschädlinge in Bayern. Aktuelle Erhebungen belegen zwar ein durch den milden Winter 2013/14 bedingtes regional hohes Auftreten des Rapserdflohs. Allerdings ist dieser durch Flächenspritzungen mit Pyrethroiden gut kontrollierbar. Mittel- und langfristig bedarf ein erfolgreiches Resistenzmanagement gegen bedeutende Rapsschädlinge sowohl unterschiedlicher Bausteine in der Bekämpfungsstrategie als auch der Verfügbarkeit verschiedener Wirkstoffklassen.


Der dritte Block der Veranstaltung setzte sich mit der Nachfrage nach Produkten der Öl- und Eiweißpflanzen auseinander. Wienke von Schenck, AMI Bonn, dokumentierte in ihrem einführenden Vortrag die Entwicklung des heimischen Rapsanbaus vor dem Hintergrund des weltweit steigenden Bedarfs an Ölen und Fetten sowie pflanzlichem Protein. So konnte Rapsextraktionsschrot als wichtigstes heimisches Eiweißfuttermittel im abgelaufenen Wirtschaftsjahr bei der Einsatzmenge in Deutschland erstmals nahezu mit Sojaextraktionsschrot gleichziehen. Prof. Dr. Hubert Spiekers von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft Grub bestätigte den hohen Futterwert von Rapsfuttermitteln gemäß zahlreicher Fütterungsversuche. Demnach setze man sowohl bundesweit als auch bei der Eiweißinitiative Bayern auf deren verstärkten Einsatz bei Rind, Schwein und Geflügel. Auf ganz neue Wertschöpfungsmöglichkeiten neben dem immer beliebter werdenden Rapsspeiseöl machte Dr. Michael Raß, Teutoburger Ölmühle Ibbenbüren, in der Podiumsdiskussion aufmerksam: Das hochwertige Aminosäurenmuster des Rapses legt die Herstellung von Proteinisolaten für die menschliche Ernährung nahe. Die Voraussetzung hierfür habe die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Ende letzten Jahres mit der sogenannten Novel Food-Zulassung geschaffen. Jetzt sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis erste Proteingewinnungsanlagen hierzulande gebaut sowie hochwertige Rapsproteine in den Rezepturen von Sportlernahrung, Getränken und Grundnahrungsmitteln Eingang finden werden.


In der Diskussion wurde die ganze Bandbreite bei der Nutzung von Rapsprotein aufgezeigt. Demnach existieren sowohl für das klassische Rapsextraktionsschrot als auch für standardisierte Rapskuchen oder Spezialprodukte aus geschälter Rapssaat bereits heute breite und vielfältige Einsatzmöglichkeiten bei allen landwirtschaftlichen Nutztieren. Insbesondere der Trend im Lebensmitteleinzelhandel zur Auslobung von Gentechnikfreiheit führt zu einem Wettbewerbsvorteil von heimisch erzeugtem Raps. Darüber hinaus ist auch vor diesem Hintergrund ein hohes Wachstumspotenzial für pflanzliche Proteine in der Humanernährung zu sehen.


Der UFOP-Vorsitzende Wolfgang Vogel fasste in seinem Fazit die intensiven Diskussionen im Fachforum zusammen: “Raps in Deutschland hat in den letzten 25 Jahren wahre Überflieger-Qualitäten gezeigt. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Erfolgsgeschichte – trotz der identifizierten Herausforderungen – fortgeschrieben werden kann und wird.”


Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.


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