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11 Kasım 2015

UFOP fordert Einführung der Treibhausgas-Minderungspflicht in allen EU-Mitgliedsstaaten

UFOP fordert Einführung der Treibhausgas-Minderungspflicht in allen EU-MitgliedsstaatenDie Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) schlägt vor, die in Deutschland seit dem 1. Januar geltende Treibhausgas-Minderungspflicht in allen EU-Mitgliedsstaaten einzuführen. Damit könne die Biokraftstoffwirtschaft einen positiven Anstoß geben für die gerade beginnende Abstimmung über die förderpolitischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe nach 2020, betonte Wolfgang Vogel, Vorsitzender der UFOP, anlässlich der Agritechnica in Hannover.


Die Biokraftstoffwirtschaft könne damit einmal mehr die Richtung für alle Wirtschaftszweige der sogenannten Bioökonomie-Branche vorgeben. Vogel erinnerte an die Forderung des Verbandes, unter Bezug auf die September 2015 in Kraft getretene Kappungsgrenze in Höhe von 7 Prozent für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse, ab 2020 eine sogenannte ilUC-freie Basismenge einzuführen. Damit werde dem Investitionsschutz für bestehende Anlagenkapazitäten Rechnung getragen. Zugleich könne auf dieser Mengenbasis die Produktion aus anderen Bioamassearten schrittweise weiterentwickelt werden. Innovationen und Kosteneffizienz seien bessere Antreiber für eine Markteinführung als nicht erfüllbare und schlimmstenfalls mit Strafzahlungen bei Nicht-Einhaltung verbundene Biokraftstoffquoten.


Die Auswertung der Daten aus den ersten Monaten der Treibhausgas-Minderungspflicht in Deutschland bestätige bereits den positiv zu bewertenden Wettbewerb um die beste Treibhausgas- bzw. Biomasserohstoff-Effizienz. Ein weiterer Faktor sei natürlich der Preis als Voraussetzung für den Marktzugang, stellte Vogel fest. Insofern greifen alle drei Kriterien ineinander: Einerseits würden möglichst rohstoffeffiziente Biokraftstoffe zur Erfüllung der Treibhausgas-Minderungspflicht eingesetzt. Andererseits müssten sich diese mit Blick auf Importe aus Drittstaaten einem verschärften Anforderungsprofil der Nachhaltigkeitszertifizierung stellen.


Mit diesem Alleinstellungsmerkmal gehe die deutsche Biokraftstoffwirtschaft in der Bioökonomie voran und setze Maßstäbe, an denen sich andere Rohstoffverwendungen zur stofflichen und energetischen Nutzung orientieren müssten. Nur für Biokraftstoffe seien bisher gesetzlich steigende Anforderungen an die Treibhausgas-Minderung definiert worden. Diese Minderung müsse zertifiziert und damit nachvollziehbar berechnet werden, betonte der UFOP-Vorsitzende.


Vogel schränkte ein, dass es auch erforderlich sei, die Treibhausgasbilanzen sachgerecht zu berechnen. Es könne nicht sein, dass nach wie vor in der Biokraftstoff-Richtlinie eine Betrachtung des Anbaujahres vorgeschrieben sei und Fruchtfolgeaspekte außen vor blieben. Dies komme ausgerechnet der Palmölproduktion zu Gute. Stattdessen müsste die Fruchtfolge-Systematik bei der Treibhausgas-Berechnung des Rapsanbaus eingeführt werden, um die Vorfruchtwirkung des Rapses angemessen zu berücksichtigen, schlägt Vogel vor.


Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.


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http://www.pr-gateway.de/media/primage/273871.jpgUFOP fordert Einführung der Treibhausgas-Minderungspflicht in allen EU-Mitgliedsstaaten

2 Kasım 2015

Indonesien verbrennt weiter das Image von nachhaltig zertifiziertem Biodiesel

Indonesien verbrennt weiter das Image von nachhaltig zertifiziertem BiodieselAngesichts der seit Jahren schlimmsten Waldbrände in Indonesien kritisiert die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) die anhaltende Untätigkeit der indonesischen Regierung und der Europäischen Union. Die mehr als 2.000 Brände, mit denen auch Platz für Palmölplantagen geschaffen werde, und der fortschreitende Verlust wertvoller Naturräume würden von den offiziellen Stellen offenbar ebenso tatenlos zur Kenntnis genommen wie die Gefährdung der Gesundheit der dort lebenden Menschen. Indonesien diskreditiere damit die Bemühungen der europäischen Biokraftstoffwirtschaft, die energetische und stoffliche Nutzung von Ölpflanzen wie Raps im Rahmen der Bioökonomiestrategie auf eine nachhaltig zertifizierte Rohstoffproduktion aufzubauen.


Die UFOP stellt fest, dass auch jetzt wieder die EU-Biokraftstoffpolitik als vermeintlicher Treiber dieser jährlich wiederkehrenden Waldbrände herangezogen wird. Dagegen verwehrt sich die UFOP als Interessenvertretung der deutschen Öl- und Proteinpflanzenerzeuger mit Hinweis auf die Verbandsinitiativen zur Verschärfung der Zertifizierungsanforderungen, insbesondere im Hinblick auf den Nachweis der Rohstoffherkunft in der Verarbeitungskette. Gemäß der Erneuerbare-Energien-Richtlinie dürfen Biomasse-Rohstoffe nur dann auf gesetzlich vorgegebene Verpflichtungen angerechnet werden, wenn er von Flächen stammt, die bereits vor 2008 in Bewirtschaftung waren. Diese Anforderung darf nicht aufgeweicht werden, sondern muss für alle anderen Verwendungen von Pflanzenöl gelten: bei der stofflichen Nutzung ebenso wie bei der Lebensmittelverwendung, die seit jeher den Hauptverwertungsweg für Palmöl darstellt, unterstreicht die UFOP.


Mit Hinweis auf den in Kürze beginnenden UN-Klima-Gipfel in Paris (COP21) fordert die UFOP, dass die Bundesregierung gegenüber der indonesischen Regierung tätig wird. Um das ausgegebene 2-Grad-Ziel noch erreichen zu können, muss das Verbot der Urwaldrodung ein verbindliches Ergebnis dieses Gipfels sein, wobei es allerdings entsprechender Kompensationsmaßnahmen als Ausgleich für die Nichtnutzung dieser Flächen bedarf, gibt die UFOP zu bedenken.


Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.


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1 Şubat 2015

Algen sind die Muttermilch der Erde

Mikroalgen – Powernahrung und Heilmittel zugleich?


Algen sind die Muttermilch der ErdeDie Mikroalgen sind nicht unbedingt alles Meeresalgen, sondern es wachsen auch welche in speziellen Seen oder werden gezüchtet. Weshalb ist das so wichtig? Was verbirgt sich hinter dieser kleinen, grünen, wässrigen, unscheinbaren Pflanze? Ihnen gemein ist ihr besonders hoher Gehalt an Sonnenkraft und die enorme Fülle an Vitalstoffen, wie ihn heute kaum noch eine Nahrungspflanze bieten kann, sie sind wirkliche Lebensmittel von hohem Nährwert und hoher Heilkraft zugleich. Seminarbeitrag der NAM Niedersächsischen Algen Manufaktur GmbH (http://www.nam-algen.de) mit Geschäftsführer Uwe Dickmeis informiert über die enorme energetische Kraft der Mikroalgen für das Wohlbefinden der Menschheit. Algen haben einen besonderen Stellenwert und bereichern unterschiedliche Marktsegmente, die Planung Algen als ein marktfähiges Produkt anzubauen wird nach der Experimental-Phase weiter ausgebaut. Das Unternehmen NAM Niedersächsische Algen Manufaktur GmbH baut auf innovative Produktideen rund um den Einsatz und Anbau von Algen. Funktionierende Anlagen zur Algenproduktion bestehen bereits und damit können hochwertige Algen Europa- und Deutschlandweit angebaut, geerntet und als Trockenmasse weltweit verkauft werden. Die Algen finden den Weg als Nahrungsmittel, Kosmetikprodukte, medizinische Heilmittel, Biodiesel, Biosprit und weitere Anwendungsmöglichkeiten zum Verbraucher. Schon der berühmte griechische Arzt Hippokrates wusste vor über 2000 Jahren um die vitale Kraft von Wasser und Sonne, und um die Heilkräfte hochwertiger Nahrungsmittel. Von ihm stammt der Ausspruch: “Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.”


Algen gelten auch als “Muttermilch der Erde”


Wegen ihres ungewöhnlich hohen Gehalts an der sehr seltenen Gamma-Linolensäure, die ein wichtiger Bestandteil der Muttermilch ist, werden Algen auch “die Muttermilch der Erde” genannt. Wie die Muttermilch dem Säugling alle für sein Wachstum nötigen Vitalstoffe zur Verfügung stellt, so erhält der Erwachsene schon aus wenigen Gramm Mikroalgen all jene Stoffe, die er benötigt. Nach wissenschaftlichen Studien genügen schon wenige Gramm als Nahrungsergänzung zur täglichen Kost, um eine deutliche allgemeine Vitalisierung, eine Verbesserung der Gehirnfunktionen und vielfältige, teilweise höchst spektakuläre Heilwirkungen zu erreichen:


– Entgiftung z. B. von Schwermetallen wie Quecksilber und coloriertem / chloriertem Kohlenwasserstoff, die in Pestiziden und Insektiziden enthalten sind

– antivirale Wirkung, u. a. bei Herpes und Grippe, aber auch bei Masern, Mumps und sogar Aids

-~Krebsvorbeugung und sogar tumorhemmende Wirkung insbesondere bei Leberkrebs und generell bei Metastasen Bildung

– Stärkung des Immunsystems

– allgemeine Stimulation der körpereigenen Selbstheilungskräfte

– Verbesserung des Stoffwechsels

– Verbesserung der Darmflora

– Stimulierung der Blutbildung

– Senkung des Cholesterinspiegels

– Gewichtsreduktion bei Übergewicht

– Schutz vor den Folgen radioaktiver Strahlung und Zellgiften wie in den genannten freien Radikalen


Dabei gelten die Mikroalgen nicht als Medikament im medizinischen Sinne, sondern sie sind nicht mehr und nicht weniger als ein besonders hochwertiges Lebensmittel, das die berühmte, 2000 Jahre alte Forderung des griechischen Arztes und Begründers der modernen Medizin Hippokrates nach der Heilkraft unserer Nahrungsmittel erfüllt. Als hochwertige Lebensmittel können die Mikroalgen auch nicht nur in Form von Tabletten eingenommen werden. Pulverisiert, werden sie für schmackhafte Mixgetränke, Brotaufstriche oder als Zugabe zu den verschiedenen Speisen verwendet und bereichern die tägliche Kost mit neuen Geschmacksvarianten und ungewöhnlicher Farbigkeit. Hierbei ist zu erwähnen: Lebensmittelfarbe kann und wird auch schon aus den Farbpigmenten der Algen gewonnen, diese lösen kaum Allergien aus.


Uwe Dickmeis


Geschäftsführer NAM GmbH

Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich


Mikroalgenbiotechnologie ist eine Schlüsseltechnologie und ein unerschöpfliches Potenzial für die Zukunft unserer Welt. Seit Gründung der NAM Niedersächsischen Algen Manufaktur GmbH im Jahr 2013 hat das Unternehmen sich auf die Fahne geschrieben auch einen Beitrag zu leisten, um den Planeten ein wenig besser zu machen. Visionen, Innovationen und Nachhaltigkeit möchten die NAM Niedersächsische Algen Manufaktur GmbH und ihre Mitarbeiter realisieren. Dabei knüpft die Niedersächsische Algen Manufaktur GmbH weltweite Kontakte zu Biomasseproduzenten, Lebensmittelproduzenten, zur pharmazeutischen und Kosmetikindustrie aber auch zu Energieanbietern. Die Alge bietet dem Unternehmen die Voraussetzung für innovative und marktfähige Produkte. Weitere Informationen unter www.nam-algen.de


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Niedersächsische Algen Manufaktur GmbH

Uwe Dickmeis

Mohrenstraße 34

10117 Berlin

+49 4488 9999994

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http://www.pr-gateway.de/media/primage/247496.jpgAlgen sind die Muttermilch der Erde

28 Ocak 2015

Raps 2.0 - Was muss der Raps der Zukunft leisten?

Raps 2.0 - Was muss der Raps der Zukunft leisten? -

UFOP-Fachforum mit optimistischem Ausblick auf Erzeugung und Vermarktung


Anlässlich ihrer Mitgliederversammlung 2014 hat die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) in Würzburg ein mit rund 100 Teilnehmern sehr gut besuchtes öffentliches Fachforum durchgeführt. Experten aus Züchtung, Sortenprüfwesen, Anbau, Pflanzenschutz, Ölsaatenverarbeitung, Tierernährung und Markt diskutierten entlang der Wertschöpfungskette die wichtigste heimische Ölsaat in zahlreichen Facetten einschließlich der politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe und der künftigen Nachfrage nach Produkten der Öl- und Eiweißpflanzen.


Bernt Farcke vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erläuterte die Position der Bundesregierung in der Biokraftstoffpolitik. Obwohl die Bundesregierung Biokraftstoffen grundsätzlich unterstützend gegenübersteht, fehlen aus Sicht der Biokraftstoffbranche konkrete Vorgaben zur Sicherstellung des bisherigen Marktanteils von Biodiesel und Pflanzenölkraftstoffen aus Raps. Eine Strategie, die vorrangig auf Abfall- und Reststoffe als Rohstoffe setzt, wird den Anforderungen und Interessen der deutschen Ölsaatenerzeuger nicht gerecht. Stephan Kleiner vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie stellte mit “RapsTrak200″ ein jüngst gestartetes Programm zur Förderung der klimaschonenden Treibstoffversorgung land- und forstwirtschaftlicher Arbeitsmaschinen in Bayern vor. Damit ist die Erwartungshaltung verbunden, regionale Wertschöpfungsketten zu stärken sowie die heimische Eiweißfuttermittelproduktion zu unterstützen. Prof. Dr. Jürgen Krahl, Hochschule Coburg, fasste die Anforderungen an die Forschungsförderung aus Sicht der Kraftfahrzeugforschung zusammen.


In der Diskussion wurde von den Praktikern die fehlende Verlässlichkeit bei den politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe beklagt: Während in der Vergangenheit Biokraftstoffe der ersten Generation durchaus als sehr gut geeigneter Lösungsansatz zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele angesehen wurden, stehen in letzter Zeit vorrangig kritische Sichtweisen und Bedenken im Fokus der Betrachtungen. Darüber hinaus zeigte sich deutlich, dass in Deutschland – im Gegensatz zur Motorenforschung – eine systematische Kraftstoffforschung fehlt. Um die Marktanteile für Biokraftstoff aus Raps künftig sicherzustellen, adressierte das UFOP-Fachforum sowohl bei der Verlässlichkeit des politischen Willens als auch bei der Unterstützung der Biokraftstoffforschung erheblichen Handlungsbedarf.


Im Bereich “Anbau und Züchtung” führte Prof. Dr. Bernhard C. Schäfer von der Fachhochschule Südwestfalen in die Diskussion mit den Podiumsteilnehmern Alois Aigner und Prof. Dr. Michael Zellner, Landesanstalt für Landwirtschaft Bayern, Dr. Martin Frauen, Norddeutsche Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke KG, und Dr. Herbert Siedler, Amt für Landwirtschaft und Ernährung Würzburg, ein. Als Herausforderungen für den Rapsanbau konnten die Verbesserung der N-Effizienz sowie eine bessere Kontrolle und Bekämpfung von Schadinsekten und Pilzkrankheiten sowie die Anpassung an den Klimawandel identifiziert werden. Die Rapszüchtung lieferte einen positiven Ausblick: Während der Ertrag zur Ernte 2014 mit 44,5 Dezitonnen je Hektar im bundesweiten Mittel einen neuen historischen Rekord darstellt, ist das Ertragspotenzial noch längst nicht ausgeschöpft. Aktuell im Zuchtgarten stehende Zuchtlinien lassen ein Ertragsniveau in der Praxis von 6 Tonnen je Hektar und mehr bei gleichzeitig sehr hohen Ölgehalten über 45 Prozent erwarten. In der Diskussion berichtete Prof. Dr. Michael Zellner über die aktuelle Einschätzung beim Auftreten der Herbstschädlinge in Bayern. Aktuelle Erhebungen belegen zwar ein durch den milden Winter 2013/14 bedingtes regional hohes Auftreten des Rapserdflohs. Allerdings ist dieser durch Flächenspritzungen mit Pyrethroiden gut kontrollierbar. Mittel- und langfristig bedarf ein erfolgreiches Resistenzmanagement gegen bedeutende Rapsschädlinge sowohl unterschiedlicher Bausteine in der Bekämpfungsstrategie als auch der Verfügbarkeit verschiedener Wirkstoffklassen.


Der dritte Block der Veranstaltung setzte sich mit der Nachfrage nach Produkten der Öl- und Eiweißpflanzen auseinander. Wienke von Schenck, AMI Bonn, dokumentierte in ihrem einführenden Vortrag die Entwicklung des heimischen Rapsanbaus vor dem Hintergrund des weltweit steigenden Bedarfs an Ölen und Fetten sowie pflanzlichem Protein. So konnte Rapsextraktionsschrot als wichtigstes heimisches Eiweißfuttermittel im abgelaufenen Wirtschaftsjahr bei der Einsatzmenge in Deutschland erstmals nahezu mit Sojaextraktionsschrot gleichziehen. Prof. Dr. Hubert Spiekers von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft Grub bestätigte den hohen Futterwert von Rapsfuttermitteln gemäß zahlreicher Fütterungsversuche. Demnach setze man sowohl bundesweit als auch bei der Eiweißinitiative Bayern auf deren verstärkten Einsatz bei Rind, Schwein und Geflügel. Auf ganz neue Wertschöpfungsmöglichkeiten neben dem immer beliebter werdenden Rapsspeiseöl machte Dr. Michael Raß, Teutoburger Ölmühle Ibbenbüren, in der Podiumsdiskussion aufmerksam: Das hochwertige Aminosäurenmuster des Rapses legt die Herstellung von Proteinisolaten für die menschliche Ernährung nahe. Die Voraussetzung hierfür habe die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Ende letzten Jahres mit der sogenannten Novel Food-Zulassung geschaffen. Jetzt sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis erste Proteingewinnungsanlagen hierzulande gebaut sowie hochwertige Rapsproteine in den Rezepturen von Sportlernahrung, Getränken und Grundnahrungsmitteln Eingang finden werden.


In der Diskussion wurde die ganze Bandbreite bei der Nutzung von Rapsprotein aufgezeigt. Demnach existieren sowohl für das klassische Rapsextraktionsschrot als auch für standardisierte Rapskuchen oder Spezialprodukte aus geschälter Rapssaat bereits heute breite und vielfältige Einsatzmöglichkeiten bei allen landwirtschaftlichen Nutztieren. Insbesondere der Trend im Lebensmitteleinzelhandel zur Auslobung von Gentechnikfreiheit führt zu einem Wettbewerbsvorteil von heimisch erzeugtem Raps. Darüber hinaus ist auch vor diesem Hintergrund ein hohes Wachstumspotenzial für pflanzliche Proteine in der Humanernährung zu sehen.


Der UFOP-Vorsitzende Wolfgang Vogel fasste in seinem Fazit die intensiven Diskussionen im Fachforum zusammen: “Raps in Deutschland hat in den letzten 25 Jahren wahre Überflieger-Qualitäten gezeigt. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Erfolgsgeschichte – trotz der identifizierten Herausforderungen – fortgeschrieben werden kann und wird.”


Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.


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Raps 2.0 - Was muss der Raps der Zukunft leisten?

19 Ocak 2015

Raps 2.0 - Was muss der Raps der Zukunft leisten?

Raps 2.0 - Was muss der Raps der Zukunft leisten? -

UFOP-Fachforum mit optimistischem Ausblick auf Erzeugung und Vermarktung


Anlässlich ihrer Mitgliederversammlung 2014 hat die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) in Würzburg ein mit rund 100 Teilnehmern sehr gut besuchtes öffentliches Fachforum durchgeführt. Experten aus Züchtung, Sortenprüfwesen, Anbau, Pflanzenschutz, Ölsaatenverarbeitung, Tierernährung und Markt diskutierten entlang der Wertschöpfungskette die wichtigste heimische Ölsaat in zahlreichen Facetten einschließlich der politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe und der künftigen Nachfrage nach Produkten der Öl- und Eiweißpflanzen.


Bernt Farcke vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erläuterte die Position der Bundesregierung in der Biokraftstoffpolitik. Obwohl die Bundesregierung Biokraftstoffen grundsätzlich unterstützend gegenübersteht, fehlen aus Sicht der Biokraftstoffbranche konkrete Vorgaben zur Sicherstellung des bisherigen Marktanteils von Biodiesel und Pflanzenölkraftstoffen aus Raps. Eine Strategie, die vorrangig auf Abfall- und Reststoffe als Rohstoffe setzt, wird den Anforderungen und Interessen der deutschen Ölsaatenerzeuger nicht gerecht. Stephan Kleiner vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie stellte mit “RapsTrak200″ ein jüngst gestartetes Programm zur Förderung der klimaschonenden Treibstoffversorgung land- und forstwirtschaftlicher Arbeitsmaschinen in Bayern vor. Damit ist die Erwartungshaltung verbunden, regionale Wertschöpfungsketten zu stärken sowie die heimische Eiweißfuttermittelproduktion zu unterstützen. Prof. Dr. Jürgen Krahl, Hochschule Coburg, fasste die Anforderungen an die Forschungsförderung aus Sicht der Kraftfahrzeugforschung zusammen.


In der Diskussion wurde von den Praktikern die fehlende Verlässlichkeit bei den politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe beklagt: Während in der Vergangenheit Biokraftstoffe der ersten Generation durchaus als sehr gut geeigneter Lösungsansatz zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele angesehen wurden, stehen in letzter Zeit vorrangig kritische Sichtweisen und Bedenken im Fokus der Betrachtungen. Darüber hinaus zeigte sich deutlich, dass in Deutschland – im Gegensatz zur Motorenforschung – eine systematische Kraftstoffforschung fehlt. Um die Marktanteile für Biokraftstoff aus Raps künftig sicherzustellen, adressierte das UFOP-Fachforum sowohl bei der Verlässlichkeit des politischen Willens als auch bei der Unterstützung der Biokraftstoffforschung erheblichen Handlungsbedarf.


Im Bereich “Anbau und Züchtung” führte Prof. Dr. Bernhard C. Schäfer von der Fachhochschule Südwestfalen in die Diskussion mit den Podiumsteilnehmern Alois Aigner und Prof. Dr. Michael Zellner, Landesanstalt für Landwirtschaft Bayern, Dr. Martin Frauen, Norddeutsche Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke KG, und Dr. Herbert Siedler, Amt für Landwirtschaft und Ernährung Würzburg, ein. Als Herausforderungen für den Rapsanbau konnten die Verbesserung der N-Effizienz sowie eine bessere Kontrolle und Bekämpfung von Schadinsekten und Pilzkrankheiten sowie die Anpassung an den Klimawandel identifiziert werden. Die Rapszüchtung lieferte einen positiven Ausblick: Während der Ertrag zur Ernte 2014 mit 44,5 Dezitonnen je Hektar im bundesweiten Mittel einen neuen historischen Rekord darstellt, ist das Ertragspotenzial noch längst nicht ausgeschöpft. Aktuell im Zuchtgarten stehende Zuchtlinien lassen ein Ertragsniveau in der Praxis von 6 Tonnen je Hektar und mehr bei gleichzeitig sehr hohen Ölgehalten über 45 Prozent erwarten. In der Diskussion berichtete Prof. Dr. Michael Zellner über die aktuelle Einschätzung beim Auftreten der Herbstschädlinge in Bayern. Aktuelle Erhebungen belegen zwar ein durch den milden Winter 2013/14 bedingtes regional hohes Auftreten des Rapserdflohs. Allerdings ist dieser durch Flächenspritzungen mit Pyrethroiden gut kontrollierbar. Mittel- und langfristig bedarf ein erfolgreiches Resistenzmanagement gegen bedeutende Rapsschädlinge sowohl unterschiedlicher Bausteine in der Bekämpfungsstrategie als auch der Verfügbarkeit verschiedener Wirkstoffklassen.


Der dritte Block der Veranstaltung setzte sich mit der Nachfrage nach Produkten der Öl- und Eiweißpflanzen auseinander. Wienke von Schenck, AMI Bonn, dokumentierte in ihrem einführenden Vortrag die Entwicklung des heimischen Rapsanbaus vor dem Hintergrund des weltweit steigenden Bedarfs an Ölen und Fetten sowie pflanzlichem Protein. So konnte Rapsextraktionsschrot als wichtigstes heimisches Eiweißfuttermittel im abgelaufenen Wirtschaftsjahr bei der Einsatzmenge in Deutschland erstmals nahezu mit Sojaextraktionsschrot gleichziehen. Prof. Dr. Hubert Spiekers von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft Grub bestätigte den hohen Futterwert von Rapsfuttermitteln gemäß zahlreicher Fütterungsversuche. Demnach setze man sowohl bundesweit als auch bei der Eiweißinitiative Bayern auf deren verstärkten Einsatz bei Rind, Schwein und Geflügel. Auf ganz neue Wertschöpfungsmöglichkeiten neben dem immer beliebter werdenden Rapsspeiseöl machte Dr. Michael Raß, Teutoburger Ölmühle Ibbenbüren, in der Podiumsdiskussion aufmerksam: Das hochwertige Aminosäurenmuster des Rapses legt die Herstellung von Proteinisolaten für die menschliche Ernährung nahe. Die Voraussetzung hierfür habe die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Ende letzten Jahres mit der sogenannten Novel Food-Zulassung geschaffen. Jetzt sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis erste Proteingewinnungsanlagen hierzulande gebaut sowie hochwertige Rapsproteine in den Rezepturen von Sportlernahrung, Getränken und Grundnahrungsmitteln Eingang finden werden.


In der Diskussion wurde die ganze Bandbreite bei der Nutzung von Rapsprotein aufgezeigt. Demnach existieren sowohl für das klassische Rapsextraktionsschrot als auch für standardisierte Rapskuchen oder Spezialprodukte aus geschälter Rapssaat bereits heute breite und vielfältige Einsatzmöglichkeiten bei allen landwirtschaftlichen Nutztieren. Insbesondere der Trend im Lebensmitteleinzelhandel zur Auslobung von Gentechnikfreiheit führt zu einem Wettbewerbsvorteil von heimisch erzeugtem Raps. Darüber hinaus ist auch vor diesem Hintergrund ein hohes Wachstumspotenzial für pflanzliche Proteine in der Humanernährung zu sehen.


Der UFOP-Vorsitzende Wolfgang Vogel fasste in seinem Fazit die intensiven Diskussionen im Fachforum zusammen: “Raps in Deutschland hat in den letzten 25 Jahren wahre Überflieger-Qualitäten gezeigt. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Erfolgsgeschichte – trotz der identifizierten Herausforderungen – fortgeschrieben werden kann und wird.”


Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.


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