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20 Kasım 2015

Business Talk "Arbeitswelt 2025" in Frankfurt

Bei einem Business Talk des Machwürth Teams diskutieren (HR-)Manager und Organisationsentwickler darüber, vor welchen Herausforderungen die Unternehmen künftig stehen und wie sie diese meistern können.


Business Talk Industrie 4.0, demografischer Wandel, Generation Y, Führung 4.0 – das sind nur einige der Schlagworte, unter denen Personalverantwortliche aktuell darüber diskutieren: Welche Herausforderungen kommen auf die Unternehmen zu? Welchen Beitrag können ihre Human Ressource- und Organisationsentwicklungsbereiche zu ihrer Bewältigung leisten? Und: Inwieweit eignen sich die bewährten Instrumenten und Methoden hierzu oder müssen neue entwickelt werden?


Über diese Fragen möchte das Machwürth Team International (MTI), Visselhövede, am 14. Januar 2016 in Frankfurt auch mit Personalverantwortlichen, HR-Managern und Organisationsentwicklern debattieren. Dann lädt das weltweit agierende Beratungs- und Trainingsunternehmen alle Personen, „die in Unternehmen Personal- und/oder Ergebnisverantwortung tragen“ um 14 Uhr zu einem Business Talk „Arbeitswelt 2025“ in die VINCI-Akademie ein.


Bei dem circa zweistündigen Treffen in den Akademieräumen der deutschen Zentrale des französischen Konzerns VINCI Energies (Colmarer Straße 11, 60528 Frankfurt) werden die anwesenden Manager sowie Personal- und Organisationsentwicklungsexperten gemeinsam Antworten auf solche Frage suchen wie: Wie muss die Arbeitswelt von morgen gestaltet sein, damit die Unternehmen die Herausforderungen, vor denen sie stehen, meistern und die Mitarbeiter ihrer Potenziale entfalten können? Welche Kulturanpassungen sind dafür nötig und mit welchen Konzepten können diese sinnvoll begleitet werden? Und: Welche Voraussetzungen muss die Unternehmensleitung schaffen, um diesen Change-Prozess erfolgreich zu realisieren?


Bei dem Business Talk erfolgt nach der Begrüßung eine Einführung in das Thema durch den MTI-Geschäftsführer Hans-Peter Machwürth. Danach werden mit Hilfe digitaler Moderationstechnik die aktuellen Fragen der Teilnehmer zur „Arbeitswelt 2025“ gesammelt und „geclustert“. Anschließend schauen sie sich gemeinsam den Kurzfilm „Augenhöhe“ an, in dem die Mitglieder eines gleichnamigen Projekts einige Unternehmen besuchen und porträtieren, in dem bereits viele Prinzipien des „New Work“ gelebt und täglich umgesetzt werden.


Nach diesem inspirierende Film, der Mut macht, sich neuen Denkmodellen zu öffnen, diskutieren die Teilnehmer in moderierten Gruppen anhand unterschiedlicher Leitfragen über den Film und mögliche Erkenntnisse, die sich aus ihm zur Beantwortung ihrer Fragen ziehen lassen. Nach einer Pause werden die Ergebnisse der Gruppenarbeit und -diskussion im Plenum vorgestellt. Diese werden dann nochmals zusammengefasst. Zudem wird ein Ausblick gewagt.


Personalverantwortliche sowie Personal- und Organisationsentwickler, die sich für eine Teilnahme an dem Business Talk „Arbeitswelt 2025“ am 14. Januar in Frankfurt interessieren, finden nähere Infos hierüber auf der Webseite www.mti-toolbox.com. Dort können sie sich auch anmelden. Die Teilnahme am Business Talk ist kostenfrei. Interessierte können das Machwürth Team International (MTI) auch direkt kontaktieren (Tel.: 04262/93 12 31; Email: kristina.gust@mwteam.com)


Das Machwürth Team International (MTI Consultancy), Visselhövede, ist ein international agierendes Beratungs- und Trainingsunternehmen. Es unterstützt mit seinen 450 Beratern und Trainern weltweit Unternehmen beim Umsetzen ihrer Strategien. Dabei verknüpft das 1989 gegründete Beratungsunternehmen die hierfür erforderlichen Personal- und Organisationsentwicklungsmaßnahmen so, dass die Unternehmensziele erreicht werden.


Das Machwürth Team International stellt seinen Kunden auch (elektronische) Instrumente (wie Lernplattformen) zur Verfügung, die diese zum Managen der Strategieumsetzungsprojekte sowie des hieraus resultierenden Change- und Lernbedarfs brauchen. Außerdem vermittelt es den Mitarbeitern – wie zum Beispiel Führungskräften, Verkäufern und Servicemitarbeitern – die Skills, die diese für ein erfolgreiches Arbeiten in dem veränderten Unternehmensumfeld benötigen.


Das Machwürth Team International hat Niederlassungen in zahlreichen Ländern Europas; außerdem in China, Nordamerika und Singapur. Der geschäftsführende Gesellschafter des Beratungsunternehmens ist Hans-Peter Machwürth.

Das Machwürth Team International (MTI Consultancy), Visselhövede, ist ein international agierendes Beratungs- und Trainingsunternehmen. Es unterstützt mit seinen 450 Beratern und Trainern weltweit Unternehmen beim Umsetzen ihrer Strategien. Dabei verknüpft das 1989 gegründete Beratungsunternehmen die hierfür erforderlichen Personal- und Organisationsentwicklungsmaßnahmen so, dass die Unternehmensziele erreicht werden.


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19 Ekim 2015

Kongress Invest in Future in Stuttgart

„Jetzt vernetzen: Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Weil die Zukunft alle angeht!“


Kongress Invest in Future in StuttgartDer Zukunftskongress für Bildung und Betreuung Invest in Future findet am 19. und 20. Oktober 2015 zum zwölften Mal in Stuttgart statt: Die zweitägige Veranstaltung mit Professor Dr. Richard David Precht widmet sich dieses Jahr unter anderem einer neuen Wertekultur in Unternehmen und Bildungseinrichtungen, innovativen Modellen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Pflege sowie der MINT-Förderung in Kitas und ist Plattform für den interdisziplinären Austausch.


Mehrere Hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie über 40 Vortragende aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Pädagogik diskutieren heute und morgen (19./20. Oktober 2015) während des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung Invest in Future im Stuttgarter Haus der Wirtschaft Zukunftsthemen aus Gesellschaft, Bildung und Arbeitswelt. Staatssekretär Peter Hofelich vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg betonte: „Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hat ein großes Interesse daran, Technikinteresse und -begeisterung breitenwirksam und frühzeitig bei Kindern und Jugendlichen zu wecken, um den Wirtschaftsstandort zu stärken und langfristig MINT-Fachkräfte für Baden-Württemberg zu sichern. Wir müssen früh ansetzen, vorhandene Neugier und Wissbegierde von Kleinkindern fördern und Mädchen und Jungen gleichermaßen für Technik begeistern.“ Das Ministerium unterstützt deshalb die Veranstaltung.


„Wir brauchen eine Bildungsrevolution!“

Eröffnungsredner Professor Dr. Richard David Precht, Philosoph und Bestsellerautor, sagt: „Wir brauchen keine weitere Bildungsreform, wir brauchen eine Bildungsrevolution!“. Denn die Erkenntnisse der modernen Entwicklungspsychologie, der Lerntheorie und der Hirnforschung seien in deutschen Bildungseinrichtungen bislang kaum angekommen. „Das ist ein Verrat an unseren Kindern“, erklärt Precht.


Gesellschaft: Beteiligung versus Egoismus

Praktikerinnen und Praktiker aus Institutionen und Unternehmen beobachten eine zunehmende „Hauptsache ich“- bzw. „Hauptsache mein Kind“-Mentalität, die sie mit Sorge erfüllt: „Wir benötigen mehr Gemeinschaftssinn, wenn das Leben, Lernen und Arbeiten im sozialen Verbund funktionieren soll“, erklärt Kongress-Initiatorin Waltraud Weegmann, Geschäftsführerin der Konzept-e für Bildung und Betreuung gGmbH, die Invest in Future gemeinsam mit der element-i-Bildungsstiftung, dem Kind e.V. Dachverband und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart veranstaltet. Die Diplom-Psychologin Uta Bösch sowie der Umweltökonom und Nachhaltigkeitsmanager Ivo Mersiowsky, Inhaber der Tübinger Unternehmensberatung Quiridium, stellen dar, wie es gelingen kann, gemeinsame Werte zu entwickeln und im Alltag umzusetzen.


Wirtschaft: Vereinbarkeit 2.0

Invest-in-Future-Referent Andy Keel ist Unternehmer und Teilzeitvater. Er steht für einen Trends der betriebliche Antworten einfordert: das neue Rollenverständnis vieler Väter. Keel plädiert für „Mehr Mut zu Teilzeit – auch in Führungspositionen“. Am eigenen Beispiel zeigt er, dass es geht und sich das Modell für Unternehmen auch wirtschaftlich auszahlt. Christiane Flüter-Hoffmann vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) macht sich dafür stark, das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege „aus der Grauzone“ zu holen. Unternehmen und Beschäftigte seien gut beraten, sich auf die Herausforderungen vorzubereiten, die mit einer alternden Gesellschaft und zunehmen Pflegeaufgaben einhergingen.


Sozial- und Bildungseinrichtungen: Rahmenbedingungen im Wandel

Der Sozialwissenschaftler Professor Dr. Stefan Sell thematisiert in seinem Plenumsvortrag den zunehmenden Wettbewerb unter den Bildungseinrichtungen, die Herausforderungen durch den Fachkräftemangel bei Erzieherinnen und Erziehern und analysiert welche Rahmenbedingungen eine pädagogische Innovationskultur fördern können. Ein kreativer Umgang mit einem fast leergefegten Arbeitsmarkt für Kita-Fachkräfte sowie Möglichkeiten und Spielräume für angehende Sozialunternehmerinnen und -unternehmer sind weitere Vortragsthemen.


Pädagogik: MINT-Förderung und Medienerziehung

Gute Beispiele aus der Praxis und Workshops zum Mitmachen stehen im pädagogischen Bereich auf dem Programm: Die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Kita-Innovationspreises KitaStar der element-i-Bildungsstiftung, der während des Kongresses verliehen wird, stellen ihre beispielgebende Praxis einer frühen Förderung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) vor. Dr. Ulrike Brandt-Bohne, Biologin, Wissenschaftsjournalistin und Moderatorin der ARD-Sendung Kopfball, gibt praktische Anregungen, wie sich naturwissenschaftlich-technische Inhalte gut in den Kita-Alltag integrieren lassen. Björn Haferkamp, Philosoph an der Universität Bremen, leitet einen Workshop mit dem Titel „Digital Natives“. Er betont, dass es kein „richtiges“ Konzept für eine Medienpädagogik in der Kita gäbe. Es sei jedoch wichtig, dass die Einrichtungen individuell eine begründete Haltung dazu entwickelten, wie sie in ihrem Haus mit dem Thema umgehen möchten. Dazu bietet ihnen der Workshop das nötige theoretische Fundament.


Begleitmesse: Unternehmen und Institutionen stellen sich vor

Firmen und Institutionen aus den Bereichen Bildung und Betreuung nutzen Invest in Future als Plattform, um sich einem interessierten Fachpublikum zu präsentieren. Mit einem Stand vertreten sind u.a. der Herder Verlag, die Alzheimer Gesellschaft BW sowie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.


Weitere Informationen: www.invest-in-future.de.


Das Konzept-e Netzwerk ist seit seiner Gründung 1988 kompetenter Partner für Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher Kindertagesstätten mit hohem Qualitäts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten Geschäftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk knapp 40 Kitas, zwei Grundschulen, zwei Freie Duale Fachschulen für Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-Pädagogik formuliert. Um diese Bildung und Betreuung allen Kindern zu ermöglichen, wurde 2011 die element-i-Bildungsstiftung ins Leben gerufen.


Das Konzept-e Netzwerk beschäftigt bundesweit 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihm gehören die Trägervereine Kind e.V. Stuttgart, Kind und Beruf e.V., Konzept-e für Kindertagesstätten gGmbH und die Konzept-e für Schulen gGmbH.


Das Konzept-e Netzwerk veranstaltet jährlich den Kongress Invest in Future, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zeitgemäße Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von 0 bis 10 Jahren in den Fokus nimmt. Er findet das nächste Mal am 19. und 20. Oktober 2015 in Stuttgart statt.


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25 Eylül 2015

Am Ende der Digitalen Agenda

Welche Schritte dringend erledigt werden müssen, damit Deutschland den digitalen Anschluss nicht verliert. IfKom diskutiert mit Sören Bartol, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.


BildMit der Digitalen Agenda hat die Bundesregierung vor einem guten Jahr die Grundsätze ihrer Digitalpolitik vorgestellt, um Deutschlands Rolle als leistungsstarke und innovative Volkswirtschaft auszubauen. Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) begrüßt die Ziele der Digitalen Agenda. Heinz Leymann, IfKom-Bundesvorsitzender, sieht in der bisherigen Umsetzung jedoch noch erheblichen Nachholbedarf.


Sören Bartol, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion für den Bereich Verkehr, Bau und digitale Infrastruktur sowie Digitale Agenda, erklärt dazu: „Zahlreiche Maßnahmen sind bereits umgesetzt worden. Durch die Frequenzversteigerung können zusätzliche Mittel in Milliardenhöhe für den Breitbandausbau zur Verfügung gestellt werden, das IT-Sicherheitsgesetz wurde verabschiedet und die Gründerförderung verbessert. Noch in diesem Jahr soll Rechtssicherheit für WLAN-Betreiber geschaffen werden. Die Potenziale von WLAN als Zugang zum Internet im öffentlichen Raum müssen ausgeschöpft werden, um mehr öffentliche und offene Angebote zu ermöglichen. Hier wird es im parlamentarischen Verfahren noch Verbesserungen geben müssen, um das Ziel des Gesetzentwurfes zu erreichen.“


Breitbandnetze: Voraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse


Nach Auffassung der Ingenieure für Kommunikation sind Breitbandzugänge die wichtigste Voraussetzung für die Teilhabe an der Digitalisierung und ermöglichen der Wirtschaft, sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten. Die Bundesregierung ordnet leistungsstarken Breitbandnetzen ebenfalls eine hohe Bedeutung für gleichwertige Lebensverhältnisse sowie als Standortfaktor für die Wirtschaft zu und strebt daher bis 2018 einen flächendeckenden Ausbau mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde an. Die IfKom unterstützen die Politik in dem Ziel, eine flächendeckende Breitbandversorgung zu erreichen. Bis Mitte des Jahres 2015 waren 68,7% der Haushalte und Unternehmen mit mindestens dieser Bandbreite versorgt. Andreas Hofert, Mitglied des IfKom-Bundesvorstands, bezweifelt angesichts der derzeitigen Fortschrittsraten von etwa 4,6 Prozentpunkten pro Jahr die Erreichung dieses Ziels bis zum Jahr 2018.


Auch der Bundestagsabgeordnete Sören Bartol hält den Breitbandausbau für eine der wichtigsten Grundlagen für das Gelingen der Digitalen Agenda. „Die Bemühungen müssen hier weiter verstärkt werden, damit bis 2018 alle Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s versorgt werden. Das Geld steht nun zur Verfügung. Die Bundesländer haben ebenfalls einen Anteil aus der Frequenzversteigerung erhalten, den sie für den Breitbandausbau einsetzen sollten.“ Mit den Ingenieuren für Kommunikation stimmt Sören Bartol überein: Es ist ein Investitionsschub in die digitale Infrastruktur erforderlich, um zukunftssichere Hochgeschwindigkeitsnetze aufzubauen. Diese Perspektive bietet vor allem der Glasfaseranschluss. Der Ausbau bis in die Häuser oder in die Haushalte (FTTB, FTTH) sollte, wo möglich, mit Glasfaser realisiert werden. Der Abgeordnete geht noch weiter: Um die gesellschaftliche Teilhabe am schnellen Internet sicher zu stellen, strebe die SPD-Bundestagsfraktion auf europäischer Ebene eine Regelung an, dass auf nationaler Ebene bestimmte Bandbreiten als Universaldienstverpflichtung vorgegeben werden könnten.


Aus Sicht des IfKom-Bundesvorstands wird der derzeitige Förderrahmen nicht ausreichen, um alle wirtschaftlich nicht ausbaubaren Flächen in Deutschland breitbandig zu versorgen. Die IfKom appellieren daher an die verantwortlichen Politiker und die Unternehmen, gemeinsam weitere Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Die Zusammenarbeit in der „Netzallianz für Deutschland“ sollte nunmehr Ergebnisse liefern.


Digitalisierung verändert Wirtschaft und Arbeitswelt


Nach einer aktuellen Umfrage befürchten 21% der Arbeitnehmer den Wegfall ihrer Jobs aufgrund der Digitalisierung. 49% der Befragten erwarten, mehr IT-Kenntnisse als bisher zu benötigen. Die Ingenieure für Kommunikation bewerten eine gute Arbeitsqualität als Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben die Aufgabe, sich auf den Strukturwandel aufgrund der Digitalisierung aktiv vorzubereiten. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen reagieren auf die Umbrüche noch zurückhaltend, müssen aber mittelfristig ihre Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle anpassen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Diese Veränderungen sollte die Politik nach Auffassung der IfKom sowohl für den Bereich der Arbeit als auch für die Unternehmen noch aktiver begleiten. Die Digitale Agenda hat das Ziel, Deutschland zum Wachstumsland Nr. 1 zu machen und setzt dabei auch auf die Innovationskraft der Startups. Die IfKom fordern hierfür ein innovationsfreundliches entbürokratisiertes Klima.


Sören Bartol, MdB, dazu: „Gute Arbeitsqualität ist unerlässlich dafür, dass Mitarbeiter langfristig psychisch und körperlich gesund und leistungsfähig bleiben. Gerade bei den Umbrüchen in der Arbeitswelt müssen Arbeitgeber, Gewerkschaften, aber auch der Gesetzgeber darauf achten. Wir werden die Auswirkungen der digitalen Technologien auf die Beschäftigung und Arbeitsmärkte, den Gesundheitsschutz sowie die Unternehmensorganisationen stärker in den Blick nehmen und gemeinsam mit den Sozialpartnern sinnvolle Lösungsansätze für das Arbeiten in der digitalen Welt entwickeln.


Digitale Bildung ist eine Zukunftsinvestition


Die Qualifizierung von Arbeitnehmern muss an die Anforderungen der Digitalisierung, wie beispielsweise immer kürzere Entwicklungszyklen, angepasst werden. Digitale Kompetenz muss nach Meinung der IfKom bereits in der Schule vermittelt werden, Teil der Ausbildung und des Studiums sein sowie in der Fortbildung einen festen Platz einnehmen. Die IfKom fordern daher eine stärkere Fokussierung der Aus- und Weiterbildung auf diejenigen Kompetenzen, die zukünftig noch stärker erforderlich sind – vor allem Fähigkeiten zur Entwicklung, Pflege und Betrieb digitaler Systeme. Dies muss bereits in der Schule beginnen. Deutschland darf sich im Bereich der computer- und informationsbezogenen Kompetenzen von Schulabgängern nicht mit dem derzeitigen Mittelfeld zufrieden geben. Ebenso müssen Hemmnisse durch die föderale Struktur überwunden werden.


Sören Bartol hält die digitale Bildung ebenfalls für den wichtigsten Schlüssel zur Teilhabe an der digitalen Gesellschaft. Um digitale Souveränität für jeden zu erreichen, müssten auch neue verfassungsrechtliche Regelungen gefunden werden, die eine bessere Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern ermöglichen. Neben verpflichtendem Informatikunterricht gehörten auch eine digitale Lernmittelfreiheit, digitale Lehr- und Lernkonzepte für Schule und Hochschule sowie die Anpassung der Dualen Ausbildungsberufe an die Anforderungen von Industrie 4.0 zu den Zielen, die die SPD-Bundestagsfraktion verfolge.


Digitale Agenda am Ende nur Zwischenschritt in die richtige Richtung


„Die IfKom halten die Digitale Agenda der Bundesregierung für eine anspruchsvolle aber notwendige Aufgabenstellung auf dem Weg in die digitale Zukunft“, betont IfKom-Bundesvorsitzender Heinz Leymann. Auch wenn sie einer der Bundesminister bei der Präsentation im letzten Jahr als „Hausaufgabenheft“ bezeichnet hat, bewerten die Ingenieure für Kommunikation die darin formulierten Ziele in den sieben Handlungsfeldern als Mindestanforderungen, die in dieser Legislaturperiode erreicht werden müssen. Die Bilanz nach einem guten Jahr fällt daher aus Sicht der IfKom eher kritisch aus.


Für Sören Bartol steht fest: „Die Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag werden die Umsetzung der Digitalen Agenda weiterhin kritisch und konstruktiv begleiten. Als SPD-Fraktion verstehen wir den digitalen Strukturwandel als Chance für mehr gesellschaftliche Teilhabe und für eine Stärkung der Souveränität der modernen Bürgergesellschaft, die wir durch entsprechende Beschlüsse und gesetzliche Regelungen ermöglichen wollen.“


Über:


IfKom – Ingenieure für Kommunikation e.V.
Herr Heinz Leymann
Strünkedestr. 31
44359 Dortmund
Deutschland


fon ..: 0231 93699329
web ..: http://www.ifkom.de
email : info@ifkom.de


Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade Kommunikationsingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.


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