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26 Ekim 2015

Wirtschaftliche Schäden durch Produktpiraterie

Markenfälschungen vernichten Umsatz und Arbeitsplätze


Wirtschaftliche Schäden durch Produktpirateriesup.- Noch nie war es so leicht, kriminell zu werden: Tag für Tag verlassen unzählige Online-Händler, die es mit dem Urheberrecht oder der Markenechtheit nicht so genau nehmen, den Bereich des Erlaubten. Und das gilt auch für ihre Kunden, selbst wenn denen das häufig gar nicht bewusst ist. Bereits mit einem Bein in der Illegalität steht zumindest jeder, der angebliche Markenartikel als besonders preisgünstige „Schnäppchen“ bei dubiosen Kaufportalen im Ausland bestellt. Wird die gefälschte Markenware vom Zoll abgefangen, bleibt der Online-Käufer auf seinen Kosten sitzen. Besonders bei Bestellmengen, die auf eine gewerbliche Nutzung hindeuten, drohen sogar strafrechtliche Konsequenzen sowie kostenpflichtige Abmahnungen der Rechteinhaber. Produktpiraterie ist nämlich kein Kavaliersdelikt: Allein durch gefälschte Schuhe, Kleidung und modische Accessoires werden laut dem „Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt“ (HABM) jährlich 363.000 Arbeitsplätze in ganz Europa vernichtet. Die Einnahmeeinbußen legaler Unternehmen in Herstellung, Großhandel, Einzelhandel und Import summieren sich durch den Verkauf der Plagiate auf 26,3 Mrd. Euro. Werden auch die Auswirkungen auf Zulieferer berücksichtigt, liegt der Negativ-Effekt auf die Beschäftigung in Europa sogar bei 518.000 Arbeitsplätzen und die Gesamtverluste steigen auf insgesamt 43,3 Mrd. Euro.


„Diese Kriminalitätsform lässt sich nur bekämpfen, indem die Vertriebswege der Täter gekappt werden“, sagt Dr. Alexander Dröge vom Markenverband e. V.: „Nachdrücklich ist die Politik gefordert, die Ströme gefälschter, vor allem über das Internet vertriebener Waren aus dem Ausland nach Deutschland einzudämmen.“ Dafür muss auch bei den Konsumenten das Bewusstsein für den Wert echter Markenware geschärft werden. Billig eingekaufte Imitate oder No-Name-Produkte können nämlich niemals den Ansprüchen gerecht werden, die in Sachen Produktgüte, Fertigungskontrolle, Gewährleistung und Kundenservice an echte Qualitätsmarken gestellt werden dürfen. Leider unterläuft ausgerechnet das Bundeskartellamt diese notwendige Aufklärungsarbeit, indem es die Hersteller zunehmend daran hindert, sich durch individuelle Markenpflege und Profilierung eigener Vertriebswege vom Discount-Niveau der Internet-Plattformen abzugrenzen. Auch die höheren Kosten für Mitarbeiterqualifikation, Erreichbarkeit, kompetente Beratung und Öffentlichkeitsarbeit sollen nach Meinung der Behörde vielfach nicht mehr in die Preiskalkulation einfließen dürfen. Nach Ansicht des Wirtschaftspublizisten Detlef Brendel (http://www.pressebuero-brendel.com), Autor des Fachbuchs „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5), droht den deutschen Kunden als Konsequenz dieser wettbewerbsverzerrenden Kartellpolitik schon bald ein „Discountry“, also ein „ausschließlich an Niedrigpreisen orientiertes Discount-Angebot ohne die Dienstleistungsvielfalt mittelständischer Fachgeschäfte“. Denn eine Nivellierung der Vorzüge echter Markenware mindert letztlich die Kompetenz der Verbraucher beim Vergleich von Angeboten. Und das wiederum spielt den Produktpiraten in die Hände.


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12 Ekim 2015

Strukturwandel im Einzelhandel

Keine Chance für Fachgeschäfte?


Strukturwandel im Einzelhandelsup.- Der Online-Handel boomt: Für 2015 erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) bei den so genannten E-Commerce-Umsätzen mit Endverbrauchern ein Volumen von rund 43,6 Mrd. Euro, ein Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 waren es lediglich 13,8 Mrd. Euro, die beim Verkauf über das Netz umgesetzt wurden. Die Kehrseite dieses Aufwärtstrends zeigt sich in den Innenstädten: Viele stationäre Fachgeschäfte kämpfen ums Überleben oder haben bereits aufgegeben. In der Umklammerung von Internet-Kaufportalen und überregionalen Filialketten gehen gerade dem mittelständischen Einzelhandel immer mehr Marktanteile verloren. Die schrumpfende Angebotsvielfalt trägt zusätzlich dazu bei, die Kunden vom City-Shopping abzuhalten. Der Attraktivitätsverlust der Innenstädte ist nach einer aktuellen Konjunkturumfrage des HDE bereits für 45 Prozent der Einzelhändler eines der zentralen Themen, die Herausforderung Online-Handel wird sogar von 48 Prozent genannt.


Als wichtigsten Rettungsanker in der Krise sehen viele Fachgeschäfte deshalb genau die Qualitäten, die sie nach wie vor von den Online-Shops unterscheiden. Individuell auf den einzelnen Kunden abgestimmte Warenpräsentationen mit kompetenter Information durch geschulte Fachverkäufer sowie ein echtes Begutachten, Antesten und Anfassen der Produkte – das alles ist vor dem heimischen PC nicht möglich. Auch manche Hersteller unterstützten bisher tatkräftig das Überleben des stationären Handels, indem sie zum Beispiel den höheren Aufwand für Präsentationsfläche, Personal, Mitarbeiterschulungen und Vor-Ort-Service durch Rabatte honorierten. Bei beratungsintensiven Warengruppen legten einige Hersteller sogar Wert darauf, dass ihre Produkte überhaupt nicht per Mausklick, sondern ausschließlich im Fachgeschäft gekauft werden können.


Dieser Hilfestellung wird jetzt vom Bundeskartellamt die wirtschaftliche und rechtliche Grundlage entzogen. Vertriebsbeschränkungen beim Online-Handel seien kartellrechtswidrig, so die Behörde, weil sie den Wettbewerb behindern. Kritiker dieser Behörden-Perspektive sehen allerdings gerade in der Tendenz, auf diese Weise schrittweise die Qualitätsstandards beim Vertrieb auszuhöhlen, eine Bedrohung der Angebotsvielfalt. „Die behördliche Anordnung ist Sterbehilfe für den Fachhandel“, urteilt der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel (http://www.pressebuero-brendel.com), Autor des Fachbuchs „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5): „Lokale Fachgeschäfte, die sich durch Kundenorientierung, persönliche Beratung und umfangreiche Service-Leistungen gegenüber den überregionalen Filialketten und Online-Händlern behaupten, sind in ihrer Existenz gefährdet, weil sie gerade diese Stärken nicht mehr zu wirtschaftlichen Bedingungen ausspielen können.“ Die Folgen sind bereits überall dort spürbar, wo Discounter-Filialen alteingesessene Fachhändler für Markenartikel verdrängen. Wenn Hersteller ihre Artikel jetzt auch im Internet unfreiwillig im Umfeld diverser Schnäppchenportale anbieten müssen, dann, so die Befürchtung Brendels, bleibt den Kunden nur noch ein allgemeines „Discountry“ statt abwechslungsreicher Warenlandschaften.


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31 Ağustos 2015

Kunden wünschen Service und Beratung

Qualität und Herkunft der Produkte im Fokus


Kunden wünschen Service und Beratungsup.- Über leidgeplagte Ehemänner, die als Shopping-Begleiter ihrer Gattin viel Geduld aufbringen müssen, sind schon viele Witze gemacht worden. Dabei scheint das Klischee vom unentschlossenen Anprobieren europaweit immer weniger der Realität zu entsprechen. Beim Kauf von Bekleidung fällt der Entscheidungsprozess mit durchschnittlich anderthalb bis zwei Stunden nämlich kürzer aus als z. B. bei Einrichtungsgegenständen (ca. zweieinhalb Stunden) oder bei Elektrohaushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik (über drei Stunden). Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Europa Konsumbarometer“, die im Auftrag der Commerz Finanz GmbH jährlich das Verbraucherverhalten analysiert. Dabei stellte sich allerdings auch heraus, dass die Deutschen für das Recherchieren und Einkaufen grundsätzlich etwas mehr Zeit investieren als ihre europäischen Nachbarn – nicht nur beim Klamottenkauf. Weitgehend einig sind sich viele Konsumenten in den repräsentativ befragten Ländern dagegen beim Wunsch nach mehr Beratung und Unterstützung – ganz gleich, ob beim Online-Händler oder in der nächstgelegenen Geschäftsfiliale. Jeder dritte Europäer gibt an, dass ihm verbesserte Serviceangebote im Internet oder persönliche Betreuung vor Ort das Einkaufen erleichtern würden.


Dieser Wunsch wird vor dem Hintergrund eines weiteren Studienergebnisses noch verständlicher: Neben dem Preis sind es zunehmend Informationen zu Qualität, Herkunft und Zusammensetzung der Produkte, die über den Kauf entscheiden. Für zwei Drittel aller Befragten sind diese Kriterien heute wichtiger als noch vor fünf Jahren. Bei den Aspekten Service, Beratung und Verbraucheraufklärung haben jedoch die deutschen Konsumenten ein ganz spezielles Problem. Das Bundeskartellamt gibt den Herstellern immer häufiger Vorgaben zur Preisgestaltung, mit denen diese kundenorientierten Zusatzleistungen gar nicht zu realisieren sind. Statt eine breitgefächerte Warenpalette vom Discount-Angebot bis zum hochwertigen Markenprodukt zu akzeptieren, wollen die Wettbewerbshüter in Deutschland eine Art „Discountry“ forcieren, dessen Warenwelt sich lediglich im niedrigsten Preisniveau bewegen darf. Über die Folgen dieser Eingriffe in die unternehmerischen Geschäftsmodelle berichtet der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel (http://www.pressebuero-brendel.com) in dem Fachbuch „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5). Er sieht in der Behörden-Initiative eine fatale Fehlentwicklung: „Wer eine derart auf den Preis fokussierte Sicht vertritt, der kann unmöglich verstehen, dass beispielsweise die Preise eines serviceorientierten Anbieters, also der Preis für ein Produkt plus Dienstleistungen, nicht mit dem reinen Produktpreis eines anderen Anbieters, der keine Zusatzleistungen erbringt, verglichen werden können.“


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17 Ağustos 2015

Lego ist die weltweit stärkste Marke

Vertrauensbonus aus Jahrzehnten


Lego ist die weltweit stärkste Markesup.- „Hier ist alles super“ singen die Figuren im erfolgreichen Lego-Spielfilm und verpassen damit jedem Kinobesucher einen Song-Ohrwurm. Tatsächlich ist das Attribut „super“ eine zutreffende Beschreibung für die aktuelle Geschäftsentwicklung bei dem dänischen Spielzeughersteller. Lego ist im Jahr 2015 erstmals die stärkste Marke der Welt und übernimmt damit eine Position, die jahrelang von Ferrari verteidigt werden konnte. Zu diesem Ergebnis kommt das jährlich veröffentlichte Ranking „Brand Finance Global 500″, das in der internationalen Wirtschaftswelt als Orientierungshilfe bei der Markenbewertung gilt. Zur Ermittlung der „stärksten“ Marke wird nicht nur der finanzielle Markenwert analysiert, sondern unter anderem auch die Beliebtheit bei Mitarbeitern und Kunden. Und da hat Lego offensichtlich über Jahrzehnte eine enorme Vertrauensbasis aufbauen können: Viele Eltern, die bereits selbst mit Lego aufgewachsen sind, schenken heute ihren Kindern die bunten Bausteine.


Weitere Marken, die sich hinter Lego in den Top Ten des Rankings platzieren konnten, sind beispielsweise Red Bull, Nike, Walt Disney, Rolex und Coca Cola. Auch wenn diese Namen für ganz unterschiedliche Wirtschaftsbereiche stehen, haben sie doch eines gemeinsam: Die langjährige Tradition als Premiummarke gibt den Verbrauchern die Sicherheit, dass bei den Produkten dieser Anbieter großer Wert auf strenge Qualitätskontrollen, umfassende Serviceleistungen und eine konsequente Kundenorientierung gelegt wird. Diese Voraussetzungen für unverwechselbare Markenstärke müssen in Deutschland allerdings zunehmend gegen das Bundeskartellamt verteidigt werden. Es häufen sich die Fälle, in denen die Wettbewerbshüter die teilweise über lange Zeit gewachsenen, individuell zugeschnittenen Formen von Marketing, Distribution und Preisgestaltung untersagen bzw. eine Angleichung verlangen. Ob Schokolade, Bier oder Kartoffeln, ob Sportbekleidung oder Energiedienstleistung – es gibt allmählich kaum noch eine Branche, deren bewährte Geschäftsmodelle nicht bereits von der Kartellbehörde torpediert wurden.


Die Stoßrichtung ist dabei stets die gleiche: Statt einer Staffelung vielfältiger Angebote auf unterschiedlichem Preisniveau soll in dem jeweiligen Produktsegment nur die billigste Discount-Variante als Maßstab gelten. Markenhersteller, die ihre Preise aufgrund der servicebezogenen und verbrauchergerechten Vertriebsformen anders kalkulieren müssen, sollen ebenfalls in die Niederungen solch eines „Discountry“ umziehen. Andernfalls müssen sie nach den Erfahrungen der letzten Jahre damit rechnen, vom Kartellamt mit Millionenstrafen belegt zu werden. Widerspruch scheint in der Regel zwecklos, denn die Behörde ermittelt und urteilt nicht nur, sie legt auch selbst die Höhe der Bußgelder fest. „Die auf unserer Verfassung beruhende Gewaltenteilung ist ein Prinzip des Rechtsstaats, dem sich das Bundeskartellamt unmerklich entzogen hat“, resümiert der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel (http://www.pressebuero-brendel.com): „Es ist Fahnder, Ankläger und Richter in Personalunion. Und es nimmt zudem für sich in Anspruch, auch noch das Opfer des angeblichen Kartellverstoßes, den Verbraucher, zu repräsentieren.“ Die leidvollen Erfahrungen mehrerer deutscher Unternehmer, die sich mit dieser Behördenmacht konfrontiert sahen, hat Brendel in dem Fachbuch „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ dokumentiert (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5).


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3 Ağustos 2015

Kartellbehörde gefährdet Angebotsvielfalt

Wird Kundenservice zum geschäftlichen Risiko?


Kartellbehörde gefährdet Angebotsvielfaltsup.- Wie der Preis einer Ware zustande kommt, ist für Verbraucher nicht immer nachvollziehbar. Ob er angemessen ist und was die Preisdifferenz zum Konkurrenzprodukt rechtfertigt, bleiben deshalb ebenfalls oft ungeklärte Fragen. In einem Punkt jedoch wird jedes Angebot transparent: Service- und Beratungsleistungen, die sich direkt an den Kunden richten, können von ihm auch verglichen und bewertet werden. Es macht eben einen Unterschied, ob man zum Beispiel jederzeit bei einer kompetent besetzten Hotline anrufen kann oder sich mit vorgefertigten Ansagetexten begnügen muss. Es kommt auch darauf an, wie qualifiziert und umfassend eine Verkaufsberatung ist, wie schnell Anfragen bzw. Reklamationen bearbeitet werden, wie lange Zubehör oder Ersatzteile vorgehalten werden und welche Zahlungsmodalitäten zur Verfügung stehen. Außerdem ist es natürlich ein maßgeblicher Vorteil, wenn die Kaufentscheidung nicht nur auf einem Prospekt oder einigen Internet-Bildern beruht, sondern wenn es eine echte Geschäftsfiliale oder einen Showroom zum ausgiebigen Stöbern, Vergleichen und Testen gibt.


Dass diese Qualitätskriterien Einfluss auf den Preis haben müssen, kann jeder Verbraucher leicht nachvollziehen. Die Personalkosten für gut ausgebildete Mitarbeiter sowie die Mieten für Verkaufs- und Lagerräume müssen schließlich ebenso erwirtschaftet werden wie der finanzielle Aufwand für Erreichbarkeit und andere Service-Leistungen. Letztlich bleibt es dem Kunden überlassen, wie viel ihm solch ein verbraucher-orientiertes Verkaufskonzept wert ist. In fast jedem Warenbereich gibt es alternativ auch preiswertere Discount-Angebote. Die freie Wahl zwischen diesen Varianten ist allerdings gefährdet, weil sich das Bundeskartellamt immer häufiger bei seiner Marktbeobachtung ausschließlich am preiswertesten Anbieter orientiert. Markenhersteller hingegen, die beim Service, aber beispielsweise auch bei Kriterien wie Produktgüte, Haltbarkeit, Design oder Bedienungsfreundlichkeit höhere Maßstäbe anlegen, werden von den Wettbewerbshütern teilweise mit drastischen Bußgeldern belegt. Die bizarre Begründung: Wer sich nicht ins einförmige „Discountry“ einfügt, trifft offensichtlich Preisabsprachen. Damit ist es die Kartellbehörde, die nach Ansicht von Handelsexperten sowohl Warenvielfalt als auch Arbeitsplätze gefährdet. „Sie beansprucht heute die Kompetenz, Unternehmen und Branchen zu sagen, was ein angemessener Preis für ihre Produkte oder Dienstleistungen ist“, schreibt der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel (http://www.pressebuero-brendel.com) in dem Fachbuch „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5): „Durch Missbrauchsverfahren versucht sie, in einer Vollkostenkalkulation relevante Serviceleistungen aus der Preisgestaltung herauszunehmen und damit Geschäftsmodelle zu kippen.“


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11 Mayıs 2015

Was die Verbraucher vom Einkauf erwarten

Deutsche Kunden sind die anspruchsvollsten der Welt


Was die Verbraucher vom Einkauf erwartensup.- Um Kunden zu gewinnen und als Stammkunden zu halten, müssen deutsche Hersteller und Handelshäuser heute immer größere Anstrengungen unternehmen. Pro Jahr kehrt mittlerweile mehr als die Hälfte der Verbraucher einem bislang bevorzugten Anbieter aus Unzufriedenheit den Rücken. Das hat die Unternehmensberatung Accenture in einer aktuellen Studie ermittelt. Der Grund für den Kundenfrust liegt meistens in einer sehr hohen, dann aber enttäuschten Erwartungshaltung an den Einkauf und seine Begleitumstände. Denn dabei geht es längst nicht nur um den Preis, auch wenn der Markt- und Marketingauftritt mancher Produkte diesen Eindruck vermittelt. Wichtiger ist den deutschen Verbrauchern zum Beispiel die Einfachheit der Transaktionen, ganz gleich ob sie im Online-Handel oder im Ladengeschäft stattfinden. Mit einer Quote von 35 Prozent belegt dieses Kriterium bei der repräsentativen Umfrage den Spitzenplatz. Fast ebenso kaufentscheidend ist die Vertrauenswürdigkeit des Anbieters (32 Prozent). Erst auf Platz drei rangiert mit 30 Prozent die Wettbewerbsfähigkeit der Preise, gefolgt von der Qualität der jeweiligen Produkte bzw. Dienstleistungen sowie dem Preis-Leistungs-Verhältnis (beides 29 Prozent).


Die weltweit durchgeführte Studie bescheinigt den Deutschen, mit ihren Wünschen ans Einkaufserlebnis im internationalen Vergleich die anspruchsvollsten Kunden zu sein. Umso größer ist natürlich die Enttäuschung für Käufer, wenn die Leistungen der Anbieter dieser Erwartungshaltung nicht gerecht werden. Die meistkritisierten Mängel lassen sich in den Kategorien “falsche Versprechungen”, “unzureichender Datenschutz” und “Betreuung durch vermeintlich unqualifizierte Mitarbeiter” zusammenfassen. Hier beträgt der Frustrationsgrad der Kunden teilweise mehr als 80 Prozent. Eine der Ursachen dürfte darin liegen, dass ausgerechnet in dem Land mit den anspruchsvollsten Kunden der Welt eine fragwürdige Kartellbürokratie die Qualität der Waren- und Dienstleistungsangebote massiv nach unten regulieren will. Das Bundeskartellamt verlangt von den Herstellern zunehmend Sortiments- und Vertriebsstrategien, die sich ausschließlich am unteren Preisniveau in dem jeweiligen Warensegment orientieren. Wer keine empfindlichen Kartellstrafen riskieren möchte, dem fällt es deshalb immer schwerer, die Kosten für eine hochwertige Produktion und strenge Qualitätskontrollen sowie für kompetenten Verbraucherservice in die Preisgestaltung einfließen zu lassen. “Es ist das Bestreben der Behörde, aus Deutschland ein “Discountry” zu machen”, heißt es in dem Fachbuch “Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert” (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5). Die Autoren Detlef Brendel und Florian Josef Hoffmann betonen darin, dass Kunden nicht nur anspruchsvoll, sondern auch mündig genug seien, um bei einer breiten Preisstaffelung ihre eigene Auswahl zu treffen. Nach den Maßstäben des Bundeskartellamtes gebe es dagegen für die Erfüllung vieler Erwartungen bald keine Spielräume mehr: “Eine Behörde, die durch Verbote hier regulierend eingreift, stärkt nicht den Wettbewerb, sondern verzerrt diesen in geradezu bedrohlicher Weise. Durch dirigistische Markteingriffe werden Existenzen vernichtet, der Wettbewerb reduziert und Marken nachhaltig geschädigt”, so Brendel.


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13 Nisan 2015

Qualitätsaspekt muss verteidigt werden

Einigkeit bei Wirtschaft und Verbrauchern


Qualitätsaspekt muss verteidigt werdensup.- Über die Hintergründe von wirtschaftlichem Erfolg sind schon ganze Bibliotheken verfasst worden, aber die wichtigste Voraussetzung lässt sich in einem einzigen Wort zusammenfassen: Qualität. Davon ist jedenfalls die überwiegende Mehrheit der deutschen Unternehmen fest überzeugt. 88 Prozent von ihnen sehen in Qualität das Erfolgsrezept für die hiesige Wirtschaft. Sogar 93 Prozent gehen davon aus, dass sie mit Qualität sowohl bei ihren Kunden als auch bei den Mitarbeitern und Lieferanten für Vertrauen und Sicherheit sorgen. Das hat die bislang größte empirische Erhebung zu diesem Thema durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) ergeben. Im Rahmen der repräsentativen Studie sind mehr als 1.200 Unternehmen aus Industrie und Dienstleistung befragt worden. Aus deren Sicht wird der Qualitätsaspekt in Zukunft zudem eng mit weiteren anspruchsvollen Herausforderungen verknüpft sein. Vorrangig genannt wurden Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit, Individualisierung und Anpassung von Produkten an Kundenwünsche sowie Innovationskraft. “Deutsche Unternehmen können von diesen Trends profitieren, wenn sie den Erfolgsfaktor Qualität kontinuierlich weiterentwickeln”, so Matthias Kenter, Geschäftsführer des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln: “Das sehen auch die Unternehmen so: Die meisten verbinden mit dieser Entwicklung die Chance, die eigene Spitzenposition im Markt zu sichern.”


Dass solch eine Unternehmensphilosophie vielen Verbrauchern entgegenkommt, belegt eine weitere aktuelle Studie. Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat die Konsumenten nach ihren beliebtesten Schokoladen-Marken befragt. Klarer Sieger wurde mit Ritter Sport ein seit vielen Jahren bewährtes Produkt, bei dem ein kompromissloser Qualitätsanspruch an die Zutaten und die Herstellung oberste Priorität hat. Diese Vorzüge gegenüber billigeren No-Name-Produkten wurden von den Befragten auch mit der Spitzenposition in der Kategorie “Preis-Leistungs-Verhältnis” honoriert. Eine eindrucksvolle Bestätigung des Credos von Firmenchef Alfred T. Ritter: “Der Kunde schätzt unsere hohe Qualität. Es ist unser Ziel, bei jeder Produktentwicklung Klassenbester zu sein. Es darf kein besseres Produkt auf dem Markt geben”, sagt Ritter in dem Buch “Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert” (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5). Der Autor Detlef Brendel hat Ritter interviewt, weil ausgerechnet das Bundeskartellamt die Wertschätzung der Verbraucher für Qualitäts-Schokolade nicht teilen kann. Als zulässige Orientierung für die Preisgestaltung gelten dort nicht Rohstoffpreise oder Produktionskosten, sondern offensichtlich nur das jeweils günstigste Angebot im Discount-Bereich. Markenhersteller, die ihre Marktposition nicht in solch einem “Discountry” sehen und stattdessen auf Qualität setzen, müssen ihre Preispolitik vor den Wettbewerbshütern rechtfertigen. Alfred T. Ritter hat (mehr …)



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