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23 Kasım 2015

Technische Optionen bereichern das Einkaufserlebnis

Klassische Vertriebsformen aber weiterhin gefragt


Technische Optionen bereichern das Einkaufserlebnissup.- Kaum ein Wirtschaftsbereich verändert sich derzeit so grundlegend und so rasant wie der Handel. Die Digitalisierung des Einkaufsbummels hat neue Bestellmöglichkeiten, Vertriebskanäle und Marketingmaßnahmen hervorgebracht. Inzwischen beginnt das Werben um den Kunden bereits, wenn er seinen heimischen PC einschaltet. Und das Smartphone hat sich für viele Menschen zum zentralen Shopping-Instrument entwickelt. Bei einer repräsentativen GfK-Studie unter 25.000 Handynutzern für den Handelsverband Deutschland (HDE) gaben 26 Prozent der Befragten an, dass sie beim Einkaufen über ihr mobiles Gerät die Preise vergleichen. 25 Prozent setzen ihr Smartphone bzw. Tablet ein, um Produkte vor Ort zu fotografieren und 24 Prozent fragen damit direkt aus dem Laden Freunde um Rat. Auch das Scannen von Barcodes gehört mittlerweile für 17 Prozent der Handynutzer zur Routine.


Diese technischen Optionen sind zweifellos eine Bereicherung des Einkaufserlebnisses und schaffen neue Spielräume. Es stärkt die Position von König Kunde, wenn ihm eine Vielzahl von Recherche-, Bestell- und Bezahlmöglichkeiten zur Verfügung steht – egal ob offline oder online, ob im Geschäft, per Telefon, am PC oder mobil mit dem Smartphone. Handelsexperten warnen jedoch davor, dass es diese Angebotsvielfalt schon bald nicht mehr geben könnte. Sie kollidiert nämlich zunehmend mit der Regulierungswut des Bundeskartellamtes, das von den Herstellern indirekt eine Ausrichtung ihrer Vertriebsformen am jeweils niedrigsten Preisniveau erwartet. Unterschiedliche Rabattstaffeln für Fachhandel und Online-Verkauf werden von der Behörde nicht geduldet. Der Aufwand realer Geschäfte für Personal, Präsentationsfläche, Vorführgeräte und Mitarbeiterschulungen kann deshalb bei der Preisgestaltung kaum noch berücksichtigt werden.


Vielen Markenherstellern, die sich bisher bewusst für diese stationäre Form des Verkaufens entschieden haben, wird damit die Geschäftsgrundlage für den bevorzugten Vertrieb hochwertiger Produkte entzogen. Denn im direkten Preisvergleich mit Online-Plattformen und Discount-Ketten lassen sich die service-orientierten Zusatzleistungen im Fachhandel nicht finanzieren. „Eine wirtschaftsferne Behörde, die unter Ignoranz des Kostendrucks im Handel den Preisdruck gegenüber Billiganbietern erhöht, zerstört Wettbewerb“, betont Detlef Brendel (http://www.pressebuero-brendel.com), Autor des Fachbuchs „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5). Er befürchtet das Aus vieler Fachgeschäfte und für die künftige Handelslandschaft die Entstehung eines einförmigen „Discountry“, das den Verbrauchern individuelle Auswahloptionen vom No-Name- bis zum Premium-Produkt vorenthält. Dass jedoch der „echte Einkauf“ im Geschäft vielen Verbrauchern nach wie vor wichtig ist, belegt die GfK-Umfrage ebenfalls: Trotz aller Preisvergleiche über das Handy wickeln bisher nur acht Prozent der Befragten den eigentlichen Kaufvorgang über eine mobile Website ab, lediglich zwölf Prozent nutzen dafür eine spezielle Smartphone-App.


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12 Ekim 2015

Strukturwandel im Einzelhandel

Keine Chance für Fachgeschäfte?


Strukturwandel im Einzelhandelsup.- Der Online-Handel boomt: Für 2015 erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) bei den so genannten E-Commerce-Umsätzen mit Endverbrauchern ein Volumen von rund 43,6 Mrd. Euro, ein Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 waren es lediglich 13,8 Mrd. Euro, die beim Verkauf über das Netz umgesetzt wurden. Die Kehrseite dieses Aufwärtstrends zeigt sich in den Innenstädten: Viele stationäre Fachgeschäfte kämpfen ums Überleben oder haben bereits aufgegeben. In der Umklammerung von Internet-Kaufportalen und überregionalen Filialketten gehen gerade dem mittelständischen Einzelhandel immer mehr Marktanteile verloren. Die schrumpfende Angebotsvielfalt trägt zusätzlich dazu bei, die Kunden vom City-Shopping abzuhalten. Der Attraktivitätsverlust der Innenstädte ist nach einer aktuellen Konjunkturumfrage des HDE bereits für 45 Prozent der Einzelhändler eines der zentralen Themen, die Herausforderung Online-Handel wird sogar von 48 Prozent genannt.


Als wichtigsten Rettungsanker in der Krise sehen viele Fachgeschäfte deshalb genau die Qualitäten, die sie nach wie vor von den Online-Shops unterscheiden. Individuell auf den einzelnen Kunden abgestimmte Warenpräsentationen mit kompetenter Information durch geschulte Fachverkäufer sowie ein echtes Begutachten, Antesten und Anfassen der Produkte – das alles ist vor dem heimischen PC nicht möglich. Auch manche Hersteller unterstützten bisher tatkräftig das Überleben des stationären Handels, indem sie zum Beispiel den höheren Aufwand für Präsentationsfläche, Personal, Mitarbeiterschulungen und Vor-Ort-Service durch Rabatte honorierten. Bei beratungsintensiven Warengruppen legten einige Hersteller sogar Wert darauf, dass ihre Produkte überhaupt nicht per Mausklick, sondern ausschließlich im Fachgeschäft gekauft werden können.


Dieser Hilfestellung wird jetzt vom Bundeskartellamt die wirtschaftliche und rechtliche Grundlage entzogen. Vertriebsbeschränkungen beim Online-Handel seien kartellrechtswidrig, so die Behörde, weil sie den Wettbewerb behindern. Kritiker dieser Behörden-Perspektive sehen allerdings gerade in der Tendenz, auf diese Weise schrittweise die Qualitätsstandards beim Vertrieb auszuhöhlen, eine Bedrohung der Angebotsvielfalt. „Die behördliche Anordnung ist Sterbehilfe für den Fachhandel“, urteilt der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel (http://www.pressebuero-brendel.com), Autor des Fachbuchs „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5): „Lokale Fachgeschäfte, die sich durch Kundenorientierung, persönliche Beratung und umfangreiche Service-Leistungen gegenüber den überregionalen Filialketten und Online-Händlern behaupten, sind in ihrer Existenz gefährdet, weil sie gerade diese Stärken nicht mehr zu wirtschaftlichen Bedingungen ausspielen können.“ Die Folgen sind bereits überall dort spürbar, wo Discounter-Filialen alteingesessene Fachhändler für Markenartikel verdrängen. Wenn Hersteller ihre Artikel jetzt auch im Internet unfreiwillig im Umfeld diverser Schnäppchenportale anbieten müssen, dann, so die Befürchtung Brendels, bleibt den Kunden nur noch ein allgemeines „Discountry“ statt abwechslungsreicher Warenlandschaften.


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31 Ağustos 2015

Kunden wünschen Service und Beratung

Qualität und Herkunft der Produkte im Fokus


Kunden wünschen Service und Beratungsup.- Über leidgeplagte Ehemänner, die als Shopping-Begleiter ihrer Gattin viel Geduld aufbringen müssen, sind schon viele Witze gemacht worden. Dabei scheint das Klischee vom unentschlossenen Anprobieren europaweit immer weniger der Realität zu entsprechen. Beim Kauf von Bekleidung fällt der Entscheidungsprozess mit durchschnittlich anderthalb bis zwei Stunden nämlich kürzer aus als z. B. bei Einrichtungsgegenständen (ca. zweieinhalb Stunden) oder bei Elektrohaushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik (über drei Stunden). Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Europa Konsumbarometer“, die im Auftrag der Commerz Finanz GmbH jährlich das Verbraucherverhalten analysiert. Dabei stellte sich allerdings auch heraus, dass die Deutschen für das Recherchieren und Einkaufen grundsätzlich etwas mehr Zeit investieren als ihre europäischen Nachbarn – nicht nur beim Klamottenkauf. Weitgehend einig sind sich viele Konsumenten in den repräsentativ befragten Ländern dagegen beim Wunsch nach mehr Beratung und Unterstützung – ganz gleich, ob beim Online-Händler oder in der nächstgelegenen Geschäftsfiliale. Jeder dritte Europäer gibt an, dass ihm verbesserte Serviceangebote im Internet oder persönliche Betreuung vor Ort das Einkaufen erleichtern würden.


Dieser Wunsch wird vor dem Hintergrund eines weiteren Studienergebnisses noch verständlicher: Neben dem Preis sind es zunehmend Informationen zu Qualität, Herkunft und Zusammensetzung der Produkte, die über den Kauf entscheiden. Für zwei Drittel aller Befragten sind diese Kriterien heute wichtiger als noch vor fünf Jahren. Bei den Aspekten Service, Beratung und Verbraucheraufklärung haben jedoch die deutschen Konsumenten ein ganz spezielles Problem. Das Bundeskartellamt gibt den Herstellern immer häufiger Vorgaben zur Preisgestaltung, mit denen diese kundenorientierten Zusatzleistungen gar nicht zu realisieren sind. Statt eine breitgefächerte Warenpalette vom Discount-Angebot bis zum hochwertigen Markenprodukt zu akzeptieren, wollen die Wettbewerbshüter in Deutschland eine Art „Discountry“ forcieren, dessen Warenwelt sich lediglich im niedrigsten Preisniveau bewegen darf. Über die Folgen dieser Eingriffe in die unternehmerischen Geschäftsmodelle berichtet der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel (http://www.pressebuero-brendel.com) in dem Fachbuch „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5). Er sieht in der Behörden-Initiative eine fatale Fehlentwicklung: „Wer eine derart auf den Preis fokussierte Sicht vertritt, der kann unmöglich verstehen, dass beispielsweise die Preise eines serviceorientierten Anbieters, also der Preis für ein Produkt plus Dienstleistungen, nicht mit dem reinen Produktpreis eines anderen Anbieters, der keine Zusatzleistungen erbringt, verglichen werden können.“


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11 Mayıs 2015

Was die Verbraucher vom Einkauf erwarten

Deutsche Kunden sind die anspruchsvollsten der Welt


Was die Verbraucher vom Einkauf erwartensup.- Um Kunden zu gewinnen und als Stammkunden zu halten, müssen deutsche Hersteller und Handelshäuser heute immer größere Anstrengungen unternehmen. Pro Jahr kehrt mittlerweile mehr als die Hälfte der Verbraucher einem bislang bevorzugten Anbieter aus Unzufriedenheit den Rücken. Das hat die Unternehmensberatung Accenture in einer aktuellen Studie ermittelt. Der Grund für den Kundenfrust liegt meistens in einer sehr hohen, dann aber enttäuschten Erwartungshaltung an den Einkauf und seine Begleitumstände. Denn dabei geht es längst nicht nur um den Preis, auch wenn der Markt- und Marketingauftritt mancher Produkte diesen Eindruck vermittelt. Wichtiger ist den deutschen Verbrauchern zum Beispiel die Einfachheit der Transaktionen, ganz gleich ob sie im Online-Handel oder im Ladengeschäft stattfinden. Mit einer Quote von 35 Prozent belegt dieses Kriterium bei der repräsentativen Umfrage den Spitzenplatz. Fast ebenso kaufentscheidend ist die Vertrauenswürdigkeit des Anbieters (32 Prozent). Erst auf Platz drei rangiert mit 30 Prozent die Wettbewerbsfähigkeit der Preise, gefolgt von der Qualität der jeweiligen Produkte bzw. Dienstleistungen sowie dem Preis-Leistungs-Verhältnis (beides 29 Prozent).


Die weltweit durchgeführte Studie bescheinigt den Deutschen, mit ihren Wünschen ans Einkaufserlebnis im internationalen Vergleich die anspruchsvollsten Kunden zu sein. Umso größer ist natürlich die Enttäuschung für Käufer, wenn die Leistungen der Anbieter dieser Erwartungshaltung nicht gerecht werden. Die meistkritisierten Mängel lassen sich in den Kategorien “falsche Versprechungen”, “unzureichender Datenschutz” und “Betreuung durch vermeintlich unqualifizierte Mitarbeiter” zusammenfassen. Hier beträgt der Frustrationsgrad der Kunden teilweise mehr als 80 Prozent. Eine der Ursachen dürfte darin liegen, dass ausgerechnet in dem Land mit den anspruchsvollsten Kunden der Welt eine fragwürdige Kartellbürokratie die Qualität der Waren- und Dienstleistungsangebote massiv nach unten regulieren will. Das Bundeskartellamt verlangt von den Herstellern zunehmend Sortiments- und Vertriebsstrategien, die sich ausschließlich am unteren Preisniveau in dem jeweiligen Warensegment orientieren. Wer keine empfindlichen Kartellstrafen riskieren möchte, dem fällt es deshalb immer schwerer, die Kosten für eine hochwertige Produktion und strenge Qualitätskontrollen sowie für kompetenten Verbraucherservice in die Preisgestaltung einfließen zu lassen. “Es ist das Bestreben der Behörde, aus Deutschland ein “Discountry” zu machen”, heißt es in dem Fachbuch “Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert” (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5). Die Autoren Detlef Brendel und Florian Josef Hoffmann betonen darin, dass Kunden nicht nur anspruchsvoll, sondern auch mündig genug seien, um bei einer breiten Preisstaffelung ihre eigene Auswahl zu treffen. Nach den Maßstäben des Bundeskartellamtes gebe es dagegen für die Erfüllung vieler Erwartungen bald keine Spielräume mehr: “Eine Behörde, die durch Verbote hier regulierend eingreift, stärkt nicht den Wettbewerb, sondern verzerrt diesen in geradezu bedrohlicher Weise. Durch dirigistische Markteingriffe werden Existenzen vernichtet, der Wettbewerb reduziert und Marken nachhaltig geschädigt”, so Brendel.


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