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30 Mart 2015

Steigende Stromkosten contra Emanzipation der Frauen

Steigende Stromkosten contra Emanzipation der Frauen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ist stolz, dass die Frauenquote in leitenden Positionen jetzt gesetzlich festgeschrieben ist. Und alle Politiker fordern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es ist allerdings zweifelhaft, ob auch allen Politikern klar ist, dass dies nur mit preiswertem und verlässlichem Strom möglich ist. Denn elektrische Geräte übernehmen immer mehr Hausarbeit und schaffen Freiraum für Hausfrauen. Kinderbetreuung fällt allerdings nicht darunter.


Emanzipation von Frauen wurde nur möglich durch den Einzug von Elektrogeräten in den Haushalt. Das Leben ohne Elektrizität im Haushalt sah es noch vor 60 Jahren anders aus. Die Wohnungen waren zwar an das elektrische Netz angeschlossen, jedoch nur für die Beleuchtung und das Radio. Elektrische Geräte gab es im Haushalt nicht. Sie waren noch nicht entwickelt, und der Strom dafür war zu teuer. Für eine Kilowattstunde Strom musste ein Facharbeiter damals etwa fünf Minuten arbeiten. Und vor gut 100 Jahren kostete die Kilowattstunde Strom den Lohn einer ganzen Facharbeiterstunde.


Das Leben ohne Elektrogeräte

Ohne Elektrogeräte würde eine Person mehr als acht Stunden jeden Tag der Woche arbeiten müssen, um einen Familienhaushalt aufrecht zu erhalten. Es gibt keine Waschmaschine. Die gesamte Wäsche muss von Hand mit Wasser gewaschen werden, das auf dem Herd mit Holz oder Kohle erwärmt wird. Zum Kochen stand vor 60 Jahren zwar auch Stadtgas zur Verfügung, aber mit einem hohen Anteil an hochgiftigem Kohlenstoffmonoxid. Doch wurde das Kochen damit immerhin erleichtert und beschleunigt. Aber der Preis dafür war eine erhöhte Brandgefahr durch die offenen Flammen und immer wieder Todesfälle durch Vergiftungen mit Kohlenstoffmonoxid.


Und so war es vor 60 Jahren ebenfalls: Es gibt keinen Kühlschrank und keine Gefriertruhe. Fleisch, Milch, Gemüse und Fisch verderben schnell. Ohne Kühlschrank und Gefriertruhe gibt es auch keine vorgefertigte Tiefkühlkost. Geflügel und Fisch werden noch lebend oder gerade geschlachtet gekauft und erst zu Hause gerupft oder entschuppt und ausgenommen. Milch wird täglich frisch vom Milchmann geholt. Das gilt auch für Fleisch und Wurst, solange sie nicht geräuchert sind. Auch das Gemüse muss geputzt und gekocht werden. Vorgefertigtes Gemüse hält sich ohne Kühlschrank nicht sehr lange.


Es gibt auch keinen Staubsauger. Krümel und Schuhdreck werden mühsam aufgekehrt, Teppiche und Sessel mit dem Ausklopfer vom Staub befreit, nachdem sie in den Hof oder Garten gebracht worden sind. Geräte zum Rühren und Zerkleinern in der Küche gibt es ebenfalls nicht. Es fehlen der Elektroquirl, das elektrische Messer, die Küchenmaschine, (mehr …)



http://www.prmaximus.de/template/media/mod_article/article/123196_0_400.jpgSteigende Stromkosten contra Emanzipation der Frauen

10 Mart 2015

Höhere Strompreise durch verlustreiche Trassen

Höhere Strompreise durch verlustreiche Trassen Geplante und zum Teil bereits im Bau befindliche Hochspannungsleitungen sind extrem teure Maßnahmen, um überschüssige Ökostrom zu entsorgen. Jedes zusätzliche Windkraftwerk und Solarkraftwerk verschlimmert die Situation.


Politiker und Journalisten bejubeln den Zubau von Windstromanlagen, Solarstromanlagen und Biogasstromanlagen. Sie träumen in ihrer Verwirrung von einer hundertprozentigen Versorgung Deutschlands mit Ökostrom. Versorgungssicherheit, Wirkungsgrad und Kosten sind bedeutungslos. Allgemein ist man wohl der Ansicht: “Das werden die Ingenieure schon in den Griff bekommen.” So soll der Süden Deutschlands mit Windstrom aus dem Norden versorgt werden, um thermische Kraftwerke in Bayern abschalten zu können. Drei neue Stromtrassen für Höchstspannung sollen durch den Thüringer Wald, das waldreiche Hessen und durch die Nordsee nach Norwegen zu einem viel zu kleinen Pumpspeicherkraftwerk gebaut werden.


Teurer Stromtransport

Die politischen Planer ignorieren unbelastet durch Fachwissen den teuren Stromtransport und nehmen beachtliche Stromverluste durch elektrischen Widerstand in Kauf. Strom erwärmt die Leitungen und gibt so Energie an die Umwelt ab. Auch entstehen rund um Wechselstromleiter elektromagnetische Felder, die ebenfalls Verluste herbeiführen. Als Faustregel werden je 100 Kilometer Leitungslänge 1 bis 3 Prozent der elektrischen Energie in Wärme umgewandelt, wenn man die Transformatoren und Umrichter mit einbezieht. Daher gilt seit vielen Jahren in der Stromwirtschaft der Grundsatz: Ab 200 km ist der Transport von Brennstoff zur Stromerzeugung preisgünstiger als die Leitung über eine Stromtrasse. Kraftwerke werden aus gutem Grund immer in Verbrauchernähe gebaut.


Die Naturgesetze ignorierend, sollen neue Stromtrassen teuren und unzuverlässigen Windstrom von Norddeutschland, aus der Nordsee und aus der Ostsee nach Süddeutschland leiten. Überschüssiger Strom soll Wasser in die Oberbecken von Pumpspeicherkraftwerken pumpen. Da Deutschland nur über geringe Speicherkapazitäten verfügt, wird auch erwogen, ein norwegisches Speicherkraftwerk zu nutzen. Welche Kosten verursachen diese wahnwitzigen Pläne?


Nord-Süd-Trassen verdoppeln die Stromkosten

Windstrom an Land wird mit neun Cent je Kilowattstunde vergütet. In der Verteilerstation wird er mit Transformatoren auf 380.000 Volt umgeformt. Hochspannung bedeutet geringere Stromstärke und weniger Verlust durch elektrischen Widerstand. Bis hierher betragen die Verluste bereits drei bis fünf Prozent. Per Hochspannungstrasse geht es dann mit rund 10 Prozent Verlust nach Süddeutschland. Transformatoren passen die Spannung wieder an die Verteilernetze an, wo weitere Verluste von drei bis fünf Prozent entstehen, bis Strom verbraucht wird. 15 bis 20 Prozent der elektrischen Leistung gehen so verloren: Strom gemessen in Ampere mal Spannung gemessen in Volt ergibt die Leistung gemessen in Watt. Allein durch diese Stromverluste verteuert sich jede Kilowattstunde um rund zwei Cent.


Wesentlich mehr kosten allerdings die Technik und die Rohstoffe für den Stromtransport. Nach Angaben von Tennet werden für einen Kilometer Höchstspannungsleitung mehr als eine Million Euro fällig. Für Erdkabel steigen die Kosten aufgrund der aufwändigeren Isolation auf acht Millionen Euro je Kilometer an. Rechnet man für Zinsen, Abschreibungen und Betriebskosten nur zehn Prozent der Baukosten, liegen die Netzkosten für den Stromtransport über 100 Kilometer bei etwa 0,5 Cent je Kilowattstunde für Überlandleitungen. Erdkabel sind deutlich teurer, nämlich vier Cent je Kilowattstunde. Der Strompreis für norddeutschen Windstrom dürfte sich bei der Anlieferung in Bayern damit mehr als verdoppelt haben – ohne Mehrwertsteuer, ohne Stromsteuer, ohne Konzessionsabgabe und weiteres mehr.


Off-Shore Strom wird noch teurer

Im Meer erzeugter Windstrom soll angeblich das Rückgrat der deutschen Stromversorgung bilden. Mit welcher Mathematik Politiker rechnen, bleibt ein Rätsel. Windstrom vom Meer wird nach dem unsinnigen und unsozialen Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) mit 19 Cent je Kilowattstunde vergütet. Hinzu kommen die Transportkosten an Land durch aufwändige Leitungen mit fünf Cent je Kilowattstunde. Salzwasser leitet Strom noch besser als feuchter Erdboden, was den Isolationsaufwand für Seekabel extrem in die Höhe treibt. Dieser teure weitergeleitete Strom geht dann den gleichen Weg wie zuvor beschrieben. Einschließlich aller anderen Abgaben kostet er für den Endabnehmer in Bayern etwa 50 Cent je Kilowattstunde. Der Bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer hat offensichtlich Recht, solange er den Sinn geplanter Stromtrassen anzweifelt und sein Einverständnis verweigert.


Pumpspeicher können nur zu hohen Kosten Bedarfsspitzen abdecken

Ferner spukt in politischen Wirrköpfen die Meinung herum, es gäbe Speicher, um unberechenbare und stark schwankende Windstrommengen und Solarstrommengen bedarfsgerecht einzuspeisen. So viele Speicher kann es niemals geben, von den Kosten ganz zu schweigen. Speicherkraftwerke sind die preisgünstigsten Speicher. Das Pumpspeicherwerk Goldisthal in Thüringen soll als Beispiel dienen. Es hat eine Leistung von rund 1.000 Megawatt, also die Leistung eines Kernkraftwerkes oder eines großen Kohlekraftwerkes. Es kann 8.000 Megawattstunden Strom speichern. Wird die volle Leistung abgerufen, ist der Speicher nach acht Stunden leer. In diesen acht Stunden liefert das Pumpspeicherwerk weniger als zwei Prozent des deutschen Strombedarfs und danach nichts mehr. Zu welchen Kosten wird gespeichert?


Die Energieverluste des Speicherkraftwerkes betragen 20 bis 25 Prozent. Dies scheint vertretbar zu sein. Doch die Betriebskosten und Kapitalkosten des Speicherkraftwerkes sind extrem hoch. Wird das Speichervolumen zwölfmal im Jahr umgesetzt, was der Anzahl längerer Flauten jährlich entspricht, kostet das Speichern rund 60 Cent pro Kilowattstunde. Zusammen mit den hohen Einspeisevergütungen für Ökostrom und den Kosten für die langen Trassen kostet Strom, der aus einem Speicherkraftwerk kommt, mindestens 100 Cent je Kilowattstunde, also mehr als das Dreifache des heute bereits überteuerten Strompreises in Deutschland. Speicherstrom war und ist nur sinnvoll, um kurzzeitige Bedarfsspitzen im Stromnetz aufzufangen. Thermische Kraftwerke hingegen erzeugen Strom bedarfsgerecht und brauchen keine Speicher.


Nordseeleitung entsorgt Ökostrom: Norwegen profitiert

Auch wer mit Stromwirtschaft nicht vertraut ist, dürfte verstehen, dass es wirtschaftlich unsinnig ist, teuren Ökostrom nach Norwegen zu schicken, ihn dort in Pumpspeicherkraftwerken in kinetische Energie umzuwandeln, um bei Bedarf erneut Strom zu erzeugen, der dann verlustreich den langen Weg zurück an die deutsche Küste und bis nach Süddeutschland geleitet wird. Die Verluste addieren sich auf 50 Prozent. Die Kosten werden untragbar. Der Witz ist jedoch, dass Norwegen hat nur ein einziges kleines Pumpspeicherkraftwerk hat, das laut Wikipedia gerade ein Viertel der Durchsatzleistung des geplanten Seekabels aufnehmen kann. Zusätzliche Pumpspeicherkraftwerke sind aus Naturschutzgründen in Norwegen kaum durchsetzbar. Außerdem werden sie nicht gebraucht.


Warum werden Stromkunden in Deutschland durch solche Hirngespinste getäuscht, die als Meilenstein der sogenannten Energiewende gefeiert werden? Hintergrund ist, den unwirtschaftlichen und unzuverlässigen Ökostroms entsorgen zu müssen. Mit jeder neuen Ökostromanlage wächst die Strommenge, die nicht verwertet werden kann. Deshalb werden Windkraftwerke und Solarstromkraftwerke automatisiert abgeschaltet, um die Spannung im Verbundnetz stabil zu halten. Überkapazitäten werden an der Leipziger Strombörse zu Dumpingpreisen verschleudert und häufig sogar unter Zuzahlung entsorgt.


Lange Leitungen vernichten Strom, der negativ in Statistiken aufgeführt werden müsste. Teurer deutscher Ökostrom wird generell zu Dumping-Preisen weit unter dem Gestehungspreis verkauft. Dies wäre für Norwegen finanziell vorteilhaft. Durch die geplante Nordseeleitung wird der Strom zwar teurer, ist aber immer noch sehr preiswert, wenn er in Norwegen ankommt. Die starken Schwankungen der Ökostromlieferungen kann Norwegen mit seinen vielen gut regulierbaren Wasserkraftwerken neben dem einen Pumpspeicherkraftwerk leicht ausgleichen. So würde Deutschland unbrauchbaren und die Netzstabilität störenden Ökostrom mit hohem Kostenaufwand zum finanziellen Nutzen von Norwegen entsorgen. Mit Österreich wird dies bereits erfolgreich auf Kosten der deutschen Stromkunden praktiziert.


Prof. Dr. Hans-Günter Appel

2. Vorsitzender und Pressesprecher NAEB e.V. Stromverbraucherschutz


Bildquelle

[1] Hurry / pixelio.de / www.pixelio.de/media/421048


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Heinrich Duepmann

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19 Ocak 2015

Batteriespeicher sind keine Lösung für unstetigen Ökostrom

Batteriespeicher sind keine Lösung für unstetigen Ökostrom -

Batteriespeicher sind keine Lösung für unstetigen Ökostrom Das Speichern von Solarstrom in Batterien kostet mehr als die Erzeugung. Das haben die Experten des Stromverbraucherschutzes NAEB errechnet. Dies gilt für kleine Hausanlagen zur Selbstversorgung wie auch für Großanlagen. Die Eigenversorgung mit Solarstrom über Batterien, die von der Bundesregierung gefördert wird, ist unwirtschaftlich.


Ist eine Solarstromanlage zum Eigenverbrauch auf dem Dach eines Einfamilienhauses die Alternative zu wachsenden Stromkosten? Dieser Frage ist der Vorsitzende vom Stromverbraucherschutz NAEB e.V., Heinrich Duepmann, zusammen mit den einschlägigen Energie-Experten von NAEB nachgegangen.


Solarstrom fällt überwiegend in der Mittagszeit an, wenn die Sonne am stärksten scheint. Nachts gibt es dagegen überhaupt keinen Solarstrom. Eine Eigenversorgung mit Solarstrom ist daher nur sinnvoll, wenn der größte Teil des Mittagsstromes gespeichert werden kann als Reserve für Zeiten mit wenig oder ohne Sonnenschein. Zu den Stromerzeugungskosten durch die Solaranlage kommen also noch die Speicherkosten für Batterien hinzu. Andere Speichermethoden sind nach derzeitigem Stand der Technik für diesen Zweck nicht sinnvoll.


Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht etwa zehn Kilowattstunden täglich. Diese Energiemenge muss mindestens erzeugt und gespeichert werden können. Eine Fotovoltaikfläche von 20 bis 25 Quadratmetern dürfte im Mittel ausreichen. Sie erzeugt aber nur 2.000 kWh jährlich, weil im dunklen Winter mit langen Nächten kaum Solarstrom erzeugt werden kann. Der Unterschied zu durchschnittlich 3.500 kWh jährlich für eine Familie muss aus dem Verbundnetz kommen, oder man verzichtet auf den Betrieb starker Stromverbraucher. Die Betreiber von Dampfkraftwerken fordern hohe Bereitstellungsgebühren, die in den Stromrechnungen als hohe Grundgebühr auftauchen. Dampfkraftwerke müssen ganzjährig in Bereitschaft gehalten werden, dürfen aber nur dann Strom liefern, wenn kein Ökostrom eingespeist werden kann.


Batterien mit einem Speichervermögen von zehn kWh müssen die Leistung einer Solarstromanlage von mindestens zwei Kilowatt aufnehmen und auch eine gleich hohe Leistung wieder abgeben können. Nur dann ist es möglich, auch abends Großverbraucher wie einen Elektroherd, eine Waschmaschine oder einen Wäschetrockner zu betreiben. Ein Batteriespeicher muss folgende Anforderungen erfüllen:

– Preis, Masse und Volumen pro Kilowattstunde Speichervermögen sollen möglichst gering sein.

– Speicherverluste sollen niedrig sein.

– Eine Selbstentladung soll gering sein.

– Die Anzahl der Lastzyklen soll hoch sein.

– Die Abnahme der Speicherfähigkeit soll gering sein.

Zum Speichern kommen nur zwei Batterietypen in Frage: Bleiakkumulatoren, wie sie zum Starten in Autos genutzt werden, und Lithiumionenbatterien, die sich durch eine geringere Speichermasse auszeichnen.


Gespeicherter Solarstrom teurer als Netzstrom

Bleiakkumulatoren, die 10 kWh speichern, wiegen nach Wikipedia mindestens 300 Kilogramm und haben ein Volumen von etwa 120 Liter. Der Stromverlust zum Speichern und wieder Entladen liegt bei 20 Prozent und die Selbstentladung bei 0,25 Prozent pro Tag. Die Batterien kosten 1000 Euro und müssen nach 3 Jahren ersetzt werden. Dies gilt, wenn die Batterien häufig vollständig entladen werden. Bei einer Entladetiefe von 30 %, also nur Nutzung von 30 Prozent der Kapazität, steigen die Kosten wie auch die Nutzungsdauer der Akkumulatoren auf das Dreifache. Zu den Stromerzeugungskosten von 12 Cent/kWh kommen also noch weitere 19 Cent/kWh für Speicherverluste, Abschreibung der Batterie und Entladeverluste. Damit ist die Selbstversorgung mit Solarstrom kein Gewinn im Vergleich mit einer Komplettversorgung über das Netz.


Die Lithium-Ionen Batterien haben eine etwas geringe Masse pro Kilowattstunde gegenüber den Bleiakkumulatoren. Daher werden sie heute für Elektromobile eingesetzt. VW bietet für seinen e-Up Ersatzbatterien für 500 Euro pro kWh Speicherfähigkeit an. Im Handel werden Preise von 200 Euro pro KWh genannt. Es werden damit aber nur geringe Lastzyklen erreicht. Die Lebensdauer der e-Up Batterien werden auf sechs bis acht Jahre geschätzt. Wird die Batterie ständig leergefahren, sinkt die Lebenszeit deutlich. Die Speicherverluste liegen auf gleicher Höhe wie die der Bleiakkumulatoren. Nach diesen Zahlen sind die Kosten beim Einsatz von Lithium-Ionenbatterien deutlich höher als von Bleiakkumulatoren, nämlich zwischen 20 bis 40 Cent/kWh. Die Batteriekosten des e-Up liegen bei ca. 20 Cent/km. Hinzu kommen 5 Cent/km an Stromkosten. Die Antriebsenergie für dieses kleine Auto ist also deutlich teurer als für eine Luxuslimousine. Bei diesen Fakten muss man sich fragen: Haben Politiker, die Elektroautos auf deutschen Straßen fördern wollen, keinen Sinn für die Realität?


Rohstoffe für Batterien überfordern die Weltproduktion

Die Experten von NAEB haben noch eine andere Berechnung angestellt. Nach wie vor erhebt nämlich eine Reihe von Politikern die wirtschaftlich haltlose Forderung, Deutschland sei mit 100 Prozent Ökostrom zu versorgen. Abgesehen von den horrenden Kosten wird das technisch nur möglich sein, wenn man mindestens den Strombedarf eines Tages speichern kann. Verwendet man dazu Blei-Akkumulatoren, sind zum Speichern von 1 kWh etwa 15 kg Blei erforderlich. Deutschland hat einen mittleren Tagesbedarf von 1,7 Milliarden kWh. Allein für Deutschland wären für das Speichern in Blei-Akkumulatoren 25 Millionen Tonnen Blei nötig. Die Weltproduktion von Blei liegt bei knapp 12 Millionen Tonnen. Es leuchtet wohl jedem ein: Wegen Bleimangel können noch nicht einmal in Deutschland genügend Akkumulatoren bereitgestellt werden, vom hohen Platzbedarf für industrielle Anwendung ganz zu schweigen. Vergleichbare Ergebnisse findet man auch für andere Batterien. Auch hier reichen die global verfügbaren Rohstoffe nicht aus.


“Es ist geradezu lächerlich und tragisch zugleich, mit welchen vergeblichen Klimmzügen Politiker ihre verfehlte ideologische Energiepolitik doch noch durchsetzen wollen”, stellt Heinrich Duepmann fest. “Eine Solarstromanlage auf dem Dach könnte aber dann eine sinnvolle Notstromversorgung werden, wenn es zu Stromausfällen kommt, auf die wir mit der gegenwärtigen deutschen Energiepolitik unaufhaltsam zusteuern.”


Prof. Dr. Hans-Günter Appel

2. Vorsitzender und Pressesprecher NAEB e.V. Stromverbraucherschutz


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NAEB Stromverbraucherschutz e.V.

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Batteriespeicher sind keine Lösung für unstetigen Ökostrom