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6 Temmuz 2015

TWD Fibres nach Eigentümerwechsel auf Kurs

Interview mit dem neuen Eigentümer der TWD Fibres in Deggendorf


TWD Fibres nach Eigentümerwechsel auf KursDie TWD Fibres GmbH wurde im Januar 2015 mehrheitlich von dem Investor 4K Invest International aus München übernommen. Die Daun Gruppe verbleibt als Minderheitsgesellschafter. 4K Invest International, eine im Privatbesitz befindliche Holding mit mehreren Beteiligungen, analysiert und optimiert über hausinterne Spezialisten-Teams zentrale Abläufe in den übernommenen Unternehmen. Ziel der neuen Beteiligung bei TWD Fibres ist es, national und international die Marktposition des Filamentgarn-Spezialisten weiter auszubauen. Markus Zöllner, Partner beim Anteilseigner 4K Invest, erläutert im folgenden Interview die Vorgehensweise:


Wie ist Ihre Einschätzung mit Blick auf das avisierte Ziel nach vier Monaten intensiver Beschäftigung mit der TWD Fibres?

MZ: Ich bin beeindruckt von der breiten Produktpalette, die die TWD Fibres sowohl im Polyester wie im Polyamid 6.6 abdeckt. Auch die Tiefe der Wertschöpfungskette in der anschließenden Weiterverarbeitung ist immens. Wir verfügen über einen sehr großen, diversifizierten Maschinenpark und können damit natürlich auch unterschiedliche Anforderungen und Produkte sehr gut darstellen.


Wie sehen Sie den Textilmarkt insgesamt?

MZ: Wie viele Märkte ist auch der klassische Textilmarkt durch einen verstärkten Wettbewerb gekennzeichnet. Die TWD Fibres hat deshalb bereits in der Vergangenheit erfolgreich neue Absatzmärkte bei technischen Textilien aufgebaut. Im Automotive und Medizin-Bereich ist das Unternehmen mittlerweile sehr gut vertreten. Trotzdem sind die Absatzmärkte Bekleidung und Heimtextilien immer noch ein wichtiges Standbein der TWD Fibres. Der Preisdruck hier ist extrem hoch und zwingt auch uns im Gegenzug zu einer verschärften Kostenkontrolle. Wir sehen vielversprechendes Potential in den oben angesprochenen technischen Absatzmärkten. Der Markt und seine Spieler werden sich noch weiter konsolidieren. Deshalb halten wir unsere Augen auch nach weiteren Zukäufen offen und führen hierzu erste Gespräche. Es gilt, den richtigen Mix zwischen Commodity-Produkten und individuellen Spezialitäten zu finden.


Wie sieht hier Ihre Strategie aus? Wo sehen Sie die TWD Fibres in drei Jahren?

MZ: Wie gesagt, wir denken auch über den Zukauf weiterer Firmen nach. Zunächst müssen wir jedoch unsere “internen Hausaufgaben” machen. Wir haben einen klaren Wettbewerbsvorteil: Wir decken die komplette Wertschöpfungskette ab und können von der Spinnerei über die Texturierung bis hin zur Färberei alles aus einer Hand und unter einem Dach anbieten. Das macht uns stark. Und genau hier setzen wir an: Um unseren Kunden einen noch besseren Service bieten zu können, sind wir zur Zeit dabei, die Abläufe zu optimieren. Für dieses Ziel verstärken wir auch das Marketing und pushen die Produktentwicklung. So erreichen wir, dass unsere Produkte noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind. Darüber entstehen sicher auch weitere Neuheiten bei technischen Textilien und in anderen Bereichen. Parallel arbeiten wir daran, auch in Volumensegmenten unsere Wettbewerbsstärke auszubauen. Dazu ist die vertikale Integration über die komplette Garnwertschöpfungskette, wie wir sie heute haben, eine hervorragende Basis.


Welche konkreten Maßnahmen setzen Sie derzeit bei der TWD Fibres um?

MZ: Auf Basis unserer Analysen haben wir mehrere Optimierungen eingeleitet und Investitionen getätigt. Hier einige Beispiele: Das neu eingeführte CRM System sorgt für einen besseren Kundenservice, die präventive Instandhaltung des Maschinenparks sichert die Qualität der Produktion und Schulungen für unsere Mitarbeiter erhalten unsere Innovationskraft. Selbstverständlich stellen wir auch alle Kosten auf den Prüfstand. Wir haben zahlreiche Verhandlungen mit Lieferanten und Dienstleistern geführt. Firmenintern waren wir gezwungen, bei zu hohen Kapazitäten den Mitarbeiterstamm anzupassen. Jetzt sind wir auf einem guten Weg. Wir werden unseren Kunden auch in Zukunft Stabilität und Verlässlichkeit bieten.


Die TWD Fibres hat mit den Marken TIMBRELLE® (Polyamid 6.6) und DIOLEN® (Polyester) in Europa einen sehr hohen Bekanntheitsgrad. Planen Sie hier grundlegende Veränderungen?

Dank langjähriger erfolgreicher Geschäftsbeziehungen erzielt die TWD Fibres bereits heute etwa 50 Prozent des Umsatzes im Ausland. Sicher wollen wir unsere Dachmarke TWD Fibres und unsere Produktmarken weiter ausbauen. Gerade vor dem Hintergrund des Wettbewerbs aus Asien besitzen Marken eine starke Orientierungs- und Ankerfunktion. Zum Nutzen unserer Kunden werden wir unsere Marketing-Aktivitäten weiter ausbauen.

Abschließend möchte ich festhalten, dass wir zahlreiche Prozesse angestoßen haben, die alle auf eine Stärkung des Unternehmens und auf weiteres Wachstum abzielen. Wir freuen uns darauf zu sehen, wie unsere Kunden auf diese neuen Ansätze reagieren und hoffen auf eine Kontinuität der langjährigen guten Geschäftsbeziehungen.


TWD Fibres GmbH gehört seit Januar 2015 zur Beteiligungsgesellschaft 4 K Invest mit Hauptsitz in München. Die TWD beschäftigt ca. 730 Mitarbeiter und generiert einen Umsatz von über 100 Mio Euro. Als vollstufiger Filamentgarnproduzent mit Sitz in Deggendorf, Bayern, deckt die TWD Fibres die gesamte Palette an Polyester & Polyamid 6.6 Endlosfilamentgarnen ab. Mit einer durchschnittlichen Jahresproduktionskapazität von je 15.000 Tonnen bei Polyester und Polyamid fungiert die TWD als globaler Partner bei texturierten, bad- und spinngefärbten Garnlösungen. Die hochwertigen Filamentgarne sind in unterschiedlichsten Qualitäten und Zusatzfunktionen erhältlich. In enger Partnerschaft mit den Kunden entwickelt das Unternehmen “customized” Garne, die auf spezielle Anwendungen auch in technischen Feldern zugeschnitten sind. Mit über 5.000 Tonnen Badfärbekapazität pro Jahr verfügt die TWD Fibres GmbH über eine der größten und leistungsstärksten Garnfärbereien ihrer Art in Europa. Die wichtigsten Abnehmermärkte sind Automobil, Bekleidung, Heimtextilien, Medizin sowie technische Anwendungen.

www.twd-fibres.de


4K Invest International ist eine im Privatbesitz befindliche Holding, registriert in Luxemburg und mit Sitz in München. Das 4K Team ist seit 1992 auf die Verbesserung der operativen Leistungsfähigkeit von Unternehmen spezialisiert und investiert in mittelständische europäische Unternehmen mit dem Ziel einer nachhaltigen Werteentwicklung.


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3 Haziran 2015

Informationsabend zum Generationswechsel nach Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Rechtsanwalt Martin Janssen schildert Kernpunkte zur Erbschaftssteuer


Informationsabend zum Generationswechsel nach Urteil des BundesverfassungsgerichtsDas jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts macht die bisherige Privilegierung der Vererbung von Betriebsvermögen in großen Teilen verfassungswidrig. Deshalb sind Unternehmer in diesem Zusammenhang mit vielen Fragen und wenigen Antworten konfrontiert: Sind die bisherigen Regelungen noch nutzbar? Wie ist eine Unternehmensnachfolge jetzt am besten zu organisieren?


Mit Antworten ist auch kurzfristig nicht zu rechnen, denn der Gesetzgeber hat bis zum 30. Juni 2016 Zeit für eine Neuregelung. Eine Regelung kann dann aber auch rückwirkend zum 15. Dezember 2014 erfolgen. Die Fragezeichen bleiben, dabei ist die Zahl der Nachfolgeregelungen unverändert hoch.


Was jetzt schon klar ist: Um von der Erbschaftssteuer verschont zu bleiben, ist eine umfassende Lohnsummengarantie nötig. Das bedeutet Aufwand für Unternehmen, die an einen Nachfolger übergeben werden sollen: Es braucht eine exakte Umsatz-, Ergebnis- und Personalplanung für die nächsten drei bis fünf Jahre. Dafür müssen mögliche Risiken ebenso analysiert werden wie die finanziellen Mittel. Auch die Rechtsverhältnisse einzelner Vermögensgegenstände sowie die Besteuerung von Verwaltungsvermögen sind vorausschauend zu überprüfen.


Wie das geht und was dabei zu beachten ist, erklärt Rechtsanwalt Martin Janssen in der Informationsveranstaltung “Der Architekt des Generationswechsels”. Der Gründer des Expertenzentrum für Generationswechsel (EZGW) wird Kernpunkte des Urteils ebenso schildern wie Handlungsempfehlungen und Hindernisse sowie vielversprechende Erfolgsfaktoren. Dafür hat er mit Richard Lammers von der MSB Beratung GmbH aus Stadtlohn einen zusätzlichen Experten ins Boot geholt – Lammers wird ab 17.30 Uhr über “Die erfolgreiche Unternehmensplanung im Generationswechsel” sprechen.


Die Agenda für Mittwoch, 17. Juni 2015, in Düsseldorf und Donnerstag, 18. Juni 2015, in Köln reicht von Analyse bis Handlungsempfehlung und von 15.30 bis etwa 18.30 Uhr. Eine Anmeldung ist möglich per Fax (02196 739042), E-Mail (office@mjanssen-consulting.de) oder per Post an Rechtsanwalt Martin Janssen, Neuenflügel 25, 42929 Wermelskirchen. Die Veranstaltungsorte werden anschließend mitgeteilt. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen über Rechtsanwalt Janssen finden Sie unter www.mjanssen-consulting.de.


Martin Janssen arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Rechtsanwalt und Manager. Nach seinem Jurastudium sammelte er mehrjährig erste Erfahrungen im Sanierungsmanagement. Anschließend arbeitete er fünf Jahre als Unternehmensberater bei McKinsey & Company, Inc. Danach bekleidete er mehrere Positionen als Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Strategieentwicklung.


Er war in diesen Tätigkeiten immer wieder für komplexe Restrukturierungen, Umorganisationen, Sanierungen und Integrationsprojekte verantwortlich. Die Identifizierung von Verbesserungspotentialen, die Steigerung der Leistungsfähigkeit und die Begleitung von Veränderungsprozessen ziehen sich wie ein roter Faden durch seine Tätigkeit.


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