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23 Kasım 2015

Die Schattenseiten des Handy-Zeitalters

Welche Risiken erleben Kinder und Jugendliche?


Die Schattenseiten des Handy-Zeitalterssup.- Für die überwiegende Mehrheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland ist der Gebrauch von Handys bzw. Smartphones plus mobile Internetnutzung ein nahezu unverzichtbarer Bestandteil ihrer Lebenswelt. Dies gilt für 64 Prozent der 8- bis 14-Jährigen und für bereits 86 Prozent der 13- und 14-Jährigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Mannheim im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), bei der 500 Kinder und Jugendliche, aber auch deren Eltern befragt wurden.


Zu den positiven Aspekten der Mobiltelefone zählen Eltern wie ihr Nachwuchs gleichermaßen die Erleichterung der Kommunikation und Alltagsorganisation sowie die Erreichbarkeit in Notsituationen. Neben der Kommunikation wird das Handy von Kindern und Jugendlichen vielfach aber auch als Unterhaltungsmedium, z. B. zum Spielen oder Musikhören genutzt. Und es birgt auch zahlreiche Gefahren, insbesondere bei intensiver Nutzung, die zu erheblichen Problemen im Alltag führen können. Zu den von den Kindern und Jugendlichen selbst erlebten Risiken gehört laut der LfM-Studie vor allem das hohe Ablenkungspotenzial von Handys und Smartphones beispielsweise bei dem Erledigen von Hausaufgaben, das von 48 Prozent der Befragten genannt wurde. Mit rund 24 Prozent bestätigt zudem nahezu jeder vierte jugendliche Nutzer von Mobiltelefonen, dass er durch die ständige Online-Präsenz Kommunikationsstress empfindet. Und 15 Prozent bedauern, dass durch die Allgegenwart von Smartphones & Co. „echte“ Kontakte mit Freunden zu kurz kommen.


Aber nicht nur reale Begegnungen mit Gleichaltrigen werden im Handy-Zeitalter vernachlässigt. Bildschirm-Medien insgesamt tragen in erheblichem Maße dazu bei, dass der Lebensstil der jungen Generation immer bewegungsärmer wird. Für die körperliche, geistige, emotionale und psychische Gesundheit von Heranwachsenden spielt ein bewegungsreicher Alltag jedoch eine ganz wesentliche Rolle. Ein regelmäßiges Defizit an körperlicher Aktivität begünstigt zahlreiche Entwicklungsstörungen, die sich zu chronischen Erkrankungen ausweiten können. Ein achtsamer und für das eigene Wohlbefinden zuträglicher Umgang mit Handys wie auch mit Computern und Fernsehgeräten sollte deshalb immer im Vordergrund stehen – und dazu gehört vor allem eine zeitlich sinnvolle Limitierung. Dafür zu sorgen und in dieser Hinsicht Vorbild zu sein, zählt heute zu den vorrangigen Erziehungsaufgaben der Eltern.


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3 Temmuz 2015

Kinderwelt muss Bewegungswelt sein

Voraussetzung für gesundes Heranwachsen


Kinderwelt muss Bewegungswelt seinsup.- “Der Heranwachsende braucht zum Aufbau seiner Gesundheit mehr Bewegung als der Erwachsene zum Erhalt der Gesundheit”, betont der Sport- und Bewegungswissenschaftler Dr. Dieter Breithecker (Leiter der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung). Während für Erwachsene eine zwei- bis dreimalige körperliche Belastung von ca. 60 Minuten in der Woche zur Sicherung der körperlichen Leistungsfähigkeit durchaus als ausreichend angesehen werden kann, benötigen Kinder zur Entwicklung ihrer organischen Funktionen eine tägliche Belastungseinheit von mindestens zwei bis drei Stunden. Dabei haben gerade die Bewegungserfahrungen und Bewegungsmöglichkeiten in den ersten elf bis zwölf Jahren einen besonderen Stellenwert, weil sie entscheidend wachstums- und reifungsbedingte Veränderungen des Muskel-, Skelett- und Nervensystems prägen. Bewegungsdefizite in diesem Lebensabschnitt können deshalb nicht wieder aufgeholt werden und können lebenslange negative Auswirkungen auf die körperliche wie geistige Gesundheit haben. Dieser Hintergrund macht verständlich, warum heute so eindringlich vor den Folgen des zunehmend körperlich passiven Lebensstils von Kindern gewarnt wird, die in ihrer Freizeit oft viel zu lange vor Bildschirm-Medien hocken. Dahinter steckt keine Computerfeindlichkeit, sondern die berechtigte Sorge, dass der weit verbreitete Bewegungsmangel bei den Kindern von heute eine wesentliche Ursache für die chronisch kranken Erwachsenen von morgen sein wird.


“Bewegung beinhaltet so grundlegende und vom Kind mit viel Freude und Begeisterung angewendete Tätigkeiten wie Klettern, Laufen, Springen, Hüpfen, Drehen, Schleudern, Balancieren, Schaukeln und Schwingen”, so Dr. Breithecker. Wichtig ist, dass Kinder erst einmal vielfältige Erfahrungen mit ihrem Körper machen können, bevor sie sich einer bestimmten Sportart zuwenden. Statt aus Sorge vor Verletzungen Bewegungserkundungen zu hemmen, sollten Eltern den natürlichen Bewegungsdrang ihrer Sprösslinge fördern, wo immer dies möglich ist. Ausreichende körperliche Aktivität, insbesondere in den ersten elf bis zwölf Jahren, ist der beste Schutz u. a. vor der Entstehung von Übergewicht mit all seinen negativen Konsequenzen sowie vor geistigen, psychisch-emotionalen und sozialen Entwicklungsstörungen. Deshalb kann gar nicht oft genug betont werden, wie wichtig es ist, dass Eltern ihren Nachwuchs zu einem bewegungsfreudigen Lebensstil anregen. Tipps und Anregungen von Profis, wie dies auch angesichts der elektronischen Konkurrenz gelingen kann, gibt z. B. das mehrsprachige Ratgeber-Portal www.komm-in-schwung.de.


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