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12 Mayıs 2015

"Opfer oder faule Stinker" - so spaltet Hartz IV die Gesellschaft

Schutzverband gegen Diskriminierung: Hartz-IV-Empfänger sind keine Sozialschmarotzer


12. Mai 2015. Seit Jahren engagiert sich der Deutsche Schutzverband gegen Diskriminierung e. V. (DSD) für Menschen, die diskriminiert, benachteiligt oder schlicht durch den Staat und seine Entscheidungen ins soziale Abseits gedrängt werden. Zu den Letztgenannten zählt Uwe Hoffmann, der ehrenamtliche Geschäftsführer des DSD (www.mehr-hartz4.net), auch die Menschen, die in das totalitäre Armutssystem Hartz IV gerutscht sind. Wer Teil dieser Parallelgesellschaft ist, wird von anderen stigmatisiert und isoliert.


In Deutschland gibt es beinahe 7,5 Millionen Menschen, darunter 5,5 Millionen ALG-II-Bezieher und 2 Millionen Sozialgeldempfänger (meistens Kinder unter 15 Jahren), die in über 4 Millionen Bedarfsgemeinschaften leben. Für mehr als ein Zehntel der deutschen Gesamtbevölkerung unter 65 Jahren, stellt Hartz IV demnach die Grundsicherung ihrer Existenz dar. In der letzten Zeit wird eines immer deutlicher: Neben der Arbeitsmarktsituation verschlechtert sich auch das Verhältnis zwischen Staat und Leistungsberechtigen, aber auch zwischen Bürgern und Leistungsbeziehern. “Wir erleben das bei unserer täglichen Arbeit”, sagt Uwe Hoffmann. “In manchen Gesprächen oder Kommentaren in sozialen Netzwerken werden Hartz-IV-Empfänger immer wieder als arbeitsscheue und Bier trinkende Sozialschmarotzer dargestellt”, so der DSD-Geschäftsführer. Das ändere sich schlagartig, wenn man selbst arbeitslos werde, oder bei einer Arbeitnehmerüberlassung arbeiten und aufstocken müsse.”


Hartz IV ist das Krebsgeschwür unserer Gesellschaft


Allein in Berlin leben fast 150.000 Kinder von Hartz IV. Das macht traurig. Doch nicht alle. Viele Menschen wollen nicht begreifen, wie schwer es Kinder haben, die von der Gesellschaft isoliert werden. “Da reicht es schon, wenn man im falschen Viertel wohnt, bei jeder Klassenfahrt immer krank gemeldet wird und die Klamotten des älteren Bruders auftragen muss”, weiß Uwe Hoffmann aus vielen Zuschriften zu berichten. Die sozialpolitische Kultur habe sich sehr verändert und das System Hartz IV ist totalitär: “Hartz IV ist das Krebsgeschwür unserer Gesellschaft geworden. Hartz IV ist antidemokratisch, da es die Betroffenen gefangen hält, ihren Alltag bestimmt und sie letztlich zwingt ihr Leben nach diesem System auszurichten.” Das soziale Engagement des Staates mit den im Grundgesetz verankerten, sozialen Bürgerrechten sieht Hoffmann schon lange nicht mehr: “Wenn ein Jobcenter-Mitarbeiter einen Hilfebedürftigen zum Einkaufen zur Tafel schickt, zeigt das doch schon, wie sehr sich der Staat aus seiner Verantwortung herausgenommen hat. Die Tafeln in Deutschland – und davon gibt es schon fast 1.000 – sind ja keine staatlichen Stellen. Glücklicher Weise gibt es immer mehr Menschen, die karitativ tätig werden. So übernimmt Stück für Stück der Bürger die Aufgaben des Staates, für die der Staat dem Bürger auch noch Steuergelder abknöpft.”


Die Parallelwelt: Hartz IV


Die Gefahr, auch aus der sogenannten Mittelschicht, in die Hartz-IV-Falle zu geraten, ist groß. Ebenso groß sind auch die Wut und der blanke Hass der Betroffenen auf den Staat und die Etablierten. Der DSD-Geschäftsführer: “Wir helfen jenen, die noch nicht resigniert haben, die sich nicht aus der Öffentlichkeit zurückziehen Wir helfen jenen, die jeden Bescheid prüfen lassen, die um jeden Cent, um jeden Mehrbedarf und gegen jede Sanktion kämpfen wollen. Und das tun wir sehr gern und auch erfolgreich.”


Mehr Informationen unter www.mehr-hartz4.net


Der Deutsche Schutzverband gegen Diskriminierung setzt sich für Menschen ein, die sich durch Behörden oder Unternehmen ungerecht behandelt fühlen, die bei ihrer Berufswahl aus böswilligen Gründen oder Vorurteilen benachteiligt wurden oder die durch den Staat oder seine Entscheidungen ins soziale Abseits gedrängt werden.


Besonders betreut werden Hartz IV-Empfänger, die eine kostenlose Erstberatung ihrer Fälle durch spezialisierte Anwälte erhalten.


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19 Mart 2015

Kostenlose Überprüfung von Hartz-IV-Bescheiden: www.mehr-hartz4.net

Ein Service des Deutschen Schutzverbandes gegen Diskriminierung e.V.


Kostenlose Überprüfung von Hartz-IV-Bescheiden: www.mehr-hartz4.net18. März 2015. Seit heute gibt es beim Deutsche Schutzverband gegen Diskriminierung e. V. (DSD) eine neue Webseite für Hartz-IV-Emfänger. Die vielen Anfragen von Bedürftigen habe diesen Schritt notwendig gemacht, so Uwe Hoffmann, Geschäftsführer des DSD (www.gegendiskriminierung.de). Noch immer gäbe es einen hohen Beratungsbedarf zu falschen Bescheiden und verhängten Sanktionen.


Der DSD bietet schon seit langem eine kostenlose Überprüfung von Hartz-IV-Bescheiden an, die Akzeptanz ist entsprechend hoch. Um dem wachsenden Bedürfnis nach einer Überprüfung Rechnung zu tragen, hat sich der DSD entschieden, sein Angebot für Leistungsempfänger von Hartz IV auf einer externen Internet-Seite noch einmal ins Netz zu stellen. Unter www.mehr-hartz4.net bietet der Verein schnelle und kostenlose Hilfe an. Uwe Hoffmann, ehrenamtlicher Geschäftsführer des DSD: “Es gibt leider noch immer eine Fehlerquote von über 50 Prozent bei den Bescheiden. Gerade bei den Themen Einkommensberechnung, Wohnung, Bedarfsgemeinschaften oder Rückforderungen stellen unsere Vertrauensanwälte immer wieder Fehler fest, die den Bedürftigen bares Geld kosten.”


Ob der Hartz-IV-Bescheid tatsächlich korrekt ist, prüfen die Vertrauensanwälte des DSD. Für den Leistungsempfänger entstehen dadurch keine Kosten.


Der DSD kümmert sich auf seiner neuen Seite auch intensiv um sanktionierte Hartz-IV-Bezieher. Immer dann, wenn ein Leistungsempfänger gegen auferlegte Pflichten verstößt, muss er mit einer Sanktion rechnen. Das bedeutet nichts anderes als eine Kürzung der Leistung, sprich: des Geldes. “Das sehen wir aber sehr problematisch.”, sagt der DSD-Geschäftsführer. “Der Gesetzgeber hat einen ganzen Katalog von Sanktionsmitteln zusammengestellt, sortiert nach Art und Schwere der Pflichtverletzung. Das Problem, das dabei immer verkannt wird: Jede Kürzung des Hartz-IV-Satzes setzt den Betroffenen unter das Existenzminimum. Für mich persönlich ist das verfassungswidrig.” Auf der nun ausgegliederten Seite www.mehr-hartz4.net steht den Leistungsempfängern ein eigenes Tool zur Verfügung, mit dem sie schnellen und unkomplizierten Kontakt zum Verein und den Vertrauensanwälten aufnehmen können.


Der Deutsche Schutzverband gegen Diskriminierung setzt sich für Menschen ein, die sich durch Behörden oder Unternehmen ungerecht behandelt fühlen, die bei ihrer Berufswahl aus böswilligen Gründen oder Vorurteilen benachteiligt wurden oder die durch den Staat oder seine Entscheidungen ins soziale Abseits gedrängt werden.


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