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17 Kasım 2015

Probiotikum aus österreichischer Forschung als Hoffnungsträger für Leberkranke

(Mynewsdesk) Graz – Etwa 30 % der österreichischen Bevölkerung leidet bereits unter Fehlfunktionen der Leber, viele davon ohne Alkoholeinfluss. Bekannt ist, dass eine eingeschränkte Leberfunktion auch als Auslöser für das metabolische Syndrom gilt, neuere Forschung zeigt auch einen Einfluss auf Volkskrankheiten wie Migräne oder Demenz. Wesentlichen Einfluss auf die Entstehung der nichtalkoholischen Fettleber und als Spätstadium der Leberzirrhose hat der Zustand der Mikrobiota (früher bekannt als Darmflora) und der Darmbarriere.


Mit einem vom Grazer Institut Allergosan entwickelten Probiotikum konnten WissenschafterInnen der Medizinischen Universität Graz nun erstmals zeigen, dass die Regeneration des Darms über probiotische Bakterien die Leberfunktion von Leberzirrhose-PatientInnen entscheidend verbessern kann. Das internationale Interesse ist enorm.


Die ForscherInnen rund um Assoz. Prof. Dr. med Vanessa Stadlbauer-Köllner von der Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie an der Medizinischen Universität Graz haben dazu eine placebokontrollierte Studie an Patienten mit Leberzirrhose durchgeführt. Im Vergleich zur Placebogruppe verbesserte sich bei denjenigen, die das aus 8 verschiedenen Symbionten bestehende Probiotikum einnahmen, die Leberfunktion während der Einnahme signifikant. Dieses speziell für Leberprobleme entwickelte Multispezies-Probiotikum wird ab Februar 2016 unter dem Handelsnamen OMNi-BiOTiC® HETOX in den Apotheken erhältlich sein. Mag. Anita Frauwallner, CEO und Forschungsleiterin des Unternehmens: „Die herausragenden Ergebnisse dieser Studie sind richtungsweisend für die moderne Medizin, in der die Mikrobiomforschung bereits eine maßgebliche Rolle spielt, und ein weiterer Meilenstein für unsere intensive Arbeit seit 25 Jahren.“


Probiotikum verbessert Leberfunktion

Bei dieser Studie wurden 101 PatientInnen mit Leberzirrhose, die an der Universitätsklinik für Innere Medizin, Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie in Behandlung stehen, eingeschlossen. Die PatientInnen bekamen für sechs Monate entweder zwei Mal täglich ein Probiotikum oder ein Placebo. Danach wurden die PatientInnen noch für weitere sechs Monate beobachtet. Neben der Leberfunktion wurden in der Studie auch die Immunabwehr, die Darmbarriere und die Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms untersucht. „In der placebokontrollierten Studie verbesserte sich die Leberfunktion derjenigen, die das Probiotikum einnahmen, wesentlich“, fasst Assoz. Prof. Dr. med Stadlbauer-Köllner zusammen.


Die Verträglichkeit des Probiotikums war ausgezeichnet: In der Probiotikagruppe nahmen alle bis auf einen Patienten bis zum Ende an der Studie teil, während in der Placebogruppe elf Patienten die Studie vorzeitig beendeten. Das war der klare Beleg für die sehr rasch spürbare Besserung des Befindens durch das neue OMNi-BIOTiC®-Probiotikum.


Enorme internationale Beachtung

Die Studiendaten werden am 17.11.2015 in San Francisco beim renommierten „Liver Meeting“ der American Association for the Study of the Liver vorgestellt. Die Arbeit wurde bereits vom wissenschaftlichen Komitee begutachtet und ausgezeichnet als eine der besten Arbeiten dieses Jahres. Das Poster wird in der Präsentation als „Presidential Poster of Distinction“ besonders hervorgehoben.


Fortsetzung folgt: Steigerung der Lebensqualität als Forschungsziel

In weiterer Folge wird nun von Assoz. Prof. Dr. med Stadlbauer-Köllner und ihrem Team nach dem Mechanismus gesucht, der diese in der Wissenschaft bisher noch nie gezeigte Verbesserung der Leberfunktion bewirkt. Die positive Beeinflussung der Mikrobiom-Zusammensetzung und die Verbesserung der zu hohen Durchlässigkeit des Darms durch das OMNi-BIOTiC®-Probiotikum sind die Ansatzpunkte. Das könnte in weiterer Folge auch positive Auswirkungen auf das gesamte Immunsystem haben. Hier schließt sich der Kreis zu den im Frühjahr 2015 veröffentlichten Studien des Institut Allergosan in Bezug auf Depression und Migräne, deren Basis ebenso die verbesserte Leberfunktion und in Folge die Wirkung auf das Immunsystem durch medizinisch relevante, speziell entwickelte Probiotika ist.


Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/6quj7w


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Im Jahr 1991 wurde in Graz, Österreich das Institut Allergosan als Kompetenzzentrum für die Erforschung des menschlichen Mikrobioms und die Entwicklung von Produkten aus natürlichen Substanzen wie probiotischen Bakterien, Pflanzenextrakten und Mineralstoffen. Alle Produkte unterliegen strengsten, international definierten Qualitätskriterien und entsprechen höchsten Anforderungen. Das Familienunternehmen unter der Leitung der Haupteigentümerin, Mag. Anita Frauwallner, arbeitet seit mehr als 20 Jahren mit weltweit anerkannten Medizinern und Wissenschaftlern aus den Bereichen Biologie, Pharmazie und Biochemie an mehreren europäischen Universitätskliniken und kann auf eine hervorragende Studienlage verweisen.


Weitere Informationen zum Institut Allergosan finden Sie unter www.allergosan.at


Kontakt

BSKOM GmbH

Florian Fagner

Herzogspitalstraße 5

80331 München

089 13 95 78 27 16

fagner@bskom.de

www.bskom.de



Probiotikum aus österreichischer Forschung als Hoffnungsträger für Leberkranke

17 Ocak 2015

Erbinformation der Darmflora weist Wege zu neuen Therapien

Erbinformation der Darmflora weist Wege zu neuen Therapien -

Die neu gegründete CeMeT GmbH aus Tübingen analysiert das Metagenom der Mikroorganismen im menschlichen Körper – Kooperationspartner gesucht


Erbinformation der Darmflora weist Wege zu neuen Therapien
Um die bakterielle Zusammensetzung der Probe zu bestimmen, wird die DNA sequenziert. (Bildquelle: CeMeT GmbH)


(Tübingen) – Die kürzlich gegründete CeMeT GmbH – Center for Metagenomics aus Tübingen in der BioRegion STERN (http://www.bioregio-stern.de) will mit der Analyse der Erbinformationen von Mikroorganismen aus dem menschlichen Körper die Diagnostik und Therapeutik entscheidend voran bringen. Das Unternehmen bietet Ärzten und Wissenschaftlern, die die Zusammensetzung der Mikroorganismen eines bestimmten Lebensraumes analysieren wollen, ab sofort seine Dienste an. Derzeit ist die CeMeT GmbH auf der Suche nach Kooperationspartnern, um den Zusammenhang bestimmter Mikroorganismen und Krankheiten zu untersuchen.


Der menschliche Körper ist mit vielen Mikroorganismen wie Bakterien, Pilzen, Viren und Parasiten besiedelt. Die Mikrobiota – die Mikroorganismen eines abgrenzbaren Lebensraums – sind häufig nützlich und, beispielsweise bei der Verdauung oder bei der Immunabwehr, unverzichtbar. Sie können aber auch die Entstehung von Krankheiten wie Darmentzündungen, Diabetes, Krebs, Multiple Sklerose, Asthma oder Übergewicht begünstigen. Die Darmflora eines erwachsenen Menschen macht ein bis zwei Kilogramm seines Körpergewichtes aus. Allein das Mikrobiom im Darm hat rund 100 Billionen Zellen – zehnmal mehr als alle anderen Zellen des Menschen zusammen.

Das Metagenom – also die Gesamtheit der genomischen Information dieser Mikrobiota – zu analysieren und auszuwerten, hat sich die im Juli 2014 gegründete CeMeT GmbH (http://www.cemet-gmbh.de/) – Center for Metagenomics aus Tübingen zur Aufgabe gemacht. Das analysierte Metagenom soll darüber Aufschluss geben, welche Mikroorganismen auf welche Weise an Krankheiten beteiligt sind, um dann neue Ansätze für Prophylaxe und Therapien entwickeln zu können. So könnte schon die gezielte Einnahme bestimmter Probiotika dazu beitragen, dass Medikamente besser wirken oder sogar abgesetzt werden können. Zudem gibt eine Analyse des Metagenoms oft mehr Aufschluss über die Krankheitserreger als routinemäßig eingesetzte Methoden, die häufig von der Anzucht der Erreger abhängig sind.

Ziel des Unternehmens ist es, in naher Zukunft als Dienstleister für Ärzte oder Wissenschaftler zu arbeiten, die die Analyse eines bestimmten Metagenoms – etwa zur Diagnose von Krankheiten – benötigen. Aber auch Privatpersonen, die sich für die Zusammensetzung ihres Metagenoms interessieren, können die CeMeT GmbH mit einer Analyse beauftragen. Momentan ist das neu gegründete Unternehmen auf der Suche nach potenziellen Projektpartnern für eine Kooperation, um Fördergelder der Bundesregierung oder der Europäischen Union zu beantragen.

Zu den Gründern der CeMeT GmbH gehören neben Geschäftsführer Dr. Dirk Biskup vom Tübinger Gendiagnostikunternehmen CeGaT GmbH, Prof. Dr. Ingo Autenrieth, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene am Universitätsklinikum Tübingen, Prof. Dr. Daniel Huson, Professor für Algorithmen in der Bioinformatik an der Universität Tübingen und Professor an der SCELSE, Nanyang University of Technology in Singapur, sowie Prof. Dr. Detlef Weigel, Direktor am Tübinger Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie und führender Evolutions- und Genomforscher, die als wissenschaftlicher Beirat fungieren.

Die CeMeT GmbH ist das erste deutsche Unternehmen, das sich mit einer derart beeindruckenden Expertise ausschließlich auf das Metagenom der Mikrobiota eines Ökosystems konzentrieren will. Geschäftsführerin Isabell Flade lässt denn auch keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Arbeit der CeMeT GmbH entscheidende Fragen der Diagnostik klären wird: “Mit der Bestimmung des Metagenoms können wir hoffentlich bald die Risikofaktoren für bestimmte Krankheiten erkennen, die dann mit Hilfe spezieller Probiotika oder gezielter Antibiotikatherapie individuell behandelt werden können.”


Über die BioRegio STERN Management GmbH:

In den Städten Stuttgart, Tübingen, Esslingen und Reutlingen sowie den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb ist die BioRegio STERN Management GmbH seit 2001 gemeinsames Kompetenznetzwerk, Anlauf- und Beratungsstelle für Existenzgründer, Unternehmer und Forscher aus der Life-Sciences-Branche. Die BioRegio STERN Management GmbH vertritt deren Interessen gegenüber Politik, Medien und Verbänden und berät bei Förderanträgen sowie Unternehmensfinanzierungen. Bedeutende Schwerpunkte bilden die Regenerationsmedizin, die Medizintechnik und die Automatisierung der Biotechnologie. Geschäftsführer ist der Molekular- und Zellbiologe sowie Investmentanalyst Dr. Klaus Eichenberg.


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