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6 Ekim 2015

Sicherheitswächter für Netze der Zukunft

Fraunhofer zeigt Security-Cockpit für SDN OrchSec bietet einfaches Monitoring und automatisierte Abwehr von Netzwerkangriffen


(Mynewsdesk) Mit Software-Defined Networking (SDN) können Unternehmen ihre Computer-Netzwerke flexibel managen und so Kosten sparen. Zur Absicherung dieser software-basierten Netze hat Fraunhofer SIT OrchSec entwickelt, eine Konzeptstudie, mit der sich Angriffe auf SDN-Netzwerke automatisiert erkennen und abwehren lassen. Das Besondere an der Entwicklung, die das Institut vom 6. bis 8. Oktober auf der it-sa Sicherheitsmesse in Nürnberg am Stand 436 zeigt: Die Abwehrmechanismen sind in einzelne Software-Module gekapselt, die sich besonders leicht anpassen und ergänzen lassen. Mit Hilfe des OrchSec-Konzepts und den Software-Modulen des Fraunhofer SIT können etwa Hersteller von SDN-Controllern die Sicherheit ihrer Produkte enorm verbessern. Weitere Informationen zu OrchSec und dem SDN-Sicherheitslabor des Fraunhofer SIT finden sich im Internet unter www.sit.fraunhofer.de/sdn-security-lab .


Herkömmliche Netzwerke bestehen aus unterschiedlichen Komponenten, die aufwendig abgestimmt werden müssen. Deshalb nutzen immer mehr Unternehmen Software-Defined Networking: Damit lässt sich das gesamte Unternehmensnetzwerk zentral steuern und flexibel auf unterschiedliche Situationen anpassen. Mittels Virtualisierung werden Kontrollschicht (Control Plane) und Datenschicht getrennt. Während die Datenschicht in den Geräten – Router, Switches, Firewalls – nur noch das Empfangen und Senden von Paketen übernimmt, bilden ein oder mehrere Controller eine Kontrollschicht. Diese übernimmt die gesamte Flusskontrolle und regelt die Verarbeitung der Datenströme. Das macht sie jedoch auch zu einem attraktiven Ziel für Hacker. Mit OrchSec erhalten SDN-Netze eine weitere Schicht, die sicherheitsrelevante Informationen sammelt und analysiert. Mit deren Hilfe lassen sich typische Angriffe erkennen und passende Schutzreaktionen auslösen.


OrchSec erkennt zum Beispiel ARP Spoofing, Distributed Denial of Service (DDoS), TCP Slow Read und Distributed Reflected Denial of Service Angriffe (DRDos) wie DNS Amplification. Die jeweiligen Abwehrmaßnahmen sind in Apps organisiert und lassen sich über eine Programmierschnittstelle einfach an die Unternehmensbedürfnisse anpassen und um beliebige neue Funktionen und Schutzmechanismen erweitern. Gleichzeitig visualisiert OrchSec Auslastungs- und Performance-Indikatoren, und bietet dem Netzwerk-Administrator alle sicherheitsrelevanten Informationen auf einen Blick. Auf der Messe sucht das Entwicklerteam nach Partnern für Produktentwicklung und praktische Erprobung.


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Die Informationstechnologie hat bereits weite Teile unseres Alltags durchdrungen: Ob Auto, Telefon oder Heizung ohne IT-Einsatz sind die meisten Geräte und Anlagen heute nicht mehr denkbar. Insbesondere Unternehmen nutzen ­­­IT-Systeme zur effektiven Gestaltung ihrer Arbeitsprozesse. Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie beschäftigt sich mit dem Schutz dieser Systeme vor Ausfällen, Angriffen und Manipu­lationen.


Das Fraunhofer-Institut SIT ist Teil des größten Cybersicherheitsforschungszentrums Deutschlands in Darmstadt und zählt auch weltweit auf vielen Gebieten zu den führenden Forschungseinrichtungen zur Cybersicherheit weltweit.


Kontakt

Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie

Oliver Küch

Rheinstraße 75

64295 Darmstadt

06151/869-213

presse@sit.fraunhofer.de

www.sit.fraunhofer.de



Sicherheitswächter für Netze der Zukunft

10 Haziran 2015

Deutsch-Israelische Plattform für Cybersicherheitsforschung

Israelischer Botschafter Yakov Hadas-Handelsman besucht das Fraunhofer SIT in Darmstadt. Deutsch-israelische Forschungsaktivitäten wollen Cybersicherheit verbessern.


Deutsch-Israelische Plattform für Cybersicherheitsforschung(Mynewsdesk) Die Cybersicherheitsnation Israel kooperiert mit Europas größter Organisation für angewandte Forschung. Dies gab das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) beim Besuch des israelischen Botschafters Yakov Hadas-Handelsman in Darmstadt im Beisein von Führungskräften aus Politik und Wirtschaft bekannt. Der Botschafter besuchte das Institut, um sich über die neue deutsch-israelische Forschungspartnerschaft im Bereich Cybersicherheit zu informieren. Zusammen mit führenden israelischen Forschungseinrichtungen will Fraunhofer SIT ein Cybersecurity Innovation Center in Israel etablieren. Der Schwerpunkt der gemeinsamen Forschungsaktivitäten liegt darauf, die Innovationslücke zu schließen und die Entwicklung von sicherer Software, sicheren Systemen und Services zu beschleunigen. Die Fraunhofer-Anwendungsforschung schafft besondere Vorteile für die israelische IT Industrie und erleichtert die Entwicklung von Sicherheitsprodukten für die zivile Nutzung. Erste Projekte diskutieren geladene deutsche und israelische Meinungsführer aus Industrie, Politik und Forschung auf einem Cybersecurity Innovation Workshop am 30. Juni in Tel Aviv. Der Workshop, den das Fraunhofer SIT gemeinsam mit dem israelischen Außenministerium und der deutschen Außenhandelskammer AHK organisiert, ist Teil der Made-in-Germany-Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Jubiläums diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel, die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel eröffnet werden. Mehr Informationen im Internet unter www.sit.fraunhofer.de/cybersecurityworkshop .

Der Bundestag ist gerade Opfer einer Cyberattacke geworden. Laut Lagebericht des Bundesministeriums für Sicherheit in der Informationstechnik BSI bedrohen gezielte Angriffe wie dieser jeden Tag Unternehmen und staatliche Institutionen, dabei profitieren Cyberattacken oft vom unzureichenden Schutz von Industrieanlagen, Unternehmen und kritischen Infrastrukturen. Die Kooperation des Fraunhofer SIT mit Israel adressiert diese Herausforderungen. Das Institut wird mit Israel kooperieren, dem Land mit der wohl größten Cybersicherheitserfahrung, sehr gut ausgebildetem Personal und einer der weltweit höchsten Innovationskapazitäten.

Ziel der Cybersicherheits-Forschungskooperation zwischen Fraunhofer SIT und Israel ist es, ein Exzellenz-Netzwerk aufzubauen und neue Ideen für innovative Cybersicherheit zu generieren. Über das Fraunhofer SIT werden deutsche Unternehmen die hochinnovative Startup-Szene in Israel erschließen können. Firmen in Israel profitieren von den exzellenten Ergebnissen angewandter Fraunhofer-Forschung sowie von der großen Erfahrung in erfolgreich angewandter Cybersicherheitsforschung, Entwicklung und Ausbildung. Das geplante Innovation Center wird der deutschen und der israelischen Industrie eine dynamische Forschungs- und Experimentierplattform für Cybersicherheit zur Verfügung stellen und der führende Ort der Cybersicherheitsforschung für die israelische und deutsche Industrie werden.



Botschafter Yakov Hadas-Handelsman: „Cybersicherheit ist ein Eckpfeiler moderner Demokratien. Deutschland und Israel haben das gemeinsame Ziel, unsere Bürger, Regierungen und Wirtschaftsunternehmen vor Cyberattacken zu schützen. Internationale Kooperation im Bereich Cybersicherheitsforschung und -entwicklung ist ausschlaggebend, um dieses Ziel zu erreichen. Die geplante Partnerschaft zwischen Fraunhofer SIT und Israel ist ein wichtiger Schritt, um enge Forschungsbeziehungen im Bereich der Cybersicherheit zwischen unseren beiden Ländern aufzubauen.“

Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft: „Israel ist einer der innovativsten Standorte für Technologie-Unternehmen. Fraunhofer unterhält seit vielen Jahren Beziehungen zu diesem Land: Die neue Kooperation zwischen dem Fraunhofer SIT und seinen Partnern in der IT-Sicherheit ergänzt unser strategisches Engagement in Israel. Sie bietet nicht nur Fraunhofer neue Möglichkeiten für die angewandte Forschung, sondern wird generell positive Auswirkungen für Deutschland und Israel haben. Die Kooperation ebnet den Weg für neue Systeme und Produkte, um Freiheit und Demokratie zu schützen, und nutzt beiden Gesellschaften und ihren Volkswirtschaften.“

Prof. Dr. Michael Waidner, Leiter des Fraunhofer SIT: „Israel ist ein Hotspot für Innovation und Heimat von einigen der talentiertesten Cybersicherheitsforscher und -ingenieure weltweit. Das Fraunhofer SIT besitzt jahrzehntelange Erfahrung in angewandter Cybersicherheitsforschung und darin, Industrie und Regierungen bei der Lösung ihrer Sicherheitsprobleme zu unterstützen. Der Transfer dieser praktischen Erfahrung von Deutschland nach Israel macht es möglich, das führende Cybersicherheitsforschungszentrum in Israel zu etablieren. Dies wird Gesellschaft und Wirtschaft beider Länder in großem Maße nutzen.“


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=== Israels Botschafter Yakov Hadas-Handelsman (links) und Fraunhofer SIT-Leiter Prof. Dr. Michael Waidner (Bild) ===


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Die Informationstechnologie hat bereits weite Teile unseres Alltags durchdrungen: Ob Auto, Telefon oder Heizung ohne IT-Einsatz sind die meisten Geräte und Anlagen heute nicht mehr denkbar. Insbesondere Unternehmen nutzen ­­­IT-Systeme zur effektiven Gestaltung ihrer Arbeitsprozesse. Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie beschäftigt sich mit dem Schutz dieser Systeme vor Ausfällen, Angriffen und Manipu­lationen.


Das Fraunhofer-Institut SIT ist Teil des größten Cybersicherheitsforschungszentrums Deutschlands in Darmstadt und zählt auch weltweit auf vielen Gebieten zu den führenden Forschungseinrichtungen zur Cybersicherheit weltweit.


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http://www.pr-gateway.de/media/primage/259773.jpgDeutsch-Israelische Plattform für Cybersicherheitsforschung

17 Mart 2015

Verschlüsselung für alle

Verschlüsselung für alle(Mynewsdesk) Nach den Enthüllungen zu Massenüberwachungen durch Geheimdienste suchen Wirtschaft und Gesellschaft nach praktikablen Verschlüsselungslösungen, die Unternehmen und Bürger schützen. Bisherige Technik scheiterte im Alltag an mangelnder Benutzerfreundlichkeit oder hohen Kosten. Mit der Volksverschlüsselung startet Fraunhofer jetzt eine offene Initiative, um Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in der breiten Bevölkerung zu etablieren. Auf der CeBIT stellen die Forscher einen Prototypen der laientauglichen Software sowie ihr Konzept zur Infrastruktur dahinter vor (Halle 9, Stand E40).


Verschlüsselung ist das wirksamste Mittel gegen die anlasslose massenhafte Ausspähung von Bürgern, Unternehmen und Behörden. Programme, etwa für die Absicherung von E-Mail-Kommunikation, gibt es zwar viele, dennoch werden sie kaum genutzt, weil sie für Normalbürger meist zu aufwendig sind. Aus diesem Grund fordert die Bundesregierung in ihrer Digitalen Agenda die Möglichkeit einer durchgängigen und laientauglichen Verschlüsselung. Ein Forschungsteam vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT in Darmstadt entwickelte ein Konzept für die Volksverschlüsselung, das Benutzerfreundlichkeit von Anfang an berücksichtigt. Die Software platziert die kryptografischen Schlüssel auf dem eigenen Computer automatisch an den richtigen Stellen. Zusätzlich arbeiten die Wissenschaftler an einer Infrastruktur, die allen Nutzern zur Verfügung steht und auch bestehende Verschlüsselungsangebote unterstützt.


»Mit der Initiative und den konkreten Entwicklungen unterstützt Fraunhofer die Bundesregierung in ihren Bemühungen, die Sicherheit von Bürgern und Unternehmen zu erhöhen«, sagt Prof. Michael Waidner, Institutsleiter des Fraunhofer SIT. Dementsprechend soll die Volksverschlüsselungssoftware als Open-Source zur Verfügung gestellt werden.

Schlüsselverteilung für LaienDie Software ist das Kernstück der Lösung. Sie nimmt dem Nutzer die bislang schwierigen Verteilungsvorgänge ab: Sie erkennt, welche Anwendungen – zum Beispiel verschiedene Mailprogramme – auf dem Computer, dem Smartphone oder Tablet Kryptografie nutzen können und stellt ihnen die entsprechenden Schlüssel automatisch zur Verfügung. Außerdem erzeugt sie auch kryptografische Schlüssel, mit denen sich

etwa E-Mails oder Dateien verschlüsseln lassen. Damit der Absender einer E-Mail die Nachricht für den Empfänger verschlüsseln kann, braucht er dessen öffentlichen Schlüssel. Bei der Volksverschlüsselung stellt eine zentrale Infrastruktur diese Schlüssel zur Verfügung. »Sie funktioniert wie ein Telefonbuch«, sagt Projektleiter Michael Herfert. »Hier kann jeder öffentliche Schlüssel nachschlagen und herunterladen. Die zentrale Infrastruktur sorgt außerdem dafür, dass die Schlüssel auch wirklich zu der fraglichen Person gehören und verhindert, dass jemand eine Identität vortäuschen kann.« Auf der CeBIT zeigen die Fraunhofer-Forscher zunächst, wie man sich mit Hilfe der eID-Funktionalität des neuen Personalausweises anmelden kann. Später sollen aber auch andere Verfahren möglich sein. Damit wirklich die breite Bevölkerung die Infrastruktur der Volksverschlüsselung nutzen kann, muss sie im Idealfall mit vielen Millionen Schlüsseln umgehen können. Deshalb sollte sie gleichermaßen leistungsfähig wie sicher sein. Geplant ist derzeit, sie am Fraunhofer-Institutszentrum in Birlinghoven auf einem Hochsicherheitsserver zu betreiben. Mittelfristig sollen sich jedoch auch weitere, vertrauenswürdige Partner beteiligen können. Die Ergebnisse der Volksverschlüsselung – insbesondere die Software – kommt auch Unternehmen zu Gute. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen können die im Projekt entwickelten Lösungen nutzen, um Verschlüsselung leichter einzusetzen und Firmengeheimnisse so besser zu schützen.


Einen Prototyp der Software stellen die Forscher vom 16. bis 20. März auf der CeBIT in Hannover in Halle 9 am Stand E 40 vor. Dabei handelt es sich um eine Software für Windows-Desktop-Rechner. Weitere Versionen für andere Betriebssysteme und Mobilgeräte sind geplant. Außerdem arbeitet das Forschungsteam auch an diversen Erweiterungen, unter anderem an einer Ergänzung, die eine Ad-hoc-Verschlüsselung ermöglicht.


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=== Volksverschlüsselung ermöglicht sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle. (Bild) ===


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Die Informationstechnologie hat bereits weite Teile unseres Alltags durchdrungen: Ob Auto, Telefon oder Heizung ohne IT-Einsatz sind die meisten Geräte und Anlagen heute nicht mehr denkbar. Insbesondere Unternehmen nutzen ­­­IT-Systeme zur effektiven Gestaltung ihrer Arbeitsprozesse. Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie beschäftigt sich mit dem Schutz dieser Systeme vor Ausfällen, Angriffen und Manipu­lationen.


Das Fraunhofer-Institut SIT ist Teil des größten Cybersicherheitsforschungszentrums Deutschlands in Darmstadt und zählt auch weltweit auf vielen Gebieten zu den führenden Forschungseinrichtungen zur Cybersicherheit weltweit.


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http://www.pr-gateway.de/media/primage/251926.jpgVerschlüsselung für alle