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16 Kasım 2015

1. Jagdsymposium der Jagd- und Naturakademie am Habsberg e.V.

Neue Jagd- und Naturakademie startet bayernweit einmalige Veranstaltungsreihe für Jäger, Jungjäger und Naturinteressierte aus dem deutschsprachigen Raum.


1. Jagdsymposium der Jagd- und Naturakademie am Habsberg e.V.Velburg. – Jäger, Jungjäger sowie Naturinteressierte und Familien sind zum 1. Jagdsymposium der Anfang des Jahres gegründeten Jagd- und Naturakademie am Habsberg e. V. im oberpfälzischen Velburg (Landkreis Neumarkt, Bayern) eingeladen. „Wir organisieren einen ereignisreichen Tag, der mit interessanten Themen Fachpublikum anspricht und zusätzlich für die Bürger in der Region ein kostenloses, naturnahes Programm bietet“, freut sich Patrick Schmidl, Initiator und Vorsitzender der Jagd- und Naturakademie am Habsberg e. V., mit der er künftig Jagdinteressierte aus ganz Bayern und darüber hinaus in die Region holen möchte.


Teilnehmerzahl begrenzt


Das Jagdsymposium, das heuer im „Haus am Habsberg“ in Velburg stattfindet, soll sich in Zukunft zu einem jährlichen Termin entwickeln und über mit der Jagd verbundene Themen informieren sowie Interessierte an die Jagd heranführen. Die zweigeteilte Veranstaltung bietet am kostenpflichtigen Vormittag nach einer Vorstellung des Vereins und des „Haus am Habsberg“ Fachinformationen rund um die Themen Schwarzwild, Schwarzwildbejagung sowie über die Reh- und Rotwildfütterung.

Daran werden mit der Jagd tangierte Verbände wie beispielsweise Vertreter des Bauernverbandes, Landschaftspflegeverbandes und verschiedener Jagdverbände, aber auch Funktionsträger aus der Politik und weitere Jagdinteressierte teilnehmen. Interessenten können sich per Email unter info@jagdakademie-habsberg.de zum Preis von 39,00 Euro noch eine Eintrittskarte reservieren. Die Teilnehmerzahl ist auf 40 Personen begrenzt.


Brennpunkt Schwarzwild


„Sicherlich sind die Expertenvorträge auch für den einen oder anderen Naturverbundenen und Grundstückseigentümer aus der Region interessant, zumal die steigenden Schwarzwildbestände zunehmend kritisch zu betrachten sind“, verrät Schmidl und ergänzt: „Gerade das Schwarzwild breitet sich in den letzten Jahren immer mehr aus, Wildschweine dringen in die bewohnten Gebiete ein und richten Schäden an. Das bewegt viele.“

So hat die Zahl der Wildschweinabschüsse in den vergangenen Jahrzehnten enorm zugenommen: Die 49.000 Jagdscheininhaber in Bayern haben laut Bayerischem Bauernverband im Jahr 1980 knapp 3.000 Tiere im Freistaat erlegt, 2012/2013 waren es mehr als 65.000. Nach Ansicht Schmidls, selbst Jäger und akademischer Jagdwirt, ist diese Entwicklung nicht nur Thema der Jägerschaft, sondern treibt Grundstückseigentümer, Landwirte, Golfplatzbesucher und zunehmend auch Stadtbewohner um, die sich in manchen deutschen Städten teils nicht mehr auf die Straße trauen.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich mit dem Brennpunkt Schwarzwild im ersten Fachvortrag des Symposiums der Berufsjäger und Gutachter Bruno Hespeler. Unter dem Titel „Schwarzwild: Einfach wissen, was man will“ beleuchtet der international renommierte Fachbuchautor Lebensweise und Bejagung des Schwarzwildes sowie die mögliche Schadensbegrenzung.


Sinn und Unsinn der Wildfütterung


Da auch die Reh- und Rotwildpopulation seit Jahrzehnten stetig steigt und dies als Folge zu regional anhaltenden Verbissschäden von Waldbesitzern führt, widmet sich der Kärntner Amtstierarzt und Fachbuchautor Dr. Armin Deutz im zweiten Vortrag dem Sinn und Unsinn der Reh- und Rotwildfütterung. Mit Blick auf den bevorstehenden Winter wird er das Vorgehen der Jägerschaft kritisch beäugen. Die Zuhörer erfahren dabei Ansätze, inwiefern Jäger dem Wild mit der Fütterung überhaupt etwas Gutes tun, wann eine Winterfütterung Sinn macht und welche Fehler in der Notzeit vermieden werden müssen.


Erlebnisprogramm am Nachmittag


Der zweite Teil der Veranstaltung beginnt um 14 Uhr bei freiem Eintritt. Große und kleine Besucher können sich unter anderem auf eine Greifvogelvorführung mit Steinadler, Uhu oder Wanderfalken sowie auf ein Naturquiz freuen. Kinder haben außerdem die Möglichkeit, beim Bogenschießen teilzunehmen und tolle Preise zu gewinnen, während sich die Eltern bei einem ersten Glühwein über das umfangreiche Kursprogramm des „Haus am Habsberg“ informieren.

Ab 16 Uhr gibt der Vereinsvorsitzende Patrick Schmidl einen Überblick über die überregionale Ausbildung der Jagd- und Naturakademie im Rahmen der Vorbereitung auf die Jägerprüfung, bei der je nach Art Exkursionen mit international renommierten Jagdfachleuten ins Erzgebirge, Allgäu, Österreich und Slowenien auf dem Programm stehen. Ein Abend bei Wildspezialitäten bietet abschließend Gelegenheit, über die Vorträge zu diskutieren und das Ausbilderteam der Akademie näher kennenzulernen. Auch dazu sind alle Interessierten herzlich eigeladen.

Alles in allem ist diese Form von Veranstaltung laut Schmidl in Bayern einmalig. „Ich kenne im Freistaat keine Jagdschule, die in regelmäßigem Turnus Fachvorträge für ein breites jagdinteressiertes Publikum organisiert und dazu auch andere Vereine und Verbände einlädt.“


Im Januar 2015 wurde mit der Eintragung des gemeinnützigen Vereins Jagd- und Naturakademie am Habsberg e.V. eine Organisation gegründet, die sich der Vermittlung von Wissen aus den Bereichen Jagd und Natur verschrieben hat. Dabei möchte sich der Verein von verbands- oder interessengruppengeleiteten Argumentationen lösen und stützt sich stattdessen auf den Stand der wissenschaftlichen Forschung im Bereich der Wildbiologie sowie der Jagdwirtschaft. Nur so kann der Verein objektiv und neutral über Themen informieren, ohne stechende Argumente zu vernachlässigen, welche zuweilen auch für die Jägerschaft unangenehm sind.


Kontakt

Jagd- und Naturakademie am Habsberg e. V.

Patrick Schmidl

Siebentalweg 15

92355 Velburg

09182 / 9 39 25 00

info@jagdakademie-habsberg.de

http://www.jagdakademie-habsberg.de



http://www.pr-gateway.de/media/primage/274217.jpg1. Jagdsymposium der Jagd- und Naturakademie am Habsberg e.V.

29 Eylül 2015

Jagdreform Hessen: Neues Bündnis fordert mehr Tierschutz

Jagdreform Hessen: Neues Bündnis fordert mehr Tierschutz Wie im Koalitionsvertrag angekündigt hat die schwarz-grüne Landesregierung den Entwurf einer neuen Jagdverordnung vorgelegt, in der unter anderem die Jagd- und Schonzeiten in Hessen neu geregelt werden. Das im Juli dieses Jahres gegründete „Bündnis Jagdreform Hessen“ (BJH) unterstützt die Landesregierung in ihrem Bestreben, die hessischen Jagdverordnungen zu reformieren und in einer neuen Jagdverordnung zusammenzufassen. Der aktuell vorgelegte Entwurf geht den Bündnispartnern allerdings nicht weit genug. Im Rahmen der schriftlichen Anhörung hat das Bündnis in dieser Woche dazu Stellung genommen und an die Landesregierung appelliert, den Tierschutz vor jagdliche Freizeitinteressen zu stellen.


„Wir befürworten die Initiative der grünen Umweltministerin, die Jagdzeiten an wissenschaftliche und ökologischen Erkenntnisse anpassen zu wollen“ erklärt Mike Ruckelshaus von TASSO e.V., Mitbegründer des Bündnisses, „Dazu fordern wir eine jagdfreie Zeit von Januar bis September für alle Tiere, eine ganzjährige Schonzeit für Fuchs, Dachs, Waschbär und Co. und das Verbot der Fallenjagd.


Der vorliegende Entwurf einer Jagdverordnung ermöglicht es weiterhin, Tiere Verwertungsgebot (als Nahrungsmittel) und ohne wissenschaftlich belegte ökologische Erfordernis zu töten. Das ist weder im Sinne des Tierschutzgesetzes, noch entspricht es dem heutigen gesellschaftlichen Verständnis im Umgang mit Tieren. Füchse, Marderartige, Waschbären und auch Vögel werden in der Regel nicht verwertet. Auch aus ökologischer oder gar epidemiologischer Sicht gibt es keinen Grund, diese Tiere zu jagen. Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und Praxisbeispiele belegen, dass insbesondere die Jagd auf Beutegreifer nicht zu einer nachhaltigen Bestandsreduzierung führt und entsprechend keine nachhaltige Auswirkung auf den Artenschutz hat.


Darüber hinaus fordert das Bündnis eine allgemeine Jagdruhe von Januar bis September. Eine entsprechende Schonzeitenregelung würde es Wildtieren ermöglichen, ihre Jungtiere ungestört von jagdlichen Störungen aufzuziehen. Im Winter könnten sie ihren Stoffwechsel und den Energieverbrauch an das reduzierte Nahrungsangebot anpassen. Weniger Jagd würde zudem die Scheu der Wildtiere reduzieren (Nationalpark-Effekt). Sie wären damit auch für Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer wieder häufiger erlebbar.


Die Organisationen fordern darüber hinaus ein Verbot tierschutzwidriger Jagdpraktiken. Demnach sollten Totschlagfallen, in denen Tiere häufig einen qualvollen Tod finden oder schwere Verletzungen erleiden, gänzlich verboten werden. Auch der Einsatz von Lebendfallen geht mit Stress und Leid für die Tiere einher und sollte nicht für jagdliche Zwecke, sondern nur im begründeten Einzelfall im Rahmen von Naturschutzprojekten erlaubt sein.


Seit 2002 ist der Tierschutz im Grundgesetz verankert und somit als bindendes Gut mit Verfassungsrang anzusehen. Das Bündnis weist daraufhin, dass es dringend einer grundlegenden Novellierung auch des hessischen Landesjagdgesetzes bedarf, um den Anforderungen des Tierschutzgesetzes gerecht zu werden. Tierschutzwidrige Jagdpraktiken, wie beispielsweise die Baujagd, die Beizjagd sowie die Jagdhundeausbildung am lebenden Tier bleiben nach den derzeitigen Plänen in Hessen weiterhin erlaubt.


Laut Koalitionsvertrag soll zumindest die Jagd auf Hunde und Katzen noch in dieser Legislaturperiode einer wissenschaftlichen Bewertung unterzogen und ggf. verboten werden. Baden-Württemberg sowie Nordrhein-Westfalen haben die Jagd auf Hunde und Katzen mit der Einführung der neuen Jagdgesetze bereits weitgehend verboten. Ein Verbot dieses feudalherrschaftlichen Relikts ist auch in Hessen längst überfällig.

+++


Das Bündnis Jagdreform Hessen (BJH) ist ein Zusammenschluss von neun Tier- und Naturschutzorganisationen:

animal public e.V.

Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.

Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V.

ETN – Europäischer Tier- und Naturschutz e.V.

Landestierschutzverband Hessen e.V.

Menschen für Tierrechte, Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

PETA Deutschland e.V.

TASSO e.V.

Wildtierschutz Deutschland e.V.


Wildtierschutz Deutschland e.V.

Lovis Kauertz

Am Goldberg 5


55435 Gau-Algesheim

Deutschland


E-Mail: lovis.kauertz@gmail.com

Homepage: http://www.wildtierschutz-deutschland.de/

Telefon: 0177 7230086


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http://www.prmaximus.de/template/media/mod_article/article/129009_0_400.jpgJagdreform Hessen: Neues Bündnis fordert mehr Tierschutz

21 Haziran 2015

Waschbären - erfolgreiche Einbürgerung, nutzlose Jagd

Waschbären - erfolgreiche Einbürgerung, nutzlose Jagd “Die Einbürgerung des Waschbären ist erfolgreich verlaufen und nicht mehr rückgängig zu machen, wir sollten deshalb lernen, mit ihm leben zu müssen” konstatierte bereits 1981 Dr. Walburga Lutz, eine Pionierin der deutschen Waschbärenforschung.


Die erste erfolgreiche und dokumentierte Aussetzung der possierlich anmutenden Kleinbären erfolgte mit Erlaubnis des Preußischen Landesjagdamtes 1934 in Nordhessen. Heute kommt der Waschbär in unterschiedlichen Bestandsdichten in ganz Deutschland vor. Vor drei Jahren wurde der Bestand noch mit mindestens 500 Tausend beziffert, inzwischen dürften etwa 600 bis 800 Tausend Waschbären des Nachts durch Wald und Flur ziehen.


Das Tierchen mit der Zorro-Maske ist ein Allesfresser, ein sogenannter Nahrungsopportunist: Was er leicht bekommen kann, holt er sich. Er ernährt sich liebend gerne von Obst – und frisst im Verbund auch schon einmal ganze Obstbäume leer – er verschmäht Insekten nicht, räumt aber auch mal Vogelgelege aus und verwertet menschliche Nahrungsabfälle.


Lokale Berichte über negative ökologische Auswirkungen von Waschbären liest man in den letzten Jahren immer wieder. Gleichwohl hat bis dato keine wissenschaftliche Untersuchung dieser nach dem Bundesnaturschutzgesetz heimischen Tierart den ernsthaften Druck auf andere Tierarten nachgewiesen.


Für den Deutschen Jagdverband ist das allerdings kein Grund, diese Tiere nicht zu verunglimpfen. Seit Jahren verbreitet die Jägerorganisation immer wieder die gleichen vagen Behauptungen. So sollen die überwiegend nachtaktiven Räuber auch für den Bestandsrückgang der europäischen Sumpfschildkröte verantwortlich sein (aktueller Bestand in Brandenburg etwa 70 bis 100 Stück) und auch Graureiherkolonien dezimiert haben. Wissenschaftler konnten sich vor Ort ein Bild machen und widersprechen diesen Darstellungen.


In der Folge des von den Jägern ausgehenden Waschbären-Mobbings liest man in Print- und in Onlinemedien Headlines wie “Der maskierte Jäger erobert das Land”, “Terror-Waschbär macht Regierungsviertel unsicher”, “Aggressive Waschbären killen Jagdhunde” oder “Waschbären für Artensterben verantwortlich”. Die Intention dieses breitangelegten Mobbings wird meist mitgeliefert: “Wir brauchen weiterhin die Fallenjagd.”


Der Waschbärenforscher Frank Michler wirft dem Deutschen Jagdverband in diesem Zusammenhang eine tendenziöse Argumentation vor. Der Jagdverband verbreite ein undifferenziertes und vorgefertigtes Meinungsbild und Daten, die nicht der Faktenlage entsprechen. Man könnte meinen, hier handele es sich um einen vorsätzlichen Täuschungsversuch der Öffentlichkeit.


Im Jagdjahr 2012/2013 (mehr …)



http://www.prmaximus.de/template/media/mod_article/article/126187_0_400.jpgWaschbären - erfolgreiche Einbürgerung, nutzlose Jagd

29 Mart 2015

Hasenbestände gehen dramatisch zurück

Hasenbestände gehen dramatisch zurück Feldhasen auf dem Rückzug – Entgegen anders lautender Meldungen von Jagdverbänden geht Wildtierschutz Deutschland davon aus, dass der Bestand des Feldhasen seit Jahren dramatisch rückläufig ist. Demnach gibt es heute noch etwa halb so viele Hasen wie vor 10 Jahren. Bereits vor zwei Jahren hat Wildtierschutz Deutschland deshalb gefordert, die Hasenjagd unverzüglich einzustellen.


Ein Indiz für den rasanten Rückgang der Hasenbestände sind die aktuellen Abschusszahlen der Jäger. Während in den 1980er Jahren noch über 800.000 und vor 10 Jahren noch etwa 500.000 Hasen auf deutschen Fluren getötet wurden, so waren es im Jagdjahr 2013/14 gerade nochmal 244.000 Langohren, die durch Jäger gestreckt wurden. Unterstrichen wird dieser Fakt durch rückläufige Fallwildzahlen (durch Verkehrsunfälle umgekommene Hasen).


Signifikant sind die Verluste insbesondere in den Bundesländern, in denen es bisher immer noch relativ viele Feldhasen gab: in Bayern (minus 58 % im Vergleich zu 2003/04), in Niedersachsen (minus 52 %) und in Nordrhein-Westfalen (minus 66 %). Wildtierschutz Deutschland schätzt ähnlich wie das Bundesamt für Naturschutz den Bestand von Feldhasen auf heute maximal 1 bis 1,2 Millionen Hasen.


Die Jagdverbände weisen alle Verantwortung für den Rückgang der Feldhasen von sich, bemühen eigene Hasenzählungen und reklamieren für sich gar eine “verantwortungsvolle” Bejagung. Lovis Kauertz, Vorsitzender von Wildtierschutz Deutschland ist da anderer Meinung:


“Die Jagdverbände kommen ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Erhaltung eines artenreichen Wildbestandes und zur Sicherung der Lebensräume der Feldhasen nicht ausreichend nach.


In vielen Fällen sind es Jäger, die als Landwirte selbst die Lebensgrundlagen der von ihnen bejagten Wildtiere zerstören. Die Jagdverbände haben es zudem über Jahrzehnte versäumt über die Jagdgenossenschaften, in welchen alle Eigentümer landwirtschaftlicher Grundstücke organisiert sind, Einfluss auf die Lebensraumgestaltung gefährdeter Arten zu nehmen. Die nach wie vor intensive Jagd auf den Feldhasen gibt ihm den Rest dadurch, dass erwachsene, reproduktive Tiere entnommen werden.


Der vom Deutschen Jagdverband und seinen Mitgliedsverbänden reklamierte Artenschutz mit Flinte und mit Falle ist nach Meinung von Wildtierschutz Deutschland nichts als ein Rohrkrepierer. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten hat die Jagd weder dem inzwischen fast ausgestorbenen Rebhuhn noch dem Feldhasen etwas gebracht. Deshalb sollte die Jagd auf Fuchs & Co. ganz eingestellt werden.”


Wildtierschutz Deutschland e.V.

Lovis Kauertz

Am Goldberg 5


55435 Gau-Algesheim

Deutschland


E-Mail: lovis.kauertz@gmail.com

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http://www.prmaximus.de/template/media/mod_article/article/123142_0_400.pngHasenbestände gehen dramatisch zurück

27 Şubat 2015

Luchs im Harz: Jäger sehen ihre Beute gefährdet

Luchs im Harz: Jäger sehen ihre Beute gefährdet Wildtierschutz Deutschland Jäger sorgten einst für die Ausrottung des Luchses in Deutschland – im Harz wurde der letzte Luchs 1818 erlegt. Jetzt, wo die Wiederansiedlungsbemühungen des Naturschutzes Früchte tragen und im Nationalpark wieder eine überlebensfähige Luchspopulation lebt, wenden sie sich erneut gegen die Wildkatze: In den letzten Tagen war zu lesen, dass die Jägerschaft sich um Rehe und Hirsche sorge, die vom Luchs gerissen werden.


Luchse sind die besseren Jäger

Dabei argumentiert die Jägerschaft gerade mit der vermeintlichen Überpopulation von Reh- und Rotwild, wenn es um die Rechtfertigung der Jagd geht: Aufgrund der hohen Schalenwildbestände seien beträchtliche Schäden am Wald nur durch intensive Jagd zu vermeiden. Offensichtlich akzeptiert man die “Regulierung” der Rehwildbestände aber nur, wenn sie durch die eigene Büchse erfolgt – den Luchs als Beutekonkurrenten lehnt man dagegen ab. Dabei erbeuten Luchse im Gegensatz zum eher an Trophäen interessierten Menschen vor allem geschwächte, verletzte und kranke Tiere und tragen so dazu bei, den Bestand ihrer Beutetiere gesund und widerstandsfähig zu halten.


Jäger messen mit zweierlei Maß

Die Vorgehensweise der Jägerschaft ist gleich in mehrfacher Hinsicht heuchlerisch: Erst füttert man Reh- und Rotwild gezielt durch den Winter, um in der nächsten Jagdsaison möglichst reiche Beute zu machen. Gleichzeitig rechtfertigt man die Jagd mit dem Argument, es gäbe “zu viele” Rehe. Wenn nun aber ein natürlicher Beutegreifer auf den Plan tritt und sich anschickt, den menschlichen Jäger zu ersetzen, handelt es sich dabei auf einmal um eine schädliche Entwicklung.


Beutekonkurrent Luchs

Jäger sehen den Luchs also ganz offensichtlich als Konkurrenten, der ihre Beute dezimiert – wenn es ihnen um Waldverjüngung oder das oft zitierte “natürliche Gleichgewicht” ginge, müssten sie Beutegreifer wie den Luchs und den Wolf mit offenen Armen empfangen. Stattdessen werden Raubtiere als Konkurrenten gesehen, gegen die man den Wildbestand verteidigen muss, um selber reiche Beute machen zu können.


Da ist es kaum verwunderlich, dass immer wieder Luchse erschossen oder anderweitig illegal getötet werden. In den allerwenigsten Fällen kann dabei der Täter ermittelt werden. Es ist zu hoffen, dass dies der Rückkehr des Luchses in deutsche Wälder keinen Abbruch tun wird.


Wildtierschutz Deutschland e.V.

Lovis Kauertz

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1 Şubat 2015

Grün-Rot ermöglicht Fallenjagd auf Fuchswelpen in Baden-Württemberg

Grün-Rot ermöglicht Fallenjagd auf Fuchswelpen in Baden-Württemberg Keine Chance für Baby-Füchse in Baden-Württemberg

Wildtierschutz Deutschland kritisiert den nun vorgelegten Entwurf zur Durchführungsverordnung zum neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetz für Baden-Württemberg. Die Verordnung soll am 1. April des Jahres in Kraft treten. Nach dem Willen der grün-roten Landesregierung können Jäger Fuchswelpen künftig ohne weiteres bereits am Bau mit der Falle fangen und töten. Wildtierschutz Deutschland moniert des Weiteren, dass auch die neue Jagd- und Schonzeitenregelung nicht dem Stand der aktuellen Wildtierforschung entspreche.


Die Jungtiere werden mittels Drahtgitterfalle am Ausgang des Fuchsbaus gefangen, wenn die Elterntiere auf Nahrungssuche sind. Wenn die arglosen Welpen sich zum Spiel ins Freie begeben, versperrt ihnen die Klapptür der Falle den Weg zurück in den Bau. So müssen sie oft stundenlang ausharren, bis der Jäger sie erschlägt oder in der Falle erschießt. Bisher war für den Einsatz derartiger Fallen eine Sondergenehmigung erforderlich; diese soll künftig wegfallen.


Zahlreiche wissenschaftliche Studien sowie Erfahrungen aus jagdfreien Gebieten zeigen schon seit geraumer Zeit, dass die Fuchsjagd überflüssig ist. Fuchsbestände regeln sich aufgrund sozialer Mechanismen und durch das verfügbare Nahrungsangebot selbständig. Die Fuchsjagd ist alles andere als nachhaltig – Bestandverluste werden durch höhere Geburtenraten schnell wieder wettgemacht. “Fuchsjagd ist reine Spaßjagd, es gibt weder ökologische noch seuchenrelevante Gründe, den Rotkitteln nachzustellen”, erläutert Lovis Kauertz von Wildtierschutz Deutschland.


Ebenso unverständlich wie die pauschale Legalisierung der Fallenjagd ist die nur marginale Anpassung der Jagdzeiten: Während Wildschweine nun nahezu ganzjährig bejagt werden dürfen – zuvor galt dies lediglich für Frischlinge -, gibt es bei den meisten anderen Tierarten nur geringfügige Verkürzungen der Jagdzeiten. Die Verordnung ermöglicht selbst den Abschuss von Hockerschwänen und selten gewordenen Waldschnepfen. Die ursprünglich verkündete Absicht, Wildtieren eine angemessene Ruhephase vor menschlichen Nachstellungen zu verschaffen, verkommt damit zur Farce.


“Es ist erschreckend, wie massiv die baden-württembergische Landesregierung bislang einseitig den Abschussinteressen der Jäger gefolgt ist und dabei wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso wie Belange des Tier- und Naturschutzes weitestgehend ignoriert hat” bemerkt Kauertz weiter. “Wir fordern Grün-Rot nachdrücklich auf, jetzt wenigstens die gröbsten Auswüchse dieser einseitigen Politik zu korrigieren.”


Petition an den Landtag über www.wildtierschutz-deutschland.de


Wildtierschutz Deutschland e.V.

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Grün-Rot ermöglicht Fallenjagd auf Fuchswelpen in Baden-Württemberg