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3 Kasım 2015

Hebammenhandwerk soll immaterielles Weltkulturerbe werden

Antrag bei der UNESCO am 28. Oktober 2015 eingereicht


BildKöln, 3.November 2015. Das Hebammenwissen – das über Jahrhunderte weitergegeben wurde – soll der Gesellschaft erhalten bleiben und darum die Hebammenarbeit als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt werden. So will es der Antrag, den der Deutsche Hebammenverband (DHV), der Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands (BfHD) und der gemeinnützige Verein „Hebammen für Deutschland“ (HfD) erstellt haben. Am 28. Oktober 2015 reichten die beteiligten Hebammen ihren Antrag in der Staatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten in Berlin ein. Über diese Stelle werden je Bundesland vier ausgewählte Anträge an die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) weitergegeben.


Der Antrag der Hebammen auf Anerkennung ihres Handwerks als immaterielles Weltkulturerbe wird von zwei Experten-Gutachten flankiert, die das Hebammenwesen aus wissenschaftlicher Sicht beleuchten. Eines der Gutachten stammt von Professor Sven Hildebrandt, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Hochschule Fulda sowie Präsident der Dresdner Akademie für individuelle Geburtsbegleitung (DAfiGb). Die zweite Referenz erstellte die Professorin Marita Metz-Becker vom Institut für Europäische Ethnologie und Kulturwissenschaft von der Philipps-Universität Marburg, die schon zahlreiche Beiträge zur Historie des Hebammenwesens veröffentlicht hat.


„Es ist dringend an der Zeit, das Hebammenwesen in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufzunehmen“, fordert Lisa von Reiche, Hebamme und HfD-Vorstandsmitglied. „Wir sind daher sehr dankbar, dass Barbara Hirt vom Elternmagazin kidsgo zusammen mit der dreifachen Mutter Deike Terruhn die Initiative ergriffen hat, für uns Hebammen den Antrag vorzubereiten. Hierzulande droht Hebammenwissen nämlich verloren zu gehen – mit allen Konsequenzen für Frauen, Kinder und Familien. Es gibt viele sehr wichtige Argumente, Hebammenarbeit für die Familien unter besonderen Schutz zu stellen.“


Bedroht ist das Hebammenwesen in Deutschland aus folgenden Gründen:


– Angestellte Hebammen in den Kliniken, wo 98 Prozent aller Kinder geboren werden, müssen oft mehrere Geburten gleichzeitig betreuen. Die ureigentliche Hebammenarbeit basiert aber auf Zeit, Ruhe und liebevoller Zuwendung. So sind Hebammen oftmals gezwungen – statt ihrer Berufung gerecht zu werden und die gebärenden Frauen zu begleiten – hauptsächlich die medizinische Überwachung zu übernehmen und zu protokollieren. Dies geht zu Lasten der Frauen und der Neugeborenen. Verlassen Hebammen aufgrund dieser zunehmenden Ökonomisierung die Krankenhäuser, geht das über Jahrhunderten von Hebamme zu Hebamme weitergegebene Wissen schrittweise verloren.


– Aufgrund der in den letzten Jahren exorbitant gestiegenen Versicherungsprämien auf über 6.000 Euro jährlich (15mal mehr als im Jahr 2002) mussten schon mehr als 25 Prozent der freiberuflichen Hebammen ihren Beruf aufgeben. Durch verfehlte Gesundheitspolitik wird der Beruf zur Armutsfalle.


– Die Geburtshilfe entwickelt sich zunehmend zur Geburtsmedizin. Die Folge: Hebammenkunst wird immer weniger gewürdigt oder kommt aus Zeitmangel gar nicht zum Einsatz. Einfach „guter Hoffnung sein“ ist heutzutage kaum noch einer Frau möglich: Die gynäkologische Untersuchung hat überwiegend Abweichungen vom Durchschnitt oder Risiken im Blick. Die Geburtsmedizin vermittelt so den Eindruck, alles unter Kontrolle zu haben. Demgegenüber stärken Hebammen das Selbstvertrauen der schwangeren Frauen und bereiten sie auf die natürliche Geburt vor.


– Laut Hebammengesetz (HebG Paragraf 4 Hinzuziehungspflicht) muss bei jeder Geburt eine Hebamme anwesend sein. Dieser Paragraf führt die Tradition fort, dass Hebammen schwangere Frauen seit Generationen beim Gebären begleiten. In den letzten Jahren wurden die Rechte der Hebammen aber beschnitten, indem ihnen die Kompetenz zur eigenständigen und verantwortlichen Begleitung der Schwangeren abgesprochen wurde. Dies schränkt in der Folge auch das – gesetzlich zugesicherte – Recht der Frauen ein, den Geburtsort frei zu wählen und somit über die Umstände der Geburt ihres Kindes zu entscheiden.


In Deutschland arbeiten rund 20.000 Hebammen, die jährlich circa 630.000 Geburten betreuen. Seit Jahren schon gehen viele tausend Frauen und Familien für den Erhalt der individuellen Geburtshilfe und für eine 1:1-Geburtsbetreuung durch Hebammen auf die Straße. Elterninitiativen machen sich für das Hebammenwesen stark. Allen Protestierenden ist bewusst, was Gebärenden ohne Hebammenbegleitung verloren gehen wird. Eine Anerkennung als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe würde diesen Anstrengungen zum Erhalt des Hebammenwesens in seiner traditionellen Form Aufschwung geben.


Die zweite Bewerbungsrunde der Deutschen UNESCO-Kommission für das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes ist nun abgeschlossen. Bereits 27 Traditionen, Bräuche und Handwerkstechniken sind dort verzeichnet, beispielsweise das Bäckerhandwerk samt der deutschen Brotkultur. Ziel des von der UNESCO im Jahr 2003 verabschiedeten Übereinkommens ist der Erhalt des weltweit vorhandenen traditionellen Wissens und Könnens. Mehr als 160 Staaten sind der völkerrechtlich verbindlichen Konvention beigetreten. Bis zur Entscheidung, ob das Hebammenwesen in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wird, dürften etwa zwei Jahre vergehen.


Weiterführende Links:

Deutscher Hebammenverband: www.hebammenverband.de

Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands: www.bfhd.de

Hebammen für Deutschland e.V.: www.hebammenfuerdeutschland.de

Deutsche UNESCO-Kommission: www.unesco.de


Über Hebammen für Deutschland e.V.:

Hebammen für Deutschland e.V. (HfD) ist eine Initiative zum Erhalt individueller Geburtshilfe mit Sitz in Köln. Mitglieder des gemeinnützigen Vereins sind Hebammen, Eltern und Interessierte. Gegründet wurde HfD im Jahr 2010 als Reaktion auf die exponentiell steigenden Berufshaftpflichtprämien. Diese haben inzwischen über 25 Prozent der freiberuflichen Hebammen gezwungen, die Geburtshilfe aufzugeben. Ziel von HfD ist es, die individuelle Geburtshilfe in Deutschland zu erhalten und das „Hebammensterben“ zu beenden. Dazu steht der Verein in engem Austausch mit Hebammenverbänden, Elterninitiativen, Medien und Politik. Mehr Informationen auf www.hebammenfuerdeutschland.de.


Kontakt:

Hebammen für Deutschland e.V.

Lisa von Reiche (Vorstandsmitglied)

Hermann-Josef-Schmitt-Straße 26

50827 Köln

Telefon: 0177-7572572

E-Mail: l.vonreiche@hebammenfuerdeutschland.de

www.hebammenfuerdeutschland.de


Pressemitteilung als PDF:

http://www.faltmann-pr.de/wp-content/uploads/2015/11/Pressemitteilung_Weltkulturerbe-2015-11-02.pdf


Pressefotos:

Foto in hoher Auflösung (bitte anklicken)


Hebammen-Organisationen fordern, das Hebammenhandwerk als immaterielles Weltkulturerbe anzuerkennen

http://www.faltmann-pr.de/wp-content/uploads/2015/11/Hebammen_Weltkulturerbe_Antrag_UNESCO_01.jpg


Über:


Hebammen für Deutschland e.V.
Frau Lisa von Reiche
Hermann-Josef-Schmitt-Straße 26
50827 Köln
Deutschland


fon ..: +49.177.7572572
web ..: http://www.hebammenfuerdeutschland.de
email : l.vonreiche@hebammenfuerdeutschland.de


Die Pressemitteilung kann – auch in geänderter oder gekürzter Form – mit Quelllink auf die Homepage kostenlos verwendet werden.


Pressekontakt:


Hebammen für Deutschland e.V.
Frau Lisa von Reiche
Hermann-Josef-Schmitt-Straße 26
50827 Köln


fon ..: +49.177.7572572
web ..: http://www.hebammenfuerdeutschland.de
email : l.vonreiche@hebammenfuerdeutschland.de



http://pm.connektar.de/familie-haus-kinder/hebammenhandwerk-soll-immaterielles-weltkulturerbe-werden-37959/anhang/hebammenweltkulturerbeantragunesco01web.jpg?b=200&h=200Hebammenhandwerk soll immaterielles Weltkulturerbe werden

15 Eylül 2015

Premium.Perlen, noch mehr E-Mobilität und Jahrestreffen in Les Diablerets

Die Mitgliedsgemeinden von Alpine Pearls können sich jetzt als Premiumperle profilieren/Der Verbund beteiligt sich an der europäischen Mobilitätswoche/In Les Diablerets findet vom 26.-28.09. die diesjährige Mitgliederversammlung statt


Premium.Perlen, noch mehr E-Mobilität und Jahrestreffen in Les DiableretsMünchen/Werfenweng, 14. September 2015 (bh) – Alpine Pearls ist ein Verbund für sanft-mobilen Tourismus mit sehr unterschiedlichen Mitgliedsgemeinden. Die einzelnen Gemeinden können sich nun als Premium.Perlen im Verbund positionieren. Viele von ihnen haben ihr Angebot für E-Mobilität erheblich aufgestockt und weisen eine gut sortierte E-Flotte auf. Mit einzelnen Aktionen nimmt Alpine Pearls auch bei der europäischen Mobilitätswoche in Österreich teil. Die neue Schweizer Perle Les Diablerets richtet die diesjährige Mitgliederversammlung aus – ein Besuch auf dem Peak Walk steht dabei auf dem Programm.

Premium.Perle für umweltverträgliche Spaßmobilität

So unterschiedlich wie der Alpenraum, so vielfältig sind auch die Perlen von Alpine Pearls. Manche haben einen direk-ten Bahnanschluss, andere liegen im Naturschutzgebiet mit hervorragenden Kletterbedingungen, weitere warten mit einer ausgesprochen köstlichen und regionalen Kulinarik auf. Um diese einzelnen Schwerpunkte der Mitglieder her-vorzuheben, können sich die Perlen jetzt unter anderem als „Premium.Perle für umweltverträgliche Spaßmobilität“, als „Premium.Perle für Reisen mit der Bahn“, „Premium.Perle für E-Mobilität“, „Premium.Perle für Mobilität der Tagesgäste / Einheimischen“ oder als „Premium.Perle für Natur/Biodiversität“ positionieren. Die ersten sind dem Aufruf gefolgt:

Bad Reichenhall – Premium.Perle für Wohlfühlqualität, Wandern und E-Mobilität Seine Tradition als Salzstadt prägt den Ort noch heute: Als Luftkurbad dank seiner salzhaltigen Luft, mit der Rupertus-Therme, zahlreichen Salzanwendungen und anspruchsvollen Kurkonzerten. Das 180 Kilometer lange Wanderwegenetz – von hochalpin (1.771 m) bis talnah (476 m) bietet Atem- und Genusswanderungen, den AlpenSalzSteig u.v.m. Um das Radfahren auf den gepflegten Radwegen einer großen Zielgruppe zu ermöglichen, setzt die Kurstadt verstärkt auf den Verleih von E-Bikes.

Villnöß – Premium.Perle für Wandern, Mountainbiken und Rodeln Das Dolomitental Villnöß ist Welterbe der UNESCO, in dem Wandern in verschiedenen Höhenlagen seinen besonderen Reiz entfaltet. Bis heute finden sich hier historisch und thematisch bedeutsame sowie für jede Jahreszeit erlebbare Wanderwege. Natürliche Anziehungspunkte wie Sehenswürdigkeiten, Aussichts- und Panoramaplattformen sowie Rastmöglichkeiten machen Villnöß bei Wanderern sehr beliebt, das einmalige digitale Lenksystem sorgt allzeit und überall für eine perfekte Orientierung. Für Mountainbiker wird das Leitsystem für die anspruchsvollen 100 km Mountainbikewege aktualisiert und der Bike-Verleih ausgeweitet. Bikefreundliche Gaststätten und Unterkünfte sorgen dafür, dass sich die Biker wohlfühlen. Viele Naturrodelbahnen fernab der Skipisten mit bestens organisiertem Rodelverleih und Einkehrmöglichkeiten lassen Villnöß im Winter in einem ganz anderen, fantastischen Licht erscheinen.

Werfenweng, Premium.Perle für Bahnreisen, E-Mobiliät, Paragliding und Wohlfühlen, hat sich als österreichischer Modellort für sanfte Mobilität seit 1999 dazu bekannt, Bahnreisen in den Mittelpunkt zu stellen. Bahnanreisende Gäste bekommen automatisch die SAMO-Card, die die kostenlose Benutzung der E-Mobil-Flotte beinhaltet. Der Bischling ist sommers wie winters ein optimaler Berg für Paragliding mit Kabinenbahn sowie einem Übungshang und einer Flugschule. Die Tradition des Tandemfliegens ist lang und die Gemeinde unterstützt diese Aktivitäten intensiv. Als Wohlfühlperle zeichnet es sich durch sein traditionelles Ortsbild, Land- und Naturschutzgebiete, den Blumenschmuck sowie eine achtsame Entwicklung des Ortsbilds aus.


Starker Fokus auf E-Mobilität

Mit Werfenweng als Vorreiter und Premiumperle für E-Mobilität (12 E-Cars diverser Typen, 17 E-Funcars wie Scooter oder Twizzys, über 30 E-Bikes u.a. auch für Kinder) rüsten viele Mitglieder von Alpine Pearls ihre Fuhr-parks für Spaß- und Zweckmobilität kontinuierlich auf. Immer mehr Perlen wie z.B. Mallnitz bieten E-Autos als Carsharing-Modell sowohl für Urlauber als auch für Einwohner an (Einweihung des ersten E-Auto für Car-Sharing mit Testfahrten: 20.09.2015, Parkplatz Tauernplatz Mallnitz, 17 Uhr). Auch Interlaken setzt auf diese umwelt-freundliche Mobilität. Rund 70 E-Bikes, 36 Segways, 2 E-Autos, 10 E-Bikeboards und 12 E-Carts stehen für die Urlaubsgäste bereit. Mountainbike-Premiumperle Ratschings hat für seine Leih-E-Bikes mehrere Akkuwechsel-stationen in der Region aufgestellt, bei denen leere gegen aufgeladene Akkus eingetauscht werden können.


Aktionen in Österreich zur Europäischen Mobilitätswoche und WienZuFuß

Die Europäische Mobilitätswoche hat in Österreich eine große Bedeutung; 367 Gemeinden nehmen mit Aktionen und Aufklärungsinitiativen daran teil. 18 Gemeinden von Alpine Pearls engagieren sich in diesem Rahmen beim Klimabündnis Österreich mit vergünstigten Urlaubsreisen und Aktionen wie kostenfreiem Fahrradverleih oder Gratis-Busfahrten am autofreien Tag (22. September) www.alpine-pearls.com/home.html . Bei der Großkampagne WienZuFuß der Hauptstadt ist Alpine Pearls einer der Hauptsponsoren. 100 Urlaube in die fünf österreichischen Perlen Hinterstoder, Mallnitz, Neukirchen, Weissensee und Werfenweng können gewonnen werden. Infos unter www.wienzufuss.at


Les Diablerets lädt zur Mitgliederversammlung und zum Besuch des legendären Peak Walk

Dieses Jahr tagen die Mitglieder von Alpine Pearls vom 26. bis 28. September 2015 in Les Diablerets, im Schweizer Kanton Waad (Vaud). Journalisten, die der französischen Sprache mächtig sind, haben die Möglichkeit, an der französischsprachigen Pressereise teilzunehmen und in diesem Rahmen auch den Peak Walk am Les Diablerets-Gletscher zu besuchen. Diese einzigartige Hängebrücke ist 107 Meter lang und bietet eine grandiose Aussicht auf die Alpen: Matterhorn, Mont Blanc, Eiger, Mönch und Jungfrau zeigen sich vom Gipfelrundgang in ihrer ganzen Stattlichkeit.


Interessenten melden sich bitte per Mail bei Birgitt Hölzel unter hoelzel@comeo.de oder telefonisch unter +49-89-74 888 220.


27 Perlen in sechs Alpenländern

Alpine Pearls ist das Qualitätssiegel für die Sanfte Mobilität im Alpenraum. 27 Alpine Perlen aus sechs Alpenländern haben sich 2006 zum Verbund Alpine Pearls zusammengeschlossen und bieten Urlaubsfreuden ohne Auto bei voller Mobilitätsgarantie vor Ort. Das World Travel & Tourism Council (WTTC) zeichnete im Mai 2011 Alpine Pearls mit dem 1. Platz beim Tourism for Tomorrow Award aus.


Fotos stehen Ihnen zum Download zur Verfügung. Das Copyright liegt entweder bei dem in der Bildunterschrift genannten Fotografen oder bei unserem Kunden. Der Abdruck ist honorarfrei. Weitere Fotos erhalten Sie gerne unter pr@comeo.de.


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Alpine Pearls

Karmen Mentil

Weng 42

5453 Werfenweng

+43 64-6620020

info@alpine-pearls.com

http://www.alpine-pearls.com


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26 Ağustos 2015

Staatliche Museen zu Berlin präsentieren: Al Halqa - Die letzten Erzähler

Eine Ausstellung über die marokkanische Erzählkunst auf dem Platz Djemaa El Fna in Marrakesch / 11.09. – 25.10.2015 / Ethnologisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin


Täglich findet in Marokko ein einzigartiges Schauspiel statt. Die Bühne ist der Djemaa El Fna, der „Platz der Gehenkten“ in Marrakesch. Auf diesem etwa tausend Jahre alten städtischen Platz versammeln sich Einheimische und Durchreisende, Neugierige und Müßiggänger, um sich von den performativen Künsten der „Hlaiqi“, der Tänzer, Sänger, Akrobaten und Geschichtenerzähler begeistern und mitnehmen zu lassen. Ihre Darbietungen bilden ein Patchwork sich ständig erneuernder Traditionen, die heute mit Recht zum „immateriellen Kulturerbe der Menschheit“ (UNESCO) gerechnet werden.


Die letzten Erzähler


Zwischen Schlangenbeschwörern, Zauberern und Wahrsagern suchen auch die letzten marokkanischen Geschichtenerzähler die Gunst des Publikums. In der Halqa, im Kreis der Zuschauer, scharen sie die Menschen um sich, um sie neugierig auf ihre Darbietung zu machen. Ihre Geschichten handeln oft von Königen, schönen Frauen, Versuchungen und Reichtum, erzählen aber auch von Bettlern, Dieben, Armut und Weisheit. Sie sollen unterhalten und gleichzeitig lehrreich sein. Ihre Kunst ist es, das Publikum in ihren Bann zu ziehen, indem sie ansprechen, was tief im Menschen verwurzelt ist: die Lust, Geschichten erzählt zu bekommen.


Ausstellung


Die Ausstellung führt dem Besucher diese immer noch lebendige marokkanische Kultur der Straße vor Augen, wie sie ähnlich in Europa bis ins 19. Jhdt. durch das fahrende Volk der Gaukler und Sänger vertreten war. Dazu wird das Ensemble auf dem Platz Djemaa El Fna in einzigartiger Weise erlebbar gemacht. Das aufwändige Ausstellungsformat mit großformatigen Fotodrucken und audiovisuellen Installationen sorgt für ein unmittelbares sinnliches Erleben. Hörstationen laden dazu ein, Geschichten im arabischen Original und deutscher Übersetzung zu hören, die bis heute nur mündlich überliefert worden sind und bislang noch nie schriftlich festgehalten wurden. Eine „Erzählbox“ animiert die Besucher, selbst zum Erzähler zu werden. Die Box ähnelt einem Passbildautomaten, in der sich der Besucher selbst vor ausgewählten Hintergründen bei laufender Kamera zum Erzähler ermächtigen kann.


Begleitprogramm


Erweitert wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Begleitprogramm (s. u. Termine) mit Live-Auftritten der marokkanischen Geschichtenerzähler Abderrahim El Makkouri aus Marrakesch und Idriss Al-Jay aus Berlin sowie der Vorführung des Dokumentarfilms „Al Halqa – Im Kreis der Geschichtenerzähler“ im Original auf Arabisch und deutsch synchronisiert.


Mehr Informationen zur Ausstellung:

http://alhalqa.com/expo


Hintergrund

„Al Halqa – Die letzten Erzähler“ ist eine Ausstellung des Ethnologischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin. Sie ist Teil des Gesamtprojekts „Al Halqa“ des Berliner Filmemachers und Medienkünstlers Thomas Ladenburger. Das Projekt begann 2005 mit einem Dokumentarfilm, gefolgt von mehreren Ausstellungen, Installationen und Medienproduktionen mit DVDs und einem Hörbuch. Mit der Präsentation im Ethnologischen Museum Dahlem findet das Projekt seinen Abschluss, lebt aber in Form eines Virtuellen Museums weiter.


Die Ausstellung wird gefördert mit Mitteln der Kulturstiftung des Bundes sowie der Freunde des Ethnologischen Museums. Weitere Förderer und Unterstützer sowohl der Ausstellung, als auch des Gesamtprojekts sind das Auswärtige Amt, das medienboard Berlin-Brandenburg, die marokkanische Botschaft und das Studio für elektroakustische Musik der Akademie der Künste.


Mehr Informationen zum Künstler und dem Gesamtprojekt unter:

http://www.alhalqa.com/

http://www.alhalqa-virtual.com (online ab dem 10.9.2015)

http://www.thomas-ladenburger.com


Termine:


Donnerstag, 10. September 2015 um 19.00 Uhr

Ausstellungseröffnung, Eingang: Arnimallee 25


Sonntag, 13. / 20. September jeweils 15.00 Uhr

Live Auftritt des Geschichtenerzählers Abderrahim El Makkouri aus Marrakesch in arabischer Sprache mit deutscher Übersetzung, Sonderausstellungsraum, 1. Etage, Eingang: Arnimallee 25


Sonntag, 13. September um 18.00 Uhr

Filmvorführung

„Al Halqa – Im Kreis der Geschichtenerzähler“, Dokumentarfilm, 90 min. Original (Arabisch), deutsch synchronisiert, Großer Vortragssaal, Haupteingang: Lansstr. 8


Sonntag, 4. / 11. / 18. Oktober jeweils 15.00 Uhr

Live Auftritt des Geschichtenerzählers Idriss Al – Jay aus Berlin in deutscher Sprache, Sonderausstellungsraum, 1. Etage, Eingang: Arnimallee 25


Sonntag, 25. Oktober 2015 von 14.00 – 17.00 Uhr

Finissage, Foyer, Eingang: Arnimallee 25


Ausstellungsinformationen:


Ethnologisches Museum – Staatliche Museen zu Berlin


Museen Dahlem

Lansstr. 8, 14195 Berlin


Öffnungszeiten der Ausstellung: Di – Fr 10-17 Uhr, Sa + So 11-18 Uhr.


Eintritt: 8 EUR, ermäßigt 4 EUR; Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr haben freien Eintritt

Eröffnung am Do 10.09.2015, 19 Uhr, Eingang: Arnimallee 25, 14195 Berlin.


Information, Beratung, Buchung

Tel.: 030/266 42 42 42


Begleitmedien


Katalog:

Thomas Ladenburger (Hrsg.): Al Halqa – Die letzten Erzähler, 232 Seiten, farbig, Preis: 34,90 EUR

ISBN: 978-3-946274-00-1


Hörbuch:

Thomas Ladenburger (Hrsg.): Al Halqa – Die letzten Erzähler, MP3-CD,

20 Geschichten, mit farbigem Booklet, Preis: 14,90 EUR

ISBN: 978-3-946274-01-8


Büchlein:

Thomas Ladenburger (Hrsg.): Die Königin der Vögel, mit farbigen Abbildungen, Preis: 9,90 EUR

ISBN: 978-3-946274-02-5


DVD-Box:

Al Halqa – Die letzten Erzähler

2 DVDs + 1 MP3-CD, in Schuber mit farbigem Booklet, Preis: 39,90 EUR

ISBN: 978-3-941540-69-9


Alle Artikel erhältlich unter www.alhalqa.com


Al Halqa ist ein Projekt des Berliner Filmemachers und Medienkünstlers Thomas Ladenburger. Mehr Informationen zum Künstler unter:


http://www.thomas-ladenburger.com


Kontakt

Thomas Ladenburger Filmproduktion

Markus Tiarks

Lausitzer Straße 34

10999 Berlin

+49 170 333 11 53

markus@alhalqa.com

http://www.alhalqa.com



Staatliche Museen zu Berlin präsentieren: Al Halqa - Die letzten Erzähler

22 Mart 2015

2015: Das Jahr des Lichtes!

2015: Das Jahr des Lichtes!Die UNESCO ruft das Jahr 2015 zum “Internationalen Jahr des Lichts und der lichtbasierten Technologien” aus und zeigt damit auf, wie wichtig Licht und auch Sonne für das Leben im Allgemeinen ist. Ein Ziel, für das wir uns schon seit über 30 Jahren einsetzen.

Im Interview zum “Jahr des Lichts” erklärt der Spezialist Alexander Wunsch, niedergelassener Arzt und Lichttherapeut aus Heidelberg, dem Bundesfachverband Besonnung e. V. (BfB) wie wichtig das Thema Licht ist, was es für den menschlichen Körper bedeutet und wo er die Lichtforschung in einigen Jahren sieht.


BfB: Herr Wunsch, verraten Sie uns etwas über sich, Ihr Arbeitsfeld und Ihre Forschungen…

Alexander Wunsch: Ich bin niedergelassener Arzt und Lichttherapeut in Heidelberg. Seit über zwei Jahrzehnten beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Licht, das in unserer modernen Gesellschaft eine viel bedeutendere Rolle einnimmt, als es den meisten Menschen bewusst ist. Meine Forschungsfelder sind z.B. Lichtwirkungen auf Zellebene, aber auch die Vitamin D-Erzeugung in der Haut durch künstliche Strahlungsquellen sowie der Einfluss von sichtbarem Licht und Nahinfrarot-Strahlung auf Geweberegeneration, Hautverjüngung und Wundheilung. Ein weiteres Beschäftigungsfeld ist meine Arbeit mit Studenten der Hochschule Wismar im internationalen Master-Studiengang Architectural Lighting Design, wo ich den Themenbereich Licht & Gesundheit unterrichte.


BfB: 2015 ist das Internationale Jahr des Lichtes. Was glauben Sie hat es damit auf sich bzw. wieso räumt man dem Licht eine solche Wichtigkeit ein?

Alexander Wunsch: Nach meinem Verständnis soll das Internationale Jahr des Lichts nicht nur auf die Bedeutung von neuen Licht-Technologien in der Photonik, medizinischen Diagnostik und industriellen Fertigung aufmerksam machen. Gerade im Kontext medizinischer Fragestellungen erkennen wir immer deutlicher, dass Licht eine zentrale Rolle für die Gesunderhaltung der Menschen einnimmt. Hier sehe ich nicht nur die Tatsache, dass Menschen sich heute bis zu 95 % ihrer Lebenszeit in schlechtem Kunstlicht aufhalten, sondern auch, dass daraus ein schwerer Mangel an Sonnen- und Tageslicht einhergeht. Ein solches Aktionsjahr der UNESCO sollte auch Anlass zu Diskussionen geben, wie wir den Mangel an natürlichem Licht kompensieren können.


BfB: Wie wichtig ist Licht für den Menschen? Welche Funktion hat es?

Alexander Wunsch: Licht ist für den Menschen ein Lebenselixier wie Wasser und Luft. Licht ermöglicht uns die Orientierung in Raum und Zeit, es spendet Wärme und Energie und es ermöglicht

unserem Körper, lebenswichtige Substanzen wie das Vitamin D in der Haut zu bilden. Licht und Leben bilden eine untrennbare Einheit – nicht nur für Tiere und Pflanzen, sondern auch für uns Menschen.


BfB: Welche Strahlung ist für den Menschen von größter Bedeutung?

Alexander Wunsch: Ich bin davon überzeugt, dass viele Probleme, die wir heute mit Licht haben, darauf zurückzuführen sind, dass man einzelne Bereiche des gesamten Spektrums herausgepickt hat, weil man glaubte, die Natur übertreffen zu können. Der Mensch braucht jedoch das gesamte Spektrum, so wie es im Sonnenlicht vorkommt. Da es keine Kunstlichtquelle gibt, die alle Anteile zugleich erzeugen kann, ist es sinnvoll, die verschiedenen Strahlersysteme so zu kombinieren, dass man einen optimalen Effekt erzielen kann.


BfB: Kann Licht einen positiven Einfluss auf die menschliche Gesundheit haben und wenn ja, warum?

Alexander Wunsch: Die meisten Zivilisationskrankheiten werden durch schlechtes Licht zumindest gefördert, wenn nicht sogar ursächlich hervorgerufen. Da Kunstlicht heute nur noch die sichtbaren Anteile enthält, aber weder Ultraviolett- noch Infrarotstrahlung bereitstellen kann, entwickelt sich bei den meisten Menschen z. B. ein Vitamin D-Mangel, wenn sie keine Gegenmaßnahmen ergreifen. Dabei wird derzeit in Fachkreisen heftig diskutiert, ob man Sonnenlicht wirklich vollwertig mit Nahrungsergänzungsmitteln ersetzen kann. Der gesunde Menschenverstand sagt uns hier eigentlich schon, dass das sicher nicht möglich ist, denn die Effekte, die Licht auf den Körper ausübt, beschränken sich ja nicht nur auf die Vitamin D-Bildung. Der Einfluss von Licht erstreckt sich auch auf die Hormone, das Herz-Kreislauf-System, die Stimmungslage, das zentrale wie auch periphere Nervensystem und unsere chronobiologischen Funktionen, wobei diese Aufzählung sicher nicht vollständig ist.


BfB: Wo sehen Sie die Lichtforschung in einigen Jahren?

Alexander Wunsch: Während sich die Lichtforschung des vergangenen Jahrhunderts darauf konzentriert hat, die Wirkungen einzelner Spektralbereiche möglichst genau zu beschreiben, ist der nächste logische Schritt, zu erforschen, wie diese einzelnen Aktionsspektren zusammenwirken. Schon vor 100 Jahren, als die Möglichkeiten zur künstlichen Besonnung erstmals Gegenstand medizinischer Forschung waren, erkannten viele Ärzte, dass UV-Strahlung besser vertragen wird, wenn sie zusammen mit (wie man dies damals nannte) leuchtenden Wärmestrahlen angewandt wurde. Die einzelnen Spektralbereiche so zu kombinieren, dass die künstlichen Strahlungsquellen immer näher an die Wirkungen des Sonnenlichts herankommen, sehe ich als eine Voraussetzung dafür an, die Menschen aus der heute vorherrschenden biologischen Dunkelheit herauszuführen.


BfB: Herr Wunsch, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Interview!


Interviewpartner Alexander Wunsch

Arzt und Lichttherapeut

www.photonblog.de

www.lichtbiologie.de

www.vimeo.com/alexanderwunsch


Der Bundesfachverband Besonnung e. V. ist die Interessenvertretung der kommerziellen Anbieter von Besonnungs- und verwandten Dienstleistungen.

Die Mitglieder des Verbandes stehen in Ihrem Angebot an Ihre Kunden für ein Höchstmaß an Wohlbefinden und Sicherheit.

Der BfB

– fördert die Verbreitung von Informationen über Sonne und Besonnung in Presse und

Öffentlichkeit,

– unterstützt technische und wissenschaftliche Forschung in diesen Feldern,

– wirkt mit an staatlichen und privaten Initiativen für eine optimale Markt- und

Berufsordnung,

– unterstützt die Mitglieder beim Erwerb von Fachqualifikationen und fördert

Innovationen bei den angebotenen Dienstleistungen.


Weitere Infos zum Bundesfachverband Besonnung e. V. und dessen Leitlinien, erhalten sie unter https://www.bundesfachverband-besonnung.de


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Bundesfachverband Besonnung e.V.

Janine Jung

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77960 Seelbach

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