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24 Eylül 2015

TÜV Rheinland:

Mit betrieblichem Gesundheitsmanagement die Familienfreundlichkeit im Unternehmen fördern


Planbare Arbeitszeiten für Mütter / Mutterschutzgesetz bei der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen / Familienzeiten für Väter einplanen


Köln, 24. September 2015. Der Fachkräftemangel stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass gut qualifizierte Frauen Familie und Beruf verbinden können. Die Weltstillwoche vom 28. September bis 4. Oktober 2015 macht unter dem Motto „Arbeiten und Stillen – gemeinsam geht´s“ darauf aufmerksam, dass junge Frauen oft zeitnah nach einer Geburt in den Beruf zurückkehren möchten. Im Jahr 2012 waren nach Angaben des statistischen Bundesamtes rund 9 Prozent der Mütter mit einem Kind unter einem Jahr berufstätig, 38 Prozent davon in Vollzeit. Dr. Wiete Schramm, Fachgebietsleiterin Arbeitsmedizin bei TÜV Rheinland: „Für Stillende gelten laut Mutterschutzgesetz die gleichen Arbeitsschutzbestimmungen wie für Schwangere. Wir beraten Arbeitgeber, ob eine Stillende bestimmte Tätigkeiten ausführen darf. Aber auch der Mitarbeiterin geben wir Hinweise, was ihre Gesundheit beeinträchtigen könnte. Im Rahmen der arbeitsmedizinischen Untersuchungen haben wir Schwangerschaft und Stillzeit beispielsweise bei der Impfberatung im Blick.“ Unternehmen können den besonderen Anforderungen werdender und stillender Mütter Rechnung tragen, indem sie grundsätzlich die Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes bei der Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen mit berücksichtigen.


Gemeinsam familienfreundliche Lösungen finden

Wie der Wiedereinstieg in den Beruf gestaltet wird, ist von den Gegebenheiten im Unternehmen und den Möglichkeiten der Arbeitnehmerin abhängig. Hier gilt es, in Gesprächen zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiterin eine Lösung zu finden, von der beide Seiten profitieren. Ein Beispiel: Für stillende Mütter sieht das Mutterschutzgesetz Stillpausen vor, die als Arbeitszeit gelten. Wann im Verlauf des Arbeitstages die zwei halbstündigen Pausen genommen werden, kann individuell abgestimmt werden. Möglich wäre beispielsweise die Kombination mit der Mittagspause, sodass die Pause lang genug ist, um zum Stillen nach Hause zu fahren.


Um die Arbeitszeit für Mütter flexibel und familienfreundlich zu gestalten, gibt es vielfältige Möglichkeiten: Vertrauensarbeitszeit, Teilzeitarbeit oder eine Kombination von Präsenzzeiten am Arbeitsplatz und Telearbeit zu Hause. Letzteres bietet den Vorteil, dass die Frau durch die Zeit im Unternehmen in das Team eingebunden ist und von den sozialen Kontakten profitiert. „Wichtig für eine reibungslose Organisation der Kinderbetreuung und des Familienlebens sind planbare Arbeitszeiten“, betont Schramm.


Unternehmen familienfreundlich gestalten

Entlastung erfahren berufstätige Mütter, wenn sich der Partner an der Kinderbetreuung beteiligt, beispielsweise den Nachwuchs regelmäßig von der Kindertagesstätte abholt. Ein Ansatzpunkt ist dabei das betriebliche Gesundheitsmanagement: In einem familienfreundlichen Unternehmen sollten Mütter und Väter im Kontext der Kindererziehung gesehen werden. Beide benötigen den Freiraum, Zeit für die Familie zu investieren. „Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements wie Rückenschulen und Präventionskurse zum Stressmanagement betreffen viele Mitarbeiter. Auch besondere Lebensphasen wie Familiengründung oder die Pflege von Angehörigen können Inhalt solcher Maßnahmen sein und so die Teilnehmer darauf vorbereiten. So bindet beispielsweise ein Familiensportfest Mitarbeiter in Elternzeit in das Betriebsleben mit ein und fördert den Teamgeist im Unternehmen. Das trägt zu einem guten Miteinander bei, von dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer im beruflichen Alltag profitieren“, so Schramm.


Weitere Informationen unter www.tuv.com/bgm bei TÜV Rheinland im Internet.


TÜV Rheinland ist ein weltweit führender unabhängiger Prüfdienstleister mit über 140 Jahren Tradition. Im Konzern arbeiten 19.300 Menschen in 69 Ländern weltweit. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von über 1,7 Milliarden Euro. Die unabhängigen Fachleute stehen für Qualität und Sicherheit von Mensch, Technik und Umwelt in fast allen Lebensbereichen. TÜV Rheinland prüft technische Anlagen, Produkte und Dienstleistungen, begleitet Projekte und Prozesse für Unternehmen. Die Experten trainieren Menschen in zahlreichen Berufen und Branchen. Dazu verfügt TÜV Rheinland über ein globales Netz anerkannter Labore, Prüf- und Ausbildungszentren. Seit 2006 ist TÜV Rheinland Mitglied im Global Compact der Vereinten Nationen für mehr Nachhaltigkeit und gegen Korruption. www.tuv.com im Internet.


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TÜV Rheinland:

20 Mayıs 2015

Gesundheitsbewusstsein bei Führungskräften stärken

Gesundheitsbewusstsein bei Führungskräften stärkenCorporate Health Convention: Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Führungskräften gleichermaßen fördern / Gesundes Führen als Teil der Unternehmenskultur


Köln, 20. Mai 2015. Ehrgeizige Ziele erreichen, sich Herausforderungen stellen und den daraus entstehenden Leistungsdruck als Motivation zu empfinden sind Eigenschaften, die die meisten Führungskräfte auszeichnen. Die Kehrseite der Medaille: Gerade diese Charakterzüge führen dazu, dass Führungskräfte sich verausgaben. Erschöpfung, Müdigkeit, aber auch Schlafstörungen, Reizbarkeit und Niedergeschlagenheit bis hin zur Depression sind die Folge, wenn die Arbeit überhand nimmt und der Ausgleich auf Dauer ausbleibt. Ulrike Stilijanow, Psychologin bei TÜV Rheinland: “Körperlich sind Führungskräfte mindestens ebenso gesund wie Arbeitnehmer mit weniger Verantwortung. Ihre besonderen Belastungen liegen im psychischen Bereich. Daher erfassen unsere Check-ups neben der körperlichen Gesundheit immer auch die psychische Verfassung der Teilnehmer.”


Belastungen erkennen und reduzieren

61 Prozent der Führungskräfte fühlen sich laut Stressreport Deutschland 2012 durch Termin- und Leistungsdruck belastet. Aber auch die steigende Vielfalt der Aufgaben, unrealistische Zielvorgaben, unklare und unvollständige Informationen von Vorgesetzten und fehlende Wertschätzung für die erbrachten Leistungen wirken sich negativ auf die Leistungsfähigkeit aus. Hinzu kommt, dass in vielen Unternehmen die Bereitschaft, sich zu verausgaben, als normal angesehen wird: Als Leistungsträger gilt, wer neue Projekte bereitwillig annimmt und überdurchschnittlich lange arbeitet.


In den Gesundheits-Check-ups begegnen die Experten von TÜV Rheinland oft Führungskräften, in deren Leben neben der Arbeit kaum Zeit für Sport, Hobbys oder Unternehmungen mit der Familie bleibt. Für sie kann das Beratungsgespräch mit den Arbeitspsychologen ein wichtiger Schritt zu mehr beruflicher Distanz sein. Ziel ist es, dass die Teilnehmer erkennen, wie ihr Verhalten dazu beiträgt, Stresssymptome aufrecht zu erhalten oder sogar zu fördern. Anschließend werden Strategien thematisiert, wie gesundheitsfördernde Verhaltensweisen in den Alltag integriert werden können. Denn um Abstand von der Arbeit und Freiräume für Erholung zu schaffen, müssen Gewohnheiten verändert und Prioritäten neu gesetzt werden. Gerade für sehr leistungsbewusste Führungskräfte ist dieser Anstoß von außen wichtig, um den erschöpfenden Druck aus steigenden Arbeitsanforderungen und eigenem Perfektionismus zu durchbrechen.


Von der Leistungs- zur Gesundheitskultur

“Führungskräfte haben meist schon von sich aus eine hohe Leistungsbereitschaft. Eine Unternehmenskultur, die übermäßiges Engagement belohnt, lädt ebenfalls dazu ein, die eigenen Leistungsgrenzen zu ignorieren. Wichtig sind daher Anreize durch den Arbeitgeber, etwas für die eigene Gesundheit zu tun und Verausgabungen vorzubeugen”, erläutert Stilijanow. Eine Voraussetzung für gesundheitsbewusstes Verhalten von Mitarbeitern ist ein Umdenken auf allen Führungsebenen, das zu einer veränderten Unternehmenskultur führt: Im Mittelpunkt sollte die langfristige Leistungsfähigkeit und Gesundheit aller Beschäftigten stehen. Gesundheitsfördernd wirkt sich dabei ein Arbeitsumfeld aus, das durch realistische Zielvorgaben, Mitbestimmungsmöglichkeiten und konstruktives Feedback gekennzeichnet ist.


Beim gesundheitsbewussten Verhalten haben Unternehmensleitung und Führungskräfte eine Vorbildfunktion. Zeigen sie sich gesundheitsbewusst und befürworten einen verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Energiereserven, motiviert dies die Beschäftigten, sich ebenso zu verhalten. “Im heutigen Arbeitsumfeld, das unter anderem durch einen steigenden Fachkräftemangel geprägt ist, zählt nicht mehr das kurzfristige Leistungsmaximum. Firmen profitieren von Mitarbeitern und Führungskräften, die im Sinne eines Leistungsoptimums langfristig zum Erfolg beitragen”, resümierte Stilijanow bei ihrem Vortrag auf der diesjährigen Corporate Health Convention in Stuttgart.


Weitere Informationen unter www.tuv.com/trkg im Internet.


TÜV Rheinland ist ein weltweit führender unabhängiger Prüfdienstleister mit über 140 Jahren Tradition. Im Konzern arbeiten 18.000 Menschen in 66 Ländern weltweit. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von über 1,6 Milliarden Euro. Die unabhängigen Fachleute stehen für Qualität, Effizienz und Sicherheit von Mensch, Technik und Umwelt in fast allen Lebensbereichen. TÜV Rheinland prüft technische Anlagen, Produkte und Dienstleistungen, begleitet Projekte und Prozesse für Unternehmen. Die Experten trainieren Menschen in zahlreichen Berufen und Branchen. Dazu verfügt TÜV Rheinland über ein globales Netz anerkannter Labore, Prüf- und Ausbildungszentren. Seit 2006 ist TÜV Rheinland Mitglied im Global Compact der Vereinten Nationen für mehr Nachhaltigkeit und gegen Korruption. www.tuv.com im Internet.


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